Der französische Catering-Konzern Sodexo hat am Dienstag mitgeteilt, dass er für das Jahr 2025 beim Umsatz- und Margenwachstum lediglich das untere Ende seiner Prognosespanne erwartet. Zudem warnte das Unternehmen, dass die Politik des US-Präsidenten Donald Trump potenziell Auswirkungen auf das Geschäft mit Universitäten und im Gesundheitswesen haben könnte.
In einer Telefonkonferenz mit Journalisten verwies Finanzvorstand Sébastien de Tramasure auf eine Abschwächung des Bildungsbereichs, was unter anderem auf einen geringer als erwarteten Anstieg der Studierendenzahlen zurückzuführen sei.
Bereits im März hatte das Unternehmen auf die rückläufige Einschreibung an den zum Portfolio gehörenden Universitäten hingewiesen, die sich hauptsächlich im Nordosten und Mittleren Westen der USA befinden. Dies wurde damals bereits als Gegenwind für das Geschäft identifiziert.
Auf die Frage nach möglichen Auswirkungen der von US-Präsident Donald Trump verfolgten Politik erklärte de Tramasure: „Diese betreffen vor allem zwei Segmente: Universitäten und Gesundheitswesen. Es könnte durchaus Effekte durch Kürzungen bei staatlichen Hilfen und Subventionen geben.“
„Bislang haben wir keine Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit festgestellt, aber ein Klima der Unsicherheit ist nie positiv. Wir werden die Entwicklungen in den USA sehr genau beobachten“, fügte er hinzu.
Sodexo, das 47% seines Umsatzes in Nordamerika erwirtschaftet, hatte bereits im März eine Gewinnwarnung herausgegeben. Grund dafür waren schwache Ergebnisse im Bildungs- und Gesundheitssektor der Region.
Das organische Wachstum in Nordamerika verlangsamte sich im dritten Quartal auf 1,2%, nachdem es im Vorjahreszeitraum noch bei 9% gelegen hatte. Als Grund nannte Sodexo am Dienstag den Verlust von Verträgen in der Vergangenheit.
Der Umsatz von Sodexo belief sich im dritten Quartal (bis zum 31. Mai) auf 6,12 Milliarden Euro (7,21 Milliarden US-Dollar), nach 6,07 Milliarden Euro im Vorjahr. Damit lag der Wert leicht über dem von Sodexo selbst ermittelten Konsens von 6,11 Milliarden Euro.
Zuvor hatte das Unternehmen für das Jahr 2025 ein organisches Umsatzwachstum zwischen 3% und 4% sowie eine Steigerung der operativen Marge um 10 bis 20 Basispunkte (bps) prognostiziert.
(1 US-Dollar = 0,8485 Euro)



















