Der dänische Pharmakonzern konnte im ersten Quartal einen Umsatzanstieg von 18 % verbuchen und erzielte einen operativen Gewinn von 38,8 Milliarden Dänischen Kronen – über den Erwartungen der Analysten. Hinter diesen überzeugenden Zahlen verbirgt sich jedoch eine Absenkung der Jahresprognose für 2025. Grund ist ein stärker als erwarteter Rückgang der GLP-1-Verschreibungen in den USA, die zunehmend durch lokal hergestellte Alternativen verdrängt werden. Novo rechnet nun mit einem Umsatzwachstum von 13 % bis 21 % (zuvor: 16 % bis 24 %) und einem operativen Gewinnwachstum von 16 % bis 24 % (zuvor: 19 % bis 27 %). Eine vorsichtige Anpassung in einem US-Markt, der immer schwerer zu lesen ist.
Das Fazit fällt knapp, aber treffend aus: Kein Grund zur Euphorie, aber auch kein Desaster. Und nach einem Kursrückgang von 30 % im laufenden Jahr und fast 50 % binnen zwölf Monaten ist ein Teil der Enttäuschung längst eingepreist.
Novo ist schon seit geraumer Zeit vom Podest gestürzt. Der Markt hatte erwartet, dass der dänische Konzern gemeinsam mit seinem Rivalen Eli Lilly über Jahre hinweg von der scheinbar unantastbaren Duopolstellung im Markt für Adipositas-Medikamente profitieren würde. Doch die Eintrittsbarrieren erwiesen sich als weniger hoch als angenommen – das erwartete exponentielle Wachstum wurde deutlich relativiert. Es bleibt dennoch ein Premium-Geschäft: Pharmariesen dieser Größenordnung mit zweistelligen Wachstumsraten sind rar gesät. Doch der Traum ist geplatzt.
Vielleicht sogar übermäßig: Novo wird derzeit mit weniger als dem 14-Fachen des für 2026 erwarteten Gewinns bewertet. Das ist günstig genug, um trotz der reduzierten Prognose Kaufgelegenheiten zu eröffnen. Die Aktie, traditionell volatil, legte zum Handelsauftakt rund 4 % zu.




















