Die weltweiten Verkäufe von Elektro- und Plug-in-Hybridfahrzeugen stiegen im April im Jahresvergleich um 29 %, wobei das Wachstum in China und Europa trotz anhaltender Handelskonflikte stabil blieb. In Nordamerika hingegen wurde erstmals seit September letzten Jahres ein Rückgang verzeichnet, wie aktuelle Daten am Mittwoch zeigten.
Die europäischen Verkäufe von Elektroautos traditioneller Automobilhersteller, die zunehmend emissionsärmere Modelle anbieten, um die EU-CO2-Emissionsziele zu erreichen, übertrafen dabei die von Tesla.
Tesla verlor weiterhin Marktanteile, während eine Überarbeitung des beliebten Model Y bevorsteht, erklärte Charles Lester, Datenmanager bei Rho Motion.
Chinesische Hersteller steigerten ihre Inlandsverkäufe von batterieelektrischen Fahrzeugen weiter und reagierten gleichzeitig auf die wachsende Nachfrage nach Plug-in-Hybriden im Ausland, so Lester weiter.
WARUM ES WICHTIG IST
Globale Automobilhersteller sehen sich in den Vereinigten Staaten, dem zweitgrößten Automarkt der Welt, mit einem Importzoll von 25 % konfrontiert, was viele Unternehmen dazu veranlasst hat, ihre Prognosen für 2025 zurückzuziehen.
Die Haltung von Präsident Donald Trump zu Emissionsstandards und Unsicherheiten rund um Zölle bremsten zudem das Wachstum der Elektromobilität in Nordamerika.
Seine jüngsten Abkommen mit Großbritannien und China haben nur einen geringen Einfluss auf den Absatz von Elektroautos, sind laut Lester jedoch positive Signale für die Branche im Vorfeld möglicher Gespräche mit Korea, Japan und der EU.
ZAHLEN & FAKTEN
Die weltweiten Verkäufe von batterieelektrischen Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden stiegen laut Rho Motion im April auf 1,5 Millionen Einheiten.
In China legten die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahresmonat um 32 % auf 0,9 Millionen Fahrzeuge zu.
Europa verzeichnete einen Anstieg der Zulassungen um 35 % auf 0,3 Millionen Fahrzeuge, während sie in Nordamerika um 5,6 % auf 0,1 Millionen fielen.
Im Rest der Welt stiegen die Verkäufe im April um 50 %.
ZITAT DES TAGES
"Die Verkäufe von Plug-in-Hybriden haben sich im bisherigen Jahresverlauf im Rest der Welt fast verdoppelt, was vor allem auf chinesische Exporte zurückzuführen ist", sagte Lester.
KONTEXT
Regierungen weltweit setzen auf Maßnahmen zur Förderung der Elektromobilität, während Handelskonflikte und ein verlangsamender Automarkt mögliche Werksschließungen und Arbeitsplatzverluste ankündigen könnten.
China hat seine Subventionen für den Fahrzeugtausch im Rahmen eines erweiterten Verbraucherprogramms bis 2025 verlängert, um einen Absatzrückgang bei Elektroautos zu verhindern und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.



















