Einloggen
Einloggen
Oder einloggen mit
GoogleGoogle
Twitter Twitter
Facebook Facebook
Apple Apple     
Registrieren
Oder einloggen mit
GoogleGoogle
Twitter Twitter
Facebook Facebook
Apple Apple     
  1. Startseite
  2. Aktien
  3. Deutschland
  4. Xetra
  5. RWE AG
  6. News
  7. Übersicht
    RWE   DE0007037129   703712

RWE AG

(703712)
  Bericht
Verzögert Xetra  -  17:39:54 27.01.2023
41.16 EUR   -1.67%
27.01.Klimaminister Habeck ruft Klimaaktivisten zu Gewaltverzicht auf
DP
27.01.Bernstein hebt Ziel für RWE auf 53 Euro - 'Outperform'
DP
27.01.Pvr : RWE Aktiengesellschaft: Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der europaweiten Verbreitung
EQ
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivateFonds 
ÜbersichtAlle NewsAnalystenempfehlungenAndere SprachenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchen-NewsMarketScreener Analysen

Schnellerer Kohleausstieg im Westen - Strittige Pläne zu Symbol-Dorf

04.10.2022 | 21:12

(mit Aussagen zum Osten im 5. Absatz)

BERLIN/DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Der Kohleausstieg im Rheinischen Revier in Nordrhein-Westfalen soll um acht Jahre auf das Jahr 2030 vorgezogen werden. Angesichts der aktuellen Energiekrise sollen zugleich zwei Braunkohlekraftwerke länger als bisher geplant laufen. Die Siedlung Lützerath, die ein Symbol für die Klimaschutzbewegung ist, soll abgerissen werden, um dort Kohle zu fördern. Das sind Eckpunkte einer am Dienstag vorgelegten Vereinbarung zwischen dem Bundeswirtschaftsministerium, dem NRW-Wirtschaftsministerium und dem Energiekonzern RWE.

Was konkret geplant ist:

Die Vereinbarung sieht vor, dass die RWE-Kohlekraftwerke Neurath F und G sowie Niederaußem K mit insgesamt 3000 Megawatt bereits Ende März 2030 vom Netz gehen. Laut geltendem Gesetz ist das bisher bis Ende 2038 vorgesehen.

Um angesichts der Energiepreiskrise in der Stromerzeugung kurzfristig Gas zu sparen, soll stärker Braunkohle genutzt werden. Die Kraftwerksblöcke Neurath D und E, die eigentlich bis Ende 2022 abgeschaltet werden sollten, sollen nun bis Ende März 2024 in Betrieb bleiben - mit der Option auf ein weiteres Jahr. In der Energiekrise sind bereits Steinkohle- und Braunkohlekraftwerke aus der Reserve geholt worden. Um die Energiewende zu beschleunigen, will RWE neue, wasserstofffähige Gaskraftwerke bauen.

Der beschleunigte Kohleausstieg soll nicht zulasten der Beschäftigten gehen. "Uns war wichtig, dass auch der Bund zugesichert hat, die gesetzlichen Regelungen so anzupassen, dass niemand ins Bergfreie fällt", so RWE-Chef Markus Krebber. Der Vorsitzende der Bergbaugewerkschaft IG BCE, Michael Vassiliadis, sagte: "Wir werden dafür sorgen, dass Bund und Konzern von den Zusicherungen kein Jota abweichen."

Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) sagte, man rede auch mit den Betreibern der Kraftwerke in den ostdeutschen Braunkohlerevieren über einen früheren Ausstieg. Staatssekretär Michael Kellner sagte: "Jetzt gilt es, auch in Ostdeutschland das Ausstiegsziel 2030 anzupeilen." Das aber ist im Osten umstritten.

Was die Pläne für den Klimaschutz bedeuten:

Habeck musste in der Energiekrise die für die Grünen schmerzhafte Nachricht verkünden, dass klimaschädliche Kohlekraftwerke aus der Reserve geholt werden. Auch zwei Atomkraftwerke sollen länger als geplant laufen, und zwar bis ins erste Quartal 2023. Das Paket mit RWE wurde nun von den Grünen als ein großer Schritt hin zu mehr Klimaschutz bewertet. Die Energiepreiskrise drohte zuletzt den Klimaschutz als Kernthema der Grünen zu überschatten.

