ROUNDUP: Conti will schwächelnde Autosparte schrumpfen - Teile auf Prüfstand

HANNOVER - Continental stellt Teile seines schwächelnden Automobilzuliefer-Geschäfts auf den Prüfstand. Man prüfe, Teile der Automotive-Sparte auszugliedern, kündigte Konzernchef Nikolai Setzer am Montag beim Kapitalmarkttag des Dax-Konzerns in Hannover an. Insgesamt gehe es um rund ein Viertel des Umsatzes der Sparte. Einen Komplettverkauf des Geschäftsfelds schloss er aber aus. Die Aktie gab nach. Konkret gehe es zunächst um das Geschäft mit Auto-Cockpits und Displays. Das Geschäftsfeld mit erwarteten 3,5 Milliarden Euro Jahresumsatz werde zunächst organisatorisch selbstständig aufgestellt, um dann möglich Optionen prüfen zu können. Von einem Einstieg eines Investors, einer Gemeinschaftsfirma bis hin zu einem Verkauf oder Börsengang sei alles möglich.

ROUNDUP 3: Rüstungsfirmen nehmen laut Bericht trotz Auftragsflut weniger ein

STOCKHOLM - Die Einnahmen der 100 größten Rüstungskonzerne der Welt sind trotz des Ukrainekriegs zurückgegangen. Sie lagen 2022 laut einem am Montag vom Stockholmer Friedensforschungsinstitut Sipri veröffentlichten Bericht bei 597 Milliarden Dollar (rund 543,4 Milliarden Euro), was im Vergleich zum Vorjahr einem Minus von 3,5 Prozent entspricht. Grund sind Kapazitätsprobleme. Gleichzeitig haben die Firmen deutlich mehr Aufträge akquiriert. Sipri rechnet deshalb für die kommenden Jahre mit beträchtlich höheren Gewinnen.

Meta in Spanien auf 550 Millionen Euro Schadenersatz verklagt

MADRID - Die spanische Medienvereinigung AMI hat den US-Social-Media-Konzern Meta wegen unlauteren Wettbewerbs auf gut 550 Millionen Euro Schadenersatz verklagt. Das Mutterunternehmen von Facebook, Instagram und WhatsApp habe sich seit Mai 2018 und mindestens bis Juli 2023 der "fortgesetzten systematischen und massiven Nichteinhaltung der europäischen Datenschutzvorschriften" schuldig gemacht, hieß es in der am Montag veröffentlichten Mitteilung von AMI, die 83 der wichtigsten Medien Spaniens vereinigt.

Roche steigt mit Milliarden-Übernahme in Kampf gegen Fettleibigkeit ein

BASEL - Der Pharmakonzern Roche steigt mit einer US-Übernahme in den Kampf gegen Fettleibigkeit ein. Für das US-Unternehmen Carmot Therapeutics wird der Basler Konzern 2,7 Milliarden US-Dollar zahlen, wie das Unternehmen am Montag in Basel mitteilte. Zudem können Meilensteinzahlungen von bis zu 400 Millionen Dollar fließen. Carmot befindet sich laut Mitteilung vom Montag in Privatbesitz und verfügt in seiner Pipeline über Kandidaten, die zur Behandlung von Fettleibigkeit bei Patienten mit und ohne Diabetes eingesetzt werden können.

Spotify muss sparen und streicht mehr als tausend Stellen

STOCKHOLM - Auch der Musikstreaming-Dienst Spotify ächzt unter gestiegenen Kosten und will sich von mehr als tausend Mitarbeitern trennen. Ungefähr 17 Prozent der Angestellten müssten Spotify verlassen, schrieb Unternehmenschef Daniel Ek in einem auf der Spotify-Internetseite am Montag veröffentlichten Brief. Als Begründung für seine Entscheidung nannte er das verlangsamte Wirtschaftswachstum, sowie die gestiegenen Zinsen. Diese Realitäten träfen auch Spotify. Per Ende 2022 zählte das Unternehmen mit Sitz in Stockholm fast 8400 Angestellte. Von dem Abbau seien rund 1500 Arbeitsplätze betroffen, sagte ein Sprecher.

Hongkonger Gericht gibt Evergrande erneut Aufschub für Sanierungsplan

HONGKONG - Hongkongs Oberstes Gericht hat dem hoch verschuldeten Immobilienkonzern China Evergrandeerneut Aufschub für seinen Sanierungsplan eingeräumt. Richterin Linda Chan vertagte die Entscheidung überraschend auf den 29. Januar kommenden Jahres, wie mehrere Medien am Montag berichteten. Dem mit umgerechnet mehr als 300 Milliarden US-Dollar (rund 275,7 Mrd. Euro) verschuldeten Bauträger aus Südchina droht die Abwicklung. Gläubiger aus dem Ausland hatten vor Gericht geklagt, weil der Konzern bereits mehrfach Zahlungen verpasst hatte.

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ROUNDUP: Sie lesen im Unternehmens-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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