--RWE profitiert u.a. von neuen Anlagen und Zukauf in USA

--Investitionen deutlich gesteigert

--Dividendenziel von 1,00 Euro für 2023 bestätigt

(NEU: Marktreaktion, weitere Details)

Von Eric Reinhard

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Energieversorger RWE hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres den Gewinn kräftig gesteigert. Der Konzern hat dabei weiter von einer sehr guten Entwicklung in den Segmenten Wasser/Biomasse/Gas und Energiehandel profitiert. Zudem trugen die Inbetriebnahme neuer Anlagen und der Zukauf von Con Edison in den USA zum Ergebnisanstieg bei. Der Ende Juli angehobene Ausblick wurde bestätigt.

Am Markt kommen die Geschäftszahlen in einer ersten Reaktion gut an. Sie sind auf der Ergebnisseite klar über den Erwartungen ausgefallen, heißt es. Allerdings habe der Versorger den Ausblick nur bestätigt, was für etwas Enttäuschung sorgen könnte.

Im Zeitraum Januar bis September lag das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bei 6,150 Milliarden nach 3,386 Milliarden Euro im Vorjahrszeitraum. Das bereinigte EBITDA im Kerngeschäft verbesserte sich laut Mitteilung auf 5,667 (2,760) Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT stieg auf 4,626 (Vj: 2,223) Milliarden Euro. Nach Steuern und Dritten erhöhte sich der Gewinn auf bereinigter Basis auf 3,382 (1,487) Milliarden Euro. Die Vorjahreszahlen wurden laut Mitteilung teilweise angepasst.

Analysten hatten beim bereinigten EBITDA 5,940 Milliarden Euro erwartet und beim bereinigten EBIT 4,391 Milliarden Euro. Das bereinigte Nettoergebnis wurde mit 3,138 Milliarden Euro prognostiziert.

Im Bereich Offshore-Wind stieg das bereinigte EBITDA auf 998 (859) Millionen Euro, dank der Inbetriebnahme neuer Kapazitäten. Im Segment Onshore Wind/Solar wurde ein bereinigtes EBITDA von 870 (663) Millionen Euro erzielt. Hier wirkte sich vor allem der Zukauf in den USA positiv aus. Bei Wasser/Biomasse/Gas stieg das bereinigte EBITDA auf 2,402 (1,164) Milliarden Euro. Grund sind laut Mitteilung höhere Erträge aus dem kurzfristigen Einsatz von Kraftwerken und höhere Margen. Der Energiehandel trug 1,334 Milliarden Euro bei, nach 194 Millionen im Vorjahr. Der erhebliche Anstieg ist dabei vor allem auf eine Wertberichtigung von 748 Millionen Euro im Vorjahr im Zusammenhang mit Russland-Sanktionen zurückzuführen.


   Investitionen deutlich gesteigert 

Die Investitionen wurden im Berichtszeitraum deutlich auf 10,3 Milliarden Euro gesteigert, nach 3,1 Milliarden im Vorjahreszeitraum. Dabei entfiel der überwiegende Teil auf den Zukauf von Con Edision mit 6,3 Milliarden Euro. Zudem flossen Mittel in neue Anlagen und Akquisitionen in den Niederlanden und Großbritannien. Das Portfolio erhöhte sich um 5,7 Gigawatt (GW). Wie RWE weiter mitteilt, befinden sich Projekte mit einer installierten Gesamtleistung von 7,8 GW im Bau.

"Unsere starke Investitionstätigkeit zahlt sich aus", so RWE-Finanzchef Michael Müller. "Seit dem Jahresbeginn ist unser Portfolio um rund sechs Gigawatt gewachsen. Das führt zu einer deutlich gesteigerten Stromproduktion aus Erneuerbaren Energien, die zu unserem Ergebniswachstum beiträgt."

Für 2023 rechnet der Konzern weiter mit einem bereinigten EBITDA von 7,1 bis 7,7 Milliarden Euro. Im Kerngeschäft sollen es 6,3 bis 6,9 Milliarden Euro sein. Beim bereinigten EBIT werden zwischen 5,0 und 5,6 Milliarden Euro angepeilt. Den bereinigten Nettogewinn sieht der Konzern bei 3,3 bis 3,8 Milliarden Euro. Auch das Dividendenziel von 1,00 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2023 wurde bestätigt. Für 2022 hatte RWE 0,90 Euro ausgeschüttet.

Kontakt zum Autor: eric.reinhard@wsj.com

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November 14, 2023 01:45 ET (06:45 GMT)