Das China-Geschäft von Starbucks hat laut einem Bericht von CNBC, der sich auf mit der Angelegenheit vertraute Personen beruft, Angebote für einen möglichen Anteilsverkauf erhalten, wobei die Kaffeehaus-Sparte mit bis zu 10 Milliarden US-Dollar bewertet wird.
Zu den Interessenten gehören laut Bericht unter anderem die in Asien ansässigen Private-Equity-Firmen Centurium Capital, die bereits Anteile am Starbucks-Konkurrenten Luckin Coffee in China hält, sowie Hillhouse Capital.
Auch US-amerikanische Wettbewerber wie Carlyle Group und KKR & Co werden als potenzielle Bewerber genannt, so CNBC.
"Wir suchen einen strategischen Partner mit gleichgesinnten Werten, der unsere Vision teilt, ein hochwertiges Kaffeehaus-Erlebnis zu bieten. Wir bleiben China verpflichtet und wollen einen bedeutenden Anteil am Geschäft behalten", sagte ein Starbucks-Sprecher gegenüber Reuters.
Hillhouse, Carlyle und KKR reagierten zunächst nicht auf Anfragen von Reuters, während Centurium eine Stellungnahme ablehnte. Reuters konnte den Bericht nicht unmittelbar verifizieren.
Die Kaffeehauskette arbeitet unter CEO Brian Niccol daran, ihr weltweites Geschäft zu restrukturieren. In China prüft das Unternehmen Möglichkeiten wie strategische Partnerschaften und Joint Ventures, nachdem es Marktanteile an günstigere lokale Wettbewerber wie Luckin Coffee und Cotti Coffee verloren hat.
Im vergangenen Monat senkte Starbucks in China die Preise für einige Produkte und erklärte, derzeit keinen vollständigen Verkauf der lokalen Sparte zu erwägen.
Dem CNBC-Bericht zufolge besteht die Möglichkeit, dass Starbucks einen Anteil von 30% behält, während der Rest unter mehreren Käufern aufgeteilt wird, wobei jeder weniger als 30% hält.
Laut Bericht prüft das Unternehmen Angebote von rund 30 in- und ausländischen Private-Equity-Firmen in China.
Die Bieter könnten innerhalb von zwei Monaten in die engere Auswahl kommen, doch ein Abschluss der Transaktion ist laut CNBC in diesem Jahr unwahrscheinlich.
Laut dem Jahresbericht 2024 betrieb Starbucks 7.594 Filialen in China.
Im jüngsten Quartal blieben die Umsätze in China, dem zweitgrößten Markt des Unternehmens, im Vergleich zum Vorjahr stabil und unterbrachen damit eine Serie von vier aufeinanderfolgenden Quartalsrückgängen.
Die Aktien des Unternehmens legten in New York um etwa 1% zu.



















