Starbucks-CEO Brian Niccol hat angekündigt, dass der Kaffeeriese künftig von vielen seiner Mitarbeitenden verlangt, mindestens vier Tage pro Woche im Büro zu arbeiten - bisher waren es drei. Die neue Regelung soll noch im Laufe dieses Jahres in Kraft treten.

Wie Niccol in einer Mitteilung an die Belegschaft auf der Unternehmenswebsite am Montag erklärte, gilt die neue Vorgabe für die Support-Zentren in Seattle und Toronto sowie für regionale Büros in Nordamerika. Die gemeinsamen Präsenztage sind von Montag bis Donnerstag angesetzt.

Niccol, der in weniger als zwei Monaten sein einjähriges Jubiläum als CEO feiert, steuert Starbucks zurück zu seinen Ursprüngen als Kaffeehaus. Dabei liegt sein Fokus auf der Verbesserung des Erlebnisses im Laden und darauf, die Abhängigkeit von mobilen und To-go-Bestellungen zu verringern.

,,Die persönliche Anwesenheit hilft uns auch, unsere Unternehmenskultur zu stärken und weiterzuentwickeln. Während wir daran arbeiten, das Geschäft wieder auf Kurs zu bringen, sind all diese Faktoren wichtiger denn je", betonte Niccol.

,,Wir möchten, dass Führungskräfte und Teamleiter physisch mit ihren Teams vor Ort sind", fügte er hinzu.

Die neue Vier-Tage-Büroregelung soll ab dem 29. September gelten.

Bereits im Februar hatte Starbucks die Führungskräfte auf Vizepräsidentenebene, die bislang remote arbeiteten, dazu aufgefordert, nach Seattle oder Toronto umzuziehen. Nun wird diese Vorgabe auf sämtliche Führungskräfte der Support-Zentren ausgeweitet, die innerhalb von zwölf Monaten umziehen sollen.

Starbucks beschleunigt derzeit die Einführung neuer Personal- und Servicemodelle in den unternehmenseigenen nordamerikanischen Filialen, um das Umsatzwachstum nach einer Phase mit steigender Inflation und wirtschaftlicher Unsicherheit wieder anzukurbeln.