Das bereinigte Betriebsergebnis im H1 2021 erhöhte sich um den Faktor 5,2 auf 569 Mio. ? (H1 2020: 110 Mio. ?), die Marge stieg signifikant auf 29,6 % (11,2 % in H1 2020), im Vergleich zu 504 Mio. ? im Gesamtjahr 2020. Die Abschreibungen (ohne Abschreibung auf Kundenlisten) beliefen sich auf 93 Mio. ?, einschließlich der Sonderabschreibung von PCR-Testgeräten und der zusätzlichen Abschreibung von Vermögenswerten im Zusammenhang mit dem SEL-Vertrag. Alle Segmente verzeichneten eine sehr erhebliche volumenbedingte Margenverbesserung, wobei die Margensteigerung in der Region Nord & Ost durch SARS-CoV-2-Testungs-Verträge in der Region Nord besonders hervorzuheben ist.

Das im H1 2021 ausgewiesene Betriebsergebnis verbesserte sich um dem Faktor 7,2 auf 515 Mio. ? (H1 2020: 72 Mio. ?). Die gesamten Bereinigungen beliefen sich auf 54 Mio. ?, darunter Abschreibungen auf Kundenlisten von 25,1 Mio. ?, Kosten in Zusammenhang mit dem Börsengang von 19,5 Mio. ? sowie sonstige Bereinigungen, überwiegend in Verbindung mit Akquisitionen, in Höhe von 9,5 Mio. ?.

Das Finanzergebnis im H1 2021 fiel im Vergleich zu H1 2020 um 25 Mio. ? weniger negativ aus und betrug (75) Mio. ?. Dieser deutliche Rückgang ist einem Zusammenspiel aus niedrigeren Kreditaufnahmen und niedrigeren Fremdkapitalkosten geschuldet. Die durchschnittlichen Fremdkapitalkosten von SYNLAB fielen von 4,2 % im H1 2020 auf 2,5 % im H1 2021. Im Verlauf des H2 2021 wird mit einer weiteren Reduzierung auf ca. 2,0 % gerechnet.

Der Ertragssteueraufwand belief sich im H1 2021 auf 112 Mio. ? (H1 2020: 5 Mio. ?). Der effektive Steuersatz lag wegen der Berücksichtigung steuerlicher Verlustvorträge mit 25 % unter dem Regelsteuersatz von 28 %. Der gegenüber der vorangegangenen Periode gesteigerte absolute Steueraufwand ist auf den positiven Geschäftsverlauf zurückzuführen.

Im H1 2021 belief sich der Ergebnisanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens auf 343 Mio. ? (H1 2020: (21) Mio. ?). Der Verkauf des restlichen A&S-Geschäfts, das als nicht fortgeführte Geschäftsbereiche klassifiziert war, wirkte sich mit 17,9 Mio. ? positiv auf den Ergebnisanteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens aus.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug 1,65 ?^[4].

Zahlungsmittelzufluss in Rekordhöhe

Der operative Cashflow aus fortgeführten Geschäftsbereichen erhöhte sich im H1 2021 wesentlich auf 523 Mio. ?, was auf das Gewinnwachstum zurückzuführen war. Gegenläufig wirkten die negativen Auswirkungen der SARS-CoV-2-Testungen auf das Umlaufvermögen. Zum Ende des ersten Halbjahres 2021 verbesserte sich jedoch die Forderungslaufzeit (Days Sales Outstanding; DSO) 61 Tage, verglichen mit 67 Tagen am Ende des ersten Halbjahres 2020 (bzw. 63 Tage per Ende H1 2019).

Die Gesamtinvestitionen, einschließlich Leasing und damit verbundener Zinszahlungen, beliefen sich im H1 2021 auf 95 Mio. ? (H1 2020: 84 Mio. ?). Das entspricht einer Investitionsquote von 4,9 % im H1 2021 (H1 2020: 8,5 %). Darin enthalten sind Investitionen im Zusammenhang mit COVID-19 in Höhe von 5,1 Mio. ?.

