Rheinmetall meldete für das erste Quartal einen Umsatzanstieg von 46 % im Vergleich zum Vorjahr – getragen von der hervorragenden Entwicklung der Verteidigungssparte. Zwischen Januar und März erzielte der Konzern einen Umsatz von 2,31 Milliarden Euro und übertraf damit deutlich die Analystenschätzungen, die bei 1,95 Milliarden Euro lagen.

Die Umsätze im Rüstungsgeschäft schnellten um 73 % nach oben und führten zu einem Anstieg des operativen Gewinns in dieser Sparte um 96 %. Auf Konzernebene dürfte der operative Gewinn im ersten Quartal bei 199 Millionen Euro liegen – ein Plus von 49 % gegenüber dem Vorjahr und ebenfalls über den Analystenerwartungen, die bei 165,8 Millionen Euro lagen.

Rheinmetall gab zudem bekannt, dass sich die Auftragseingänge um beeindruckende 181 % auf 11 Milliarden Euro erhöht haben – maßgeblich durch Neuaufträge der deutschen Bundesregierung. Der gesamte Auftragsbestand erreichte mit 62,6 Milliarden Euro einen neuen Höchststand in der Unternehmensgeschichte.

Angesichts dieser starken Dynamik hält der Vorstand an seinen Prognosen für das Geschäftsjahr 2025 fest. Der Konzern strebt weiterhin ein Umsatzwachstum zwischen 25 % und 30 % gegenüber den 9,75 Milliarden Euro aus dem Jahr 2024 an und rechnet mit einer operativen Marge von 15,5 %, ohne dabei mögliche zusätzliche Impulse aus Europa, Deutschland oder der Ukraine einzupreisen.

Die vollständigen Zahlen für das erste Quartal werden am 8. Mai veröffentlicht. Die Rheinmetall-Aktie legt an der Frankfurter Börse deutlich zu und hat sich seit Jahresbeginn bereits mehr als verdoppelt. Damit ist Rheinmetall aktuell die zweitbeste Aktie im europäischen Leitindex Stoxx 600. Sechs der sieben Performance stärksten Werte des Index stammen 2025 aus der Rüstungsindustrie oder sind eng mit dieser verbunden – ein klarer Beleg für den Einfluss des geopolitischen Umfelds und der steigenden Verteidigungsetats in Europa.

Die starken Zahlen haben mehrere Analysten dazu veranlasst, ihre positive Einschätzung der Aktie zu bekräftigen. So bezeichnet Jefferies Rheinmetall – pointiert umgetauft in „Re-arm-Metall“ – weiterhin als ihren „Top Pick“ im Sektor. Trotz der beeindruckenden Kursrallye gelten die mittelfristigen Wachstumsperspektiven weiterhin als exzellent. Aus diesem Grund bleibt die Aktie auch ein fester Bestandteil des Europa-Portfolios von MarketScreener.