Bereits im Januar hatte der europäische Software-Riese vorausgesagt, dass er für das gesamte Geschäftsjahr 2025 einen operativen Gewinn zwischen 10,3 und 10,6 Milliarden Euro erwartet, basierend auf stabilen Wechselkursen.
Als größter Softwareanbieter Europas liefert SAP SE Unternehmenslösungen in den Bereichen Finanzen, Vertrieb, Logistik und weiteren zentralen Geschäftsfeldern. Der Fortschritt in der künstlichen Intelligenz kurbelt die Nachfrage nach seinen Cloud-Services an, was den Optimismus der Märkte befeuert. In zwei Jahren hat sich der Aktienkurs von SAP nahezu verdoppelt.
Das Unternehmen bekräftigt zudem seine Umsatzprognosen für das Cloud-Geschäft, die zwischen 21,6 und 21,9 Milliarden Euro für das Jahr liegen. Derzeit wird SAP mit etwa dem 38-fachen der für dieses Jahr prognostizierten Ergebnisse bewertet, was im Einklang mit dem 10-Jahres-Durchschnitt von 39-fach steht. Analysten sehen jedoch das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bis 2027 auf 26 fallen. Vor einigen Wochen wurde SAP zur größten Marktkapitalisierung Europas und überholte damit LVMH, Hermès und Nestlé.
Im Zuge seiner strategischen Neuausrichtung auf mehr KI-basierte Angebote gab SAP bekannt, dass bis zu 10.000 Arbeitsplätze, bei einer Gesamtbelegschaft von 100.000, einer Überprüfung unterzogen werden. Das Unternehmen rechnet mit Restrukturierungskosten in Höhe von 3 Milliarden Euro.

Nach einer Phase starker Outperformance ist der Vorsprung des Konzerns in diesem Jahr mit dem Rückgang der Technologiewerte geschmolzen.
Beruhigend
"Obwohl die Prognosen für das gesamte Jahr aufrechterhalten werden, hat das Management betont, dass das Erreichen der Umsatzziele im Cloud-Geschäft von einem günstigen makroökonomischen Umfeld und einer schnellen Lösung der Handelsspannungen abhängt", erklärt Harvey Robinson, Analyst bei Panmure Liberum. "Bisher wurde jedoch kein Zusammenhang zwischen den von Zöllen betroffenen Sektoren und einem Rückgang der Softwarenachfrage beobachtet", fügt der Experte hinzu. Nach dem Rückgang des Aktienkurses sind diese Ergebnisse beruhigend, bemerkt Charles Brennan von Jefferies.
Der Kursanstieg von SAP verhilft dem deutschen DAX zu einer zusätzlichen Performance, die sich von einem ohnehin schon hohen europäischen Durchschnitt am 23. April abhebt: Der Frankfurter Leitindex legt in den ersten Handelsstunden um 2,3 % zu.


















