DOW JONES--Reliance Industries, Apollo Global Management und Lone Star Funds haben einem Agenturbericht zufolge Interesse an dem von BP zum Verkauf gestellten Schmierstoffgeschäft Castrol. Wie Bloomberg unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen berichtet, werden erste indikative Angebote in einigen Wochen erwartet. Dabei dürfte die saudi-arabische Aramco ein Gebot in Erwägung ziehen. Das Schmierstoffgeschäft könnte 8 bis 10 Milliarden US-Dollar einbringen. Dem Bericht zufolge hat BP bereits Informationen über den Geschäftsbereich an andere potenzielle Bieter wie Brookfield Asset Management und Stonepeak Partners geschickt.
Vertreter von BP, Apollo, Lone Star, Brookfield und Stonepeak lehnten eine Stellungnahme ab, während ein Vertreter von Reliance laut Bloomberg nicht unmittelbar auf eine Bitte um Stellungnahme reagierte.
Reliance, Inc. ist ein diversifizierter Anbieter von Metalllösungen und verfügt über ein Metall-Service-Center in Nordamerika. Das Unternehmen bietet Mehrwertdienstleistungen in der Metallverarbeitung an und vertreibt ein komplettes Sortiment von mehr als 100.000 Metallprodukten, darunter Legierungen, Aluminium, Messing, Kupfer, Kohlenstoffstahl, Edelstahl, Titan, Spezialbleche aus Kohlenstoffstahl und legiertem Stahl sowie Rundstäbe und Spezialstahlprodukte. Das Unternehmen beliefert verschiedene Branchen wie die allgemeine verarbeitende Industrie, den Nichtwohnungsbau (einschließlich Infrastruktur), das Transportwesen (Schienenverkehr, LKW-Anhänger und Schiffbau), die Luft- und Raumfahrt (Handel, Militär, Verteidigung und Raumfahrt) sowie die Schwerindustrie und den Energiesektor (Öl und Erdgas). Darüber hinaus bietet das Unternehmen Dienstleistungen für die Autoindustrie an, vor allem durch seine Mautabwicklung. Das Unternehmen verfügt über ein Netzwerk von rund 315 Standorten in 40 Bundesstaaten und in 12 Ländern, darunter Belgien, Kanada, China, Frankreich, Indien, Malaysia, Mexiko, Singapur, Südkorea, die Türkei, die Vereinigten Arabischen Emirate und das Vereinigte Königreich.