Heerbrugg (awp) - Der Metallverarbeiter SFS hat kurz vor Weihnachten mit der Übernahme der deutschen Hoffmann SE eine Grossakquisition angekündigt. CEO Jens Breu bekräftigt in einem Interview mit dem Finanzportal Moneycab die strategischen Beweggründe für den Zukauf des Unternehmens mit einem Umsatz von rund 1 Milliarde Euro.

"Das grösste Potential sehen wir in den geographischen Wachstumsperspektiven sowie im umfangreichen Cross-Selling", erklärte Breu. Weitere bedeutende Wertschöpfungspotenziale lägen in der Nutzung der digitalen Kompetenzen von Hoffmann - etwa bei E-Business-Lösungen. Darüber hinaus verspricht sich der SFS-Chef Vorteile durch den gemeinsamen Einkauf oder den Zugang zu Logistic City, einem Logistikzentrum für Qualitätswerkzeuge.

Seine Erwartungen mit Blick auf die Entwicklung der angespannten Lage der globalen Lieferketten umschreibt Breu folgendermassen: "Bei unveränderten makroökonomischen und politischen Bedingungen wie aktuell gehen wir davon aus, dass sich die globale Materialverfügbarkeit und Transportkapazitäten im Verlauf des Jahres schrittweise stabilisieren werden." Eine vollständige Erholung sei aber nicht vor 2023 zu erwarten.

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