Trotz des absoluten Anstiegs der Gesamtinvestitionen führte der hohe operative Cashflow zu einem freien Cashflow vor Finanzierungskosten in Rekordhöhe von 428 Mio. ?. Die Cash-Conversion-Rate (freier Cashflow vor Finanzierungskosten/ bereinigtes EBITDA) betrug 65 %.

Starke Bilanz und Rendite

Neben den Nettoerträgen des Börsengangs in Höhe von 394 Mio. ? eröffnete der starke Zahlungsmittelzufluss im H1 2021 für SYNLAB die Möglichkeit zur weiteren organischen Entschuldung. Ende Juni 2021 belief sich die bereinigte Nettoverschuldung auf 1.632 Mio. ?, nach 2.254 Mio. ? per Ende Dezember 2020. Der Verschuldungsgrad^[5] sank von 3,3x zum Ende des Jahres 2020 auf 1,4x, den niedrigsten Stand seit Gründung der SYNLAB-Gruppe. Im August 2021 begann SYNLAB mit der vorzeitigen Rückzahlung eines 75-Mio. ?-Darlehens mit einer Fälligkeit im Jahr 2026.

Das eingesetzte Kapital belief sich auf 3.791 Mio. ?. Die Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE)^[6] betrug 20 %, was auf die wesentliche Ertragssteigerung zurückzuführen war.

M&A-Roadmap im Plan (per 12. August 2021)

Am 26. Juli 2021 schloss SYNLAB die Übernahme von Gruppo Tronchet mit Sitz in Italien ab. Mit einem Umsatz von 22 Mio. ? im Jahr 2020 und einem dichten Netz von 17 patientenorientierten Gesundheitszentren in Bologna und Umgebung ist Gruppo Tronchet ein langjähriger und wichtiger Gesundheitsdienstleister in der Region Emilia-Romagna. Neben Diagnostik ist die Gruppo Tronchet auf Hausbesuche, Physiotherapie und Rehabilitation sowie berufliche Heilfürsorge spezialisiert. Die stark ausgeprägte regionale Präsenz von Gruppo Tronchet und sein integriertes Serviceportfolio machen SYNLAB zum führenden Heilfürsorge-Anbieter in der Region Emilia-Romagna und stärken die führende Position des Unternehmens in Italien.

Einschließlich Gruppo Tronchet, hat SYNLAB seit Beginn des Jahres zwölf Übernahmetransaktionen mit einem Gesamtfirmenwert von ca. 108 Mio. ? durchgeführt.

Darüber hinaus hat SYNLAB am 2. August eine Einigung mit Medica Sur hinsichtlich der vollständigen Übernahme einer führenden Labor-Plattform in Mexiko erzielt. Die Transaktion wird voraussichtlich im Q4 2021 vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden abgeschlossen. SYNLAB würde damit ein dichtes Netz von über 100 Diagnostik-Servicepunkten im Gebiet von Mexiko-Stadt und Puebla übernehmen, das im Jahr 2020 einschließlich COVID-19-Tests einen Umsatz von 1,3 Mrd. MXP (55 Mio. ?) erzielte. Nach Abschluss der Transaktion verfügt SYNLAB über eine starke Plattform für den weiterführenden Ausbau seiner Position in diesem wichtigen mittelamerikanischen Markt und für die Stärkung seines erfolgreichen Lateinamerika-Geschäfts.

Vor dem Hintergrund der beschriebenen Transaktion und der vielversprechenden Pipeline wird SYNLAB sein mittelfristiges Investitionsziel für M&A-Aktivitäten von durchschnittlich ca. 200 Mio. ? pro Jahr 2021 aller Voraussicht nach übertreffen, um sich weitere Wachstumsimpulse für 2022 zu sichern. Ausblick

Anhebung der Prognose für das Geschäftsjahr 2021 am 8. Juli

Die Gruppe rechnet für das Geschäftsjahr 2021 mit Umsatzerlösen in einer Bandbreite von 3,2-3,3 Mrd. ? (vorher: "Umsatzmarke von 3 Mrd. ? komfortabel übertroffen"); das Gesamtwachstum wird voraussichtlich in einer Spanne von 22-25 % (vorher: ca. 17 %) gegenüber dem Geschäftsjahr 2020 liegen.

