ZÜRICH (Dow Jones)--Der schweizerische Aktienmarkt hat den Handel am Freitag schwächer beendet. Marktteilnehmer verwiesen auf die negativen Vorgaben der US-Börsen, wo besonders die zuletzt gut gelaufenen Technologiewerte Gewinnmitnahmen verzeichneten. Auch die anstehenden Neuwahlen in Frankreich hätten die Anleger zurückhaltend agieren lassen. Dazu gesellten sich am Freitag schwache Einkaufsmanagerindizes aus Europa, die allerdings Zinssenkungsfantasie mit Blick auf die Europäische Zentralbank schürten.

Der SMI verlor 1 Prozent auf 12.013 Punkte. Von den 20 SMI-Werten verbuchten 19 Kursverluste, einziger Gewinner war die Roche-Aktie. Umgesetzt wurden 63,95 (zuvor: 17,9) Millionen Aktien. Das überdurchschnittlich hohe Umsatzvolumen war bedingt durch den Großen Verfalltermin am Freitag.

Anleger trennten sich von Zyklikern wie Holcim (-3,5%), Sika (-1,9%) und Geberit (-1,2%). ABB (-2,8%) wurden von einer Verkaufsempfehlung der Deutschen Bank belastet. UBS verbilligten sich um 3,2 Prozent. Bankenwerte seien europaweit wegen der anstehenden französischen Parlamentswahlen und der damit verbundenen Unsicherheit gemieden worden, hieß es dazu aus dem Handel.

Besser als der Markt hielten sich die beiden Pharmawerte Novartis (-0,4%) und Roche (+1,1%). Das als defensiv geltende SMI-Schwergewicht Nestle gab hingegen um 1,3 Prozent nach.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/cln/cbr

(END) Dow Jones Newswires

June 21, 2024 11:40 ET (15:40 GMT)