Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

JAHRESWIRTSCHAFTSBERICHT - Die Bundesregierung macht in ihrem neuen Jahreswirtschaftsbericht die Schwächen des Wirtschaftsstandorts Deutschland deutlich. "Der Ausblick auf eine Stabilisierung der kurzfristigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ändert nichts daran, dass Deutschland eine Reihe über Jahre angestauter, struktureller Herausforderungen im Hinblick auf den Wirtschaftsstandort bewältigen muss", heißt es in dem Bericht, der dem Handelsblatt vorliegt. Zuvor hatten sich Kanzleramt, Wirtschaftsministerium, Finanzministerium und Arbeitsministerium auf den Bericht geeinigt. (Handelsblatt)

HACKERGRUPPE LOCKBIT - Internationale Ermittler haben nach eigenen Angaben "die schädlichste Cyberkriminalitätsgruppe der Welt" zerschlagen. Die Hackergruppe Lockbit habe sensible Daten gestohlen und damit Lösegelder erpresst, teilte die britische National Crime Agency (NCA) mit. "Die NCA hat heute die Kontrolle über die Dienste von Lockbit übernommen und ihr gesamtes kriminelles Unternehmen bloßgelegt." In Deutschland sorgte die Hackergruppe unter anderem mit dem Angriff auf den Autozulieferer Conti für Aufsehen. (Handelsblatt)

WIRTSCHAFTSPOLITIK - Im Streit um die richtige Strategie zur Belebung der deutschen Konjunktur will Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) in den nächsten drei Wochen bei einem Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) ein "Wirtschafswende"-Konzept vorlegen. Es soll zentrale Punkte zur Entlastung von Unternehmen und Bürgern sowie zum Bürokratieabbau enthalten. In der Sitzung der FDP-Bundestagsfraktion am Dienstag habe Lindner einen Zeitplan für sein Vorhaben skizziert, schreibt die Bild-Zeitung unter Berufung auf Fraktionskreise. Robert Habeck (Grüne) wolle ein eigenes Papier vorlegen. (Bild)

WIRTSCHAFTSWEISE - Vier der fünf Mitglieder des ökonomischen Sachverständigenrats der Bundesregierung haben Veronika Grimm aufgefordert, das Gremium zu verlassen, sollte sie ein Aufsichtsratsmandat bei Siemens Energy annehmen. In einer E-Mail legen Ratsvorsitzende Monika Schnitzer und die übrigen drei Mitglieder Grimm wegen "möglichen Interessenkonflikten" den Rücktritt nahe. Die E-Mail an Grimm ist zugleich an Kanzleramtschef Wolfgang Schmidt sowie die Minister Christian Lindner und Robert Habeck gerichtet. Grimm lehnte in einer Antwortmail einen Verzicht allerdings kategorisch ab: "Wie Ihr wisst, ist eine Mitgliedschaft in einem Aufsichtsrat in einer deutschen Aktiengesellschaft rechtlich nicht zu beanstanden." (Handelsblatt)

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February 21, 2024 00:56 ET (05:56 GMT)