Das bereinigte EBITDA für das Geschäftsjahr 2021 wird voraussichtlich 925 Mio. ? übertreffen (neue Prognose), verglichen mit 679 Mio. ? im Geschäftsjahr 2020.

Der freie Cashflow vor Finanzierungskosten und M&A-Aktivitäten im Geschäftsjahr 2021 wird voraussichtlich bei über 500 Mio. ? liegen (vorher: 300-350 Mio. ?), verglichen mit 272 Mio. ? im Geschäftsjahr 2020.

Entwicklung H2 2021

Nach den anhaltend starken Beiträgen aus SARS-CoV-2-Testungen im H1 2021, die über den Erwartungen lagen, legt SYNLAB seiner aktualisierten Prognose für das Geschäftsjahr 2021 die Annahme einer schrittweisen Reduzierung des hohen Testaufkommens im H2 2020 zugrunde. Für den Fall, dass die insbesondere von Virusvarianten getriebenen Trends anhalten, übertreffen die Umsatz- und Wachstumswerte von SYNLAB aber wahrscheinlich den jeweiligen Prognosebereich.

SYNLAB wird sich auch angesichts starken SARS-CoV-2-Testaufkommens weiterhin der Steigerung des zugrunde liegenden organischen Wachstums sowie der Durchführung von M&A-Aktivitäten widmen.

Mittelfristige Prognose der Finanzergebnisse

Mittelfristig plant SYNLAB, sein Wachstumsprofil beizubehalten, und strebt ausgehend vom Umsatzniveau im Jahr 2019 ein Gesamtwachstum von rund 10 % pro Jahr, einschließlich eines organischen Umsatzwachstums von mehr als 3 % pro Jahr, sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 23 % an.

SYNLAB plant zudem mittelfristig mit Ausgaben für Akquisitionen in Höhe von ca. 200 Mio. ? pro Jahr.

Mittelfristig strebt SYNLAB darüber hinaus einen nachhaltigen Verschuldungsgrad (Nettofinanzverbindlichkeiten/ bereinigtes EBITDA aus fortgeführten Geschäftsbereichen) von unter 3,0x an. Telefonkonferenz SYNLAB lädt heute um 15:00 Uhr (MESZ) zu einer Telefonkonferenz für das H1 2021 unter der Leitung von Mathieu Floreani, CEO von SYNLAB, und Sami Badarani, CFO von SYNLAB, ein. Direktlink zum Webcast: bitte hier klicken

Weitere Informationen:


Kontakt für Investoren: +49 (0) 170 118 3753 
Mark Reinhard, SYNLAB   Mark.Reinhard@synlab.com Über SYNLAB 

- Die SYNLAB-Gruppe ist ein führender internationaler Anbieter von medizinischen Diagnostikdienstleistungen und bietet die gesamte Bandbreite innovativer und zuverlässiger medizinischer Diagnostik für Patienten, niedergelassene Ärzte, Kliniken und die pharmazeutische Industrie an.

- Aufgrund branchenweit höchster Servicestandards ist SYNLAB der bevorzugte Partner für die Diagnostik in der Human- und Veterinärmedizin. Durch kontinuierliche Innovationen medizinischer Diagnostikdienstleistungen trägt die Gruppe zum Wohl von Patienten und Kunden bei.

- SYNLAB ist in 36 Ländern auf vier Kontinenten tätig und nimmt in den meisten Märkten eine führende Position ein. Mehr als 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter über 1.200 Mediziner sowie eine Vielzahl weiterer Spezialisten wie Biologen, Chemiker und Labortechniker, tragen jeden Tag zum weltweiten Erfolg der Gruppe bei. SYNLAB führt pro Jahr ca. 500 Millionen Labortests durch und erzielte im Jahr 2020 einen Umsatz von 2,6 Mrd. ?.

- Weitere Informationen finden Sie unter www.synlab.com

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