Trotz der gegenwärtigen Energiekrise gehe es darum, die Weichen für die Zukunft zu stellen, sagte Habeck mit Blick auf den Klimawandel. Durch den geplanten früheren Braunkohleausstieg im Rheinischen Revier werden laut Ministerium rund 280 Millionen Tonnen CO2 nicht mehr emittiert. Ursprünglich sei mit dem Kohleausstieg 2038 das Doppelte genehmigt worden.

"Es ist vernünftig, mehr Kohle des Rheinischen Reviers im Boden zu lassen und für den Klimaschutz den Kohleausstieg hier vorzuziehen", sagte Ottmar Edenhofer, Klimaökonom und Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. "Gleichzeitig muss aber sichergestellt sein, dass wir nicht in Engpässe bei der Stromversorgung kommen - deshalb muss zugleich der Ausbau der Erneuerbaren sehr rasch vorangebracht werden." Auch die Energieexpertin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung sagte, wichtig sei vor allen Dingen der schnellere Ausbau der erneuerbaren Energien. "Je schneller sie ausgebaut werden, desto weniger Kohle muss abgebaggert und desto weniger Orte umgesiedelt werden."

Was das für Dörfer bedeutet:

Für die Dörfer Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath sowie drei Höfe gibt es nun Gewissheit: Sie müssen definitiv nicht den Baggern weichen, ihre Bewohner haben dort also eine Zukunft. Überraschend kommt das aber nicht, letztlich war dies angesichts von Wortmeldungen aus der schwarz-grünen Landesregierung in NRW schon mehr oder minder klar. Trotzdem ist es für die Bewohner beruhigend, nun Gewissheit zu haben. Der bekannteste Ort aus der Gegend aber wird verschwinden: Lützerath. Die Siedlung, in welcher der letzte dort gemeldete Bewohner unlängst frustriert auszog, wird abgerissen werden, damit das darunter befindliche große Kohlevorkommen gefördert werden kann.

Umweltschützer und die Grüne Jugend - also Parteifreunde von Minister Habeck und NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur - äußerten scharfe Kritik. Die Grüne Jugend schrieb auf Twitter, die Kohle unter Lützerath werde nicht mehr gebraucht. "Im Gegenteil: Damit heizen wir die Klimakrise weiter an." Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland meinte, die Grünen opferten Lützerath.

Die Proteste am Ort dürften in den kommenden Monaten zunehmen. "Wir werden das Dorf mit der gesamten Klimagerechtigkeitsbewegung schützen, das wird ähnlich wie im Hambacher Forst", sagte Christopher Laumanns von der Organisation "Alle Dörfer bleiben!". Der Hambacher Forst, der am Rand des Braunkohletagebaus liegt, galt und gilt als Symbol der Auseinandersetzung zwischen Klimaschützern und der Kohlebranche.

Warum es Kritik aus der Koalition gibt:

Die FDP sprach von einem nicht abgestimmten Vorschlag Habecks und wandte sich gegen "politisch festgelegte Abschalttermine". Fraktionsvize Lukas Köhler sagte: "Damit der Kohleausstieg bis 2030 gelingen kann, müssen nicht nur die erneuerbaren Energien sowie die notwendigen Netze in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen, sondern auch deutlich mehr flexible Gaskraftwerke als bisher." Niemand könne mit Gewissheit sagen, dass dies alles exakt wie geplant gelingen werde. Zwar stehe die FDP zu dem im Koalitionsvertrag vereinbarten Ziel, den Kohleausstieg "idealerweise" bis 2030 zu vollziehen. Vereinbart worden sei aber auch, von einer Änderung des Kohleausstiegsgesetzes zu diesem Zweck abzusehen - genau das aber plant Habeck nun./wdw/DP/he


