FRANKFURT (Dow Jones)--Am deutschen Aktienmarkt ist es am Rosenmontag nach oben gegangen. Mit Unterstützung der Wall Street nahm der DAX am Nachmittag nochmals die 17.000er Marke, der Index stieg um 0,7 Prozent auf 17.037 Punkte. Damit schloss der DAX nur 13 Punkte unter seinem Allzeithoch. Anleihen traten mehrheitlich auf der Stelle, so dass es von dieser Seite kein Störfeuer gab. Positiv ist sicherlich, dass Gas mit Notierungen unter 26 Euro je Megawattstunde aktuell so billig ist wie lange nicht mehr - und das mitten im Winter.

Die Nachrichtenlage wie auch die Umsätze waren dünn, das dürfte sich am Dienstag ändern, wenn die Inflationsdaten aus den USA für den Januar vorgelegt werden. Die Daten sind für die Entscheidung der Fed über den Zeitpunkt einer Zinssenkung von entscheidender Bedeutung, die Erwartungen für eine Zinssenkung im März wurden jüngst deutlich zurückgeschraubt.


   Energiewerte profitieren von Zahlen und Hochstufungen 

Nordex schlossen nach Zahlenvorlage 10,5 Prozent im Plus. Die Citigroup sprach von einem "anständigen" vierten Quartal. Der Umsatz habe sich besser als erwartet entwickelt, das EBITDA etwas besser als die Citi-Schätzung - die Konsenserwartung wurde jedoch verfehlt. Die Geschäftszahlen dürften mit Blick auf das laufende Jahr für eine gewisse Erleichterung sorgen.

Top-Performer im DAX waren Siemens Energy mit plus 5,7 Prozent. Hier halfen zum einen die Geschäftszahlen von Nordex und zum anderen ein auf 16 nach 15 Euro erhöhtes Kursziel durch Barclays. Die Analysten sehen großes Potenzial in der Aktie von Siemens Energy, was sie zu einer seltenen Gelegenheit im Kapitalgütersektor mache. Die Analysten verwiesen auf die gute Entwicklung des Gas- und Stromgeschäfts. Vom Geschäft mit Windenergie kämen keine weiteren schlechten Nachrichten, und die Risiken für die Bilanz nähmen ab. Zudem nahmen die Kollegen der Bank of America ihr Votum auf "Kaufen" hoch.

Bei Rheinmetall ging es 3,7 Prozent nach oben. Bundeskanzler Olaf Scholz besuchte anlässlich des Baustarts einer neuen Munitionsfabrik den Rüstungskonzern. Angesichts der Bedrohung durch Russland hat Scholz eine deutliche Steigerung der Rüstungsproduktion in Europa gefordert. Die europäischen Partner müssten ihre Bestellungen bündeln und der Rüstungsindustrie Abnahmesicherheit für die nächsten Jahrzehnte geben.


=== 
INDEX                                   zuletzt  +/- %  +/- % YTD 
DAX                                   17.037,35  +0,7%     +1,71% 
DAX-Future                            17.096,00  +0,6%     +0,97% 
XDAX                                  17.029,85  +0,4%     +1,56% 
MDAX                                  26.095,34  +1,4%     -3,84% 
TecDAX                                 3.429,29  +0,4%     +2,75% 
SDAX                                  13.884,11  +1,3%     -0,55% 
zuletzt                                        +/- Ticks 
Bund-Future                            133,49%     +8 
YTD - bezogen auf Schlusskurs Vortag 
 
Index   Gewinner  Verlierer  unv.  Umsatz Mio Euro  Mio Aktien  Vortag 
DAX           31          8     1          2.281,6        53,5    62,4 
MDAX          45          5     0            410,8        20,1    21,5 
TecDAX        20          8     2            618,0        14,9    17,2 
SDAX          56         11     3            104,1         7,8     9,2 
=== 

Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/flf

(END) Dow Jones Newswires

February 12, 2024 11:50 ET (16:50 GMT)