Australische Aktien gaben am Freitag nach, angeführt von Bank- und Goldwerten, während der Öl- und Gasproduzent Santos um 11% zulegte, nachdem er erste Gespräche mit dem größeren Rivalen Woodside Energy über eine 53 Milliarden Dollar schwere Fusion bestätigt hatte.

Der S&P/ASX 200 Index sank um 0,24% auf 7.157,00 (Stand: 0038 GMT). Er war jedoch auf dem Weg zu seiner besten Woche seit dem 3. November mit einem Plus von mehr als 1%, wenn die Gewinne anhalten.

Schwergewichtige Bankaktien waren die größten Belastungsfaktoren für den Leitindex, da alle "Big Four" Banken von ihren starken Zuwächsen, die sie zu Beginn der Woche verzeichnet hatten, zurückfielen, nachdem die australische Wirtschaft im dritten Quartal kaum gewachsen war, was die Zentralbank darin bestärkte, die Geldpolitik nicht mehr zu straffen.

Der Banken-Subindex fiel um bis zu 0,8% und verzeichnete damit den stärksten Tagesrückgang seit dem 16. November. Die größten Kreditgeber Commonwealth Bank of Australia und National Australia Bank verloren jeweils 1%.

Entgegen dem Trend stieg der Energieindex um bis zu 1,8%, angekurbelt durch Santos, die bis zu 11% zulegten, nachdem der Öl- und Gasproduzent vorläufige Fusionsgespräche mit Woodside Energy bestätigt hatte, aus denen ein globaler Öl- und Gasriese hervorgehen würde.

Santos verzeichnete seinen besten Tag seit dem 10. November 2020, während die Aktien von Woodside um bis zu 3% fielen.

Der Gold-Subindex gab um bis zu 1,4% nach, wobei Northern Star Resources um bis zu 2,4% und Evolution Mining um bis zu 1,9% nachgaben.

Der schwergewichtige Bergbauindex stieg um 0,4%, angeführt von BHP Group, die bis zu 0,6% zulegten.

Unterdessen stellte die australische Regierung im Rahmen der größten Umstrukturierung seit drei Jahrzehnten eine neue politische Struktur der Zentralbank des Landes vor, wobei das Inflationsziel von 2% bis 3% im Mittelpunkt steht.

Der neuseeländische Benchmark-Index S&P/NZX 50 fiel um bis zu 0,8% auf 11.408,25. Der Benchmark war jedoch auf dem besten Weg, die Woche mit einem Plus von 0,6% zu beenden und damit den sechsten Wochengewinn in Folge zu erzielen.