Die jüngste Auktion Dänemarks für Windkraftlizenzen in der Nordsee hat keine Gebote erbracht. Das Ergebnis ist "sehr enttäuschend", erklärte der dänische Minister für Energie und Klima Lars Aagard.

Die dänische Energiebehörde beabsichtigt daher, einen Dialog mit den Marktteilnehmern aufzunehmen, um die Gründe für das Ausbleiben von Geboten zu ermitteln. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor.

Der einheimische Energieriese Ørsted sagte, dass er wegen eines ungünstigen Risiko-Ertrags-Verhältnisses, aber auch aufgrund von Einflussfaktoren der Branche wie Inflation, Zinssätze und Engpässe in der Lieferkette nicht bieten wollte.

Die Bank von Åland kommentierte das mangelnde Interesse in ihrem Morgenbrief.

"Unserer Ansicht nach spiegelt dies die einfache Tatsache wider, dass es nach wie vor schwierig ist, ohne Subventionen oder garantierte Strompreise eine wirtschaftlich tragfähige Kalkulation zu erhalten", schreibt die Bank.

Sie weist auch darauf hin, dass die Windenergie in Dänemark bereits eine hohe Marktdurchdringung hat, so dass die Investoren stark von den Exportmengen abhängig sind.

"Wir stellen auch fest, dass mehrere der großen Ölgesellschaften (darunter Shell und Equinor) derzeit ihre Strategien für erneuerbare Energien überarbeiten, was die Zahl der Bieter reduziert", schreibt die Bank of Åland, die dies als negativ für Vestas ansieht.