NEW YORK (Dow Jones)--Zum Start am Donnerstag tut sich an den US-Börsen wenig. Das mit Spannung erwartete von der US-Notenbank favorisierte Preismaß, der Gesamtindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), ist in der Kernrate wie erwartet ausgefallen. Er sorgt somit für kein Störfeuer, aber auch für keinen Schwung, zumal der Markt ohnehin bereits darauf setzt, dass die Zinsen nicht weiter steigen werden.

Etwas mehr Bewegung gibt es nur beim Dow-Jones-Index, der um 0,6 Prozent auf 35.629 Punkte steigt. Er wird angetrieben vom sehr starken Kursanstieg von 9 Prozent bei von Salesforce nach stark ausgefallenen Quartalszahlen. Der S&P-500 und die Nasdaq-Indizes geben dagegen leicht nach. Am Rentenmarkt steigen die Renditen in einer Gegenbewegung auf die sehr starken Rückgänge der Vortage.

Mittlerweile ist eine Debatte über den Zeitpunkt erster Leitzinssenkungen 2024 entbrannt. Und der nun berichtetet PCE-Deflator steht diesem Narrativ nicht im Wege. Die übrigen Daten des Tages zu Ausgaben und Einkommen der Verbraucher sind ebenfalls wie vorhergesagt ausgefallen, auch die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten.

"Die US-Indizes sind auf dem besten Weg, im November ihren stärksten Monat des Jahres zu verzeichnen. Daten und Kommentare der US-Notenbank haben die Vorstellung, dass der aktuelle Zinserhöhungszyklus zu Ende ist, weitgehend bestätigt", sagt Investmentstratege Russ Mould von AJ Bell.


   Berichte treiben Ölpreis an 

Die Erdölpreise ziehen weiter an. Kreisen zufolge hat sich die Opec+ bei ihrem auf den heutigen Tag verschobenen Treffen auf zusätzliche Förderkürzungen von 1 Million Barrel geeinigt.

Der Dollar erholt sich mit den steigenden Marktzinsen, der Dollarindex steigt um 0,6 Prozent. Händler sprechen auch von einer Schwäche des Euro, der mit niedriger als erwartet ausgefallenen Inflationsdaten aus der Eurozone nachgebe. Allerdings setzte die Schwäche bereits deutlich vor den Daten ein. Mit den deutschen Daten des Vortages sei die europäische Entwicklung der Teuerung aber vorhersehbar gewesen, heißt es im Handel. Der Euro geht mit 1,0907 Dollar um. Im sehr frühen Tageshoch waren es noch fast 1,10 Dollar.


   Salesforce von Gewinnmargenausblick beflügelt 

Salesforce hat nach deutlichen Steigerungen von Gewinn und Umsatz im dritten Geschäftsquartal für das Gesamtjahr eine deutliche Verbesserung bei der operativen Gewinnmarge in Aussicht gestellt. Damit hält der Hersteller von Unternehmenssoftware sein Versprechen ein, die Kosten zu senken. Der Kurs schießt darauf deutlich nach oben.

Snowflake verteuern sich ebenfalls nach gut ankommenden Quartalszahlen um 7,4 Prozent.

Ford verlieren 0,6 Prozent. Der wochenlange Streik in den USA hat den Autobauer erheblich belastet. Der Konzern bezifferte den entgangenen Gewinn auf 1,7 Milliarden Dollar. Ford gab eine neue Gewinnprognose für das Gesamtjahr ab, die unter dem nach der Tarifeinigung zurückgezogenen Ausblick liegt - allerdings operativ die Markterwartungen noch trifft.

Der Pharmariese Abbvie kauft für rund 10,1 Milliarden Dollar das auf Krebstherapien spezialisierte Biotechunternehmen Immunogen. Dessen Aktienkurs schießt um 82,9 Prozent nach oben. Abbvie liegen wenig verändert.

Victoria's Secret gewinnen 10,3 Prozent, der Unterwäsche-Einzelhändler hat zwar den zweiten Quartalsverlust in Folge verzeichnet. Der Umsatz reduzierte sich um 4 Prozent, entsprach aber den Erwartungen. CEO Martin Waters sagte zudem, dass sich der Umsatztrend zuletzt verbessert habe.

Nach Geschäftszahlen über Konsens und einem zurückhaltenden Ausblick verlieren Kroger 0,8 Prozent. Nutanix ziehen um 8,7 Prozent an, bereinigtes Ergebnis und Umsatz fielen besser als gedacht aus. Pure Storage brechen nach einem schwachen Ausblick um 15 Prozent ein.


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INDEX                 zuletzt        +/- %       absolut      +/- % YTD 
DJIA                35.628,84        +0,6%        198,42          +7,5% 
S&P-500              4.553,09        +0,1%          2,51         +18,6% 
Nasdaq-Comp.        14.261,57        +0,0%          3,08         +36,3% 
Nasdaq-100          15.986,03        -0,0%         -1,57         +46,1% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit              Rendite     Bp zu VT    Rendite VT      +/-Bp YTD 
2 Jahre                  4,68         +0,4          4,67           25,6 
5 Jahre                  4,27         +3,0          4,24           27,0 
7 Jahre                  4,34         +5,6          4,29           37,5 
10 Jahre                 4,33         +6,3          4,26           44,5 
30 Jahre                 4,49         +5,1          4,44           52,2 
 
DEVISEN               zuletzt        +/- %  Do, 9:11 Uhr  Mi, 17:29 Uhr    % YTD 
EUR/USD                1,0909        -0,6%        1,0954         1,0966    +1,9% 
EUR/JPY                161,63        +0,2%        161,10         161,58   +15,2% 
EUR/CHF                0,9555        -0,3%        0,9561         0,9600    -3,5% 
EUR/GBP                0,8643        -0,0%        0,8623         0,8652    -2,3% 
USD/JPY                148,17        +0,7%        147,07         147,36   +13,0% 
GBP/USD                1,2621        -0,6%        1,2705         1,2673    +4,4% 
USD/CNH (Offshore)     7,1523        +0,1%        7,1377         7,1435    +3,2% 
Bitcoin 
BTC/USD             37.720,38        -0,2%     37.747,74      37.716,58  +127,2% 
 
ROHÖL                 zuletzt  VT-Settlem.         +/- %        +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex               79,25        77,86         +1,8%          +1,39    +3,2% 
Brent/ICE               84,12        83,10         +1,2%          +1,02    +3,1% 
 
METALLE               zuletzt       Vortag         +/- %        +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)          2.036,22     2.044,33         -0,4%          -8,11   +11,6% 
Silber (Spot)           25,04        25,08         -0,1%          -0,03    +4,5% 
Platin (Spot)          931,98       935,68         -0,4%          -3,70   -12,7% 
Kupfer-Future            3,80         3,79         +0,4%          +0,01    -0,3% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
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Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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November 30, 2023 10:04 ET (15:04 GMT)