Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

WOHNUNGSBAU - Wegen zuletzt deutlich gestiegener Zuwanderungszahlen müssten in Deutschland schon jetzt deutlich mehr Wohnungen als ursprünglich berechnet gebaut werden. Das geht aus einer neuen Modellrechnung des Institutes der deutschen Wirtschaft (IW Köln) hervor, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe vorab vorliegt. Demnach habe sich der Wohnungsbedarf im Zeitraum 2021 bis 2025 aufgrund einer neuen regionalen Bevölkerungsprognose auf jährlich 372.000 neu benötigte Wohnungen erhöht. Bislang war man von etwa 308.000 neuen Wohnungen pro Jahr ausgegangen. Das Ziel der Bundesregierung, jedes Jahr gut 400.000 Wohnungen neu errichten zu lassen, was bislang verfehlt worden. Im vergangenen Jahr wurden lediglich 294.000 Wohnungen neu gebaut. (Funke Mediengruppe)

ESG - Nachhaltig orientierte Fondsanbieter sorgen sich um die Zukunft von ESG-Investments. In einer Umfrage des Verbands Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG) äußerte eine Vielzahl der Befragten politische Sorgen. Zu den Hauptsorgen zählten ein möglicher Rechtsruck und eine Anti-ESG-Bewegung, die eine Abkehr von nachhaltigen Geldanlagen zur Folge haben könnten. Die Teilnehmer der Erhebung meinten, dass nicht nur die EU-Abstimmung, sondern auch die US-Wahl im November in diesem Jahr die politischen Mehrheiten zugunsten rechter Parteien verschieben könnte. Die Anlagemanager verwiesen dabei auf Bewegungen, die den menschengemachten Klimawandel verleugnen würden. (Börsen-Zeitung)

ITALIEN - Nach dem Aus für den Bau einer Batteriefabrik von Italvolt in Piemont bzw. Sizilien und dem (vorläufigen) Stopp eines Projekts des Konsortiums Automotive Cells Company (ACC) im süditalienischen Termoli gibt es in Italien derzeit kein einziges Projekt für eine Batteriefabrik. Damit ist das Land diesbezüglich ein weißer Fleck auf der europäischen Landkarte. Italien droht damit auf der automobilen Landkarte weiter ins Hintertreffen zu geraten. Denn in vielen anderen Ländern wie Deutschland, Frankreich, Ungarn oder Spanien gibt es bereits Batteriefabriken oder aber sie sind geplant. Das Joint Venture ACC aus Stellantis, Mercedes-Benz und Total plante bisher am Stellantis-Standort Termoli eine Anlage zur Fertigung von günstigen Batterien. Start sollte 2026 sein. (Börsen-Zeitung)

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June 14, 2024 00:53 ET (04:53 GMT)