© dpa-AFX 2022
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
AUSTRALIAN DOLLAR / EURO (AUD/EUR) 0.00%0.6535 verzögerte Kurse.2.57%
BRITISH POUND / EURO (GBP/EUR) 0.00%1.1404 verzögerte Kurse.0.87%
CANADIAN DOLLAR / EURO (CAD/EUR) -0.02%0.691443 verzögerte Kurse.-0.04%
INDIAN RUPEE / EURO (INR/EUR) 0.08%0.011289 verzögerte Kurse.-0.13%
RWE AG -1.67%41.16 verzögerte Kurse.-1.03%
UK 10Y CASH 0.16%3.3255 verzögerte Kurse.-9.57%
US DOLLAR / EURO (USD/EUR) -0.01%0.920302 verzögerte Kurse.-1.75%
Alle Nachrichten zu RWE AG
27.01.Klimaminister Habeck ruft Klimaaktivisten zu Gewaltverzicht auf
DP
27.01.Bernstein hebt Ziel für RWE auf 53 Euro - 'Outperform'
DP
27.01.Pvr : RWE Aktiengesellschaft: Veröffentlichung gemäß § 40 Abs. 1 WpHG mit dem Ziel der eur..
EQ
26.01.MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Technologiesektor mit Zahlen im Blick
DJ
26.01.MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - US-BIP setzt keine Akzente
DJ
26.01.DZ Bank belässt RWE auf 'Kaufen' - Fairer Wert 53 Euro
DP
26.01.UBS belässt RWE auf 'Buy' - Ziel 50 Euro
DP
26.01.RWE und PPC genehmigen fünf Photovoltaik-Projekte in Griechenland
MT
26.01.MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Techsektor mit Geschäftszahlen im Blick
DJ
26.01.Barclays belässt RWE auf 'Overweight' - Ziel 54 Euro
DP
Mehr Börsen-Nachrichten
News auf Englisch zu RWE AG
27.01.News Highlights: Top Energy News of the Day
DJ
26.01.Utilities Up, But not by Much, Amid Cyclical Bias -- Utilities Roundup
DJ
26.01.RWE, PPC Approve Five Photovoltaic Projects in Greece
MT
26.01.European Midday Briefing: Mood Brighter on Economic Outlook, U...
DJ
26.01.Public Power Corp, RWE to build five solar farms in Greece
RE
25.01.RWE exceeds own forecast thanks to strong core business
DP
25.01.German Stocks Little Changed as Optimism for Economy Grows
MT
25.01.Boosted by gas plants, RWE blows past guidance with preliminary results
RE
25.01.Germany's RWE Expects FY22 Adjusted Net Income to Top Guidance Range
MT
25.01.RWE 2022 Earnings Top Targets Amid Strong 4Q
DJ
Mehr Börsen-Nachrichten auf Englisch
Analystenempfehlungen zu RWE AG
Mehr Empfehlungen
Finanzkennziffern
Umsatz 2022 28 843 Mio 31 310 Mio -
Nettoergebnis 2022 2 685 Mio 2 914 Mio -
Nettoverschuldung 2022 7 809 Mio 8 477 Mio -
KGV 2022 10,4x
Dividendenrendite 2022 2,20%
Marktwert 27 833 Mio 30 214 Mio -
Marktwert / Umsatz 2022 1,24x
Marktwert / Umsatz 2023 1,01x
Mitarbeiterzahl 18 382
Streubesitz 92,9%
Chart RWE AG
Dauer : Zeitraum :
RWE AG : Chartanalyse RWE AG | MarketScreener
Vollbild-Chart
Chartanalyse-Trends RWE AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsAnsteigendNeutralNeutral
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkaufen
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung KAUFEN
Anzahl Analysten 17
Letzter Schlusskurs 41,16 €
Mittleres Kursziel 51,79 €
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 25,8%
Verlauf des Gewinns je Aktie
Vorstände und Aufsichtsräte
Markus Krebber Chief Executive Officer
Michael Müller Chief Financial Officer
Werner Brandt Chairman-Supervisory Board
Dagmar Mühlenfeld Member-Supervisory Board
Ullrich Sierau Member-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Wert (M$)
RWE AG-1.03%30 214
ABU DHABI NATIONAL ENERGY COMPANY-9.04%95 496
SEMPRA ENERGY3.86%50 869
ELECTRICITÉ DE FRANCE0.38%48 846
NATIONAL GRID PLC3.07%46 793
ENGIE-2.93%34 174