Frankfurt (Reuters) - Europas größte Kupferhütte Aurubis hat vor allem dank höherer Schmelz- und Raffinierlöhne im dritten Quartal ihres Geschäftsjahres einen Gewinnsprung erzielt.

Das Ergebnis vor Steuern legte um 21 Prozent auf 115 Millionen Euro zu, obwohl der Umsatz um 17 Prozent auf 4,1 Milliarden Euro zurückging, wie das im MDax gelistete Unternehmen am Montag mitteilte. Aurubis habe auch von einer höheren Kupferprämie, einem gestiegenen Einsatz von Recyclingmaterial und einer starken Nachfrage nach Gießwalzdraht profitiert. Hinzu kamen 15 Millionen Euro an Versicherungserstattungen für Überflutungen am Standort Stolberg im Jahr 2021. Dagegen sei die Nachfrage nach Flachwalzprodukten gesunken und die Kosten inflationsbedingt gestiegen.

Alles in allem hält Aurubis an seiner Prognose fest, im laufenden Geschäftsjahr, das am 30. September endet, vor Steuern 450 bis 550 Millionen Euro zu erzielen. Im Vorjahr hatte das Hamburger Unternehmen 532 Millionen Euro verdient. "Wir verfolgen aufmerksam die konjunkturellen Entwicklungen in Europa, die in wichtigen Industrien eine abnehmende Aktivität erwarten lassen", erklärte Vorstandschef Roland Harings.

Größter Aurubis-Aktionär ist mit 30 Prozent der Stahlkonzern Salzgitter.

(Bericht von Sabine Wollrab. Redigiert von Olaf Brenner. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)