AstraZeneca führt laut Bloomberg News Gespräche mit Summit Therapeutics über die Lizenzierung eines experimentellen Medikaments gegen Lungenkrebs. Das potenzielle Abkommen könnte einen Wert von bis zu 15 Milliarden US-Dollar erreichen, wie die Nachrichtenagentur unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen berichtet.
Die Aktien von Summit Therapeutics stiegen im frühen Handel um 9,7 % auf 25,81 US-Dollar.
Das in Menlo Park, Kalifornien, ansässige Biotechnologieunternehmen Summit Therapeutics reagierte bislang nicht auf eine Anfrage von Reuters um eine Stellungnahme. Ein Sprecher von AstraZeneca lehnte einen Kommentar ab.
Dem Bericht zufolge könnte der Deal neben einer Vorauszahlung in Milliardenhöhe an Summit auch spätere Meilensteinzahlungen umfassen. Die Verhandlungen könnten jedoch noch scheitern oder Summit könnte sich für einen anderen Partner zur Lizenzvergabe entscheiden.
Im Zentrum der Gespräche steht das Medikament Ivonescimab, für das sich Summit die Rechte im Rahmen eines separaten Abkommens mit dem chinesischen Unternehmen Akeso im Dezember 2022 gesichert hatte. Das damalige Abkommen hatte einen Wert von bis zu 5 Milliarden US-Dollar.
Summit testet Ivonescimab zur Behandlung von Patienten mit einer bestimmten Form von Lungenkrebs, die bereits zuvor therapiert wurden. Das Medikament wurde in China bereits im Mai vergangenen Jahres zugelassen, Summit plant nun die Zulassung auch in den USA zu beantragen.
In einer späten klinischen Studie zeigte Ivonescimab in Kombination mit einer Chemotherapie einen positiven Trend beim Überleben der Patienten, auch wenn kein statistisch signifikanter Vorteil erreicht wurde, wie das Unternehmen im Mai mitteilte.
Frühere Daten aus dem vergangenen Jahr hatten gezeigt, dass einige Lungenkrebspatienten mit Ivonescimab eine bessere Überlebensrate erzielten als mit Mercks Blockbuster-Medikament Keytruda.
Summit und Akeso testeten die Kombination aus Ivonescimab und Chemotherapie in einer Studie in China gegen das zugelassene Medikament Tevimbra von BeiGene, ebenfalls in Kombination mit Chemotherapie.


















