(Alliance News) - Die Verhandlungen zwischen dem italienischen Unternehmen Moltiply - ehemals Mutui Online - und der deutschen ProSiebenSat über die Übernahme von Verivox, dem Portal, das Angebote für Gas, Strom, Konnektivität und andere Dienstleistungen in Deutschland vergleicht, gehen weiter, schrieb La Repubblica am Mittwoch.

Der deutsche Fernsehsender, an dem Berlusconis MFE einen Anteil von 29,9% hält, wollte 400 Millionen Euro aus dem Verkauf und etwa 800 Millionen Euro aus anderen, nicht mit dem Fernsehen zusammenhängenden Vermögenswerten erhalten.

Laut Finanzquellen, über die die Zeitung berichtet, liegt die aktuelle Bewertung für den Verkauf jedoch bei rund 300 Millionen Euro in bar, wobei Bloomberg sogar über einen weiteren Rückgang auf 250 Millionen Euro spekuliert.

Laut Repubblica könnten die Verhandlungen bis Ende des Jahres abgeschlossen werden, wobei die Positionen des ProSiebenSat-Verwaltungsrats und des Verivox-Minderheitsaktionärs General Atlantic, der ein Vetorecht besitzt, noch zu bewerten sind.

Laut Quellen, die dem Dossier nahe stehen, wäre der Private-Equity-Fonds auch geneigt, seine Beteiligung an Moltiply zu verkaufen.

ProSiebenSat muss dringend seine Schulden abbauen, um eine weitere Korrektur der bereits im letzten November geänderten Ziele für 2024 nach unten zu vermeiden.

Das Unternehmen kann es sich jedoch nicht leisten, Verivox zu veräußern. Verivox ist sein wichtigster nicht-strategischer Vermögenswert und wird in diesem Jahr voraussichtlich ein EBITDA von rund 40 Mio. EUR erwirtschaften.

Von Claudia Cavaliere, Alliance News Reporterin

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