Klimaschutz bei METRO
Der Klimawandel bringt für METRO sowohl Risiken als auch Chancen mit sich. Physikalische Risiken können unser Geschäft direkt oder indirekt beeinflussen. Beispielsweise können sich Veränderungen bei Niederschlagsmengen oder -häufigkeiten auf Preise und Verfügbarkeit von landwirtschaftlichen Produkten auswirken. So war 2024 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen und das erste Jahr in dem die globale Jahresdurchschnittstemperatur 1,5 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau lag. Insgesamt nehmen extreme Wetterereignisse zu. Dies kann zu Ernteeinbußen führen und sich somit auf den Betrieb unserer Standorte auswirken.
Diesen Risiken begegnen wir, indem wir beispielsweise durch unser Beschaffungs- und Supply-Chain-Management die erforderlichen Strukturen schaffen, um die Warenverfügbarkeit jederzeit sicherzustellen. Wir investieren unter anderem in technische Maßnahmen zur Energieeinsparung, in Energiemanagementsysteme nach ISO 50001, in die Umstellung auf weniger klimagefährdende Kühlmittel sowie in Programme zur Änderung des Verhaltens jedes einzelnen Mitarbeiters. Darüber hinaus setzen wir uns für eine nachhaltigere, CO2-ärmere Beschaffung von Produkten ein, um einen Beitrag zu Reduzierung von CO2 in der Wertschöpfungskette zu leisten.
Unser Anspruch ist es, Nachhaltigkeit als Chance zu begreifen. Nicht nur die globale Bedeutung wird weiter steigen, sondern auch die Erwartungen von Kunden, Mitarbeitern, Investoren, Politik und Gesellschaft an klimafreundlichen Produkten und Geschäftsprozessen werden zunehmen. Eine konsequente Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist daher sowohl aus ökologischer als auch ökonomischer Sicht notwendig. Wir investieren in die Einhaltung unserer Klimaschutzziele und treiben eine nachhaltige Transformation der Wertschöpfungsketten aktiv voran. Und mit der konsequenten Integration der Klimaschutzziele in unsere Wachstumsstrategie sCore zeigen wir, dass Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit gemeinsam funktionieren.
Seit 2006 informieren wir im Rahmen unserer Teilnahme am CDP Climate Change Survey öffentlich über unsere Klimaschutzstrategie, die Risiken und Chancen aus dem Klimawandel und das Emissions-Management.
Klimabilanz und KlimaschutzzielIm Jahr 2015 hat sich die Weltgemeinschaft in Paris darauf geeinigt, die Erderwärmung auf maximal 2 Grad Celsius, möglichst auf 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Niveau, zu begrenzen. Das 1,5 Grad Ziel wurde 2018 vom IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) untermauert und steht im Fokus der Science Based Target Initiative (SBTi) sowie der kommenden EU-Gesetzgebung.
Um dieses Ziel zu erreichen, ist eine deutliche Reduktion der weltweiten Treibhausgasemissionen notwendig. METRO reduziert beständig die Treibhausgasemissionen und ist seit 2019 Mitglied der SBTi. Im Juni 2025 sind die wissenschaftlich fundierten Ziele gemäß den SBTi-Standards aktualisiert worden.
METRO engagiert sich für die folgenden Ziele1:Reduzierung der Scope 1 Emmissionen2- und Scope 2 Emissionen3 um 42 % bis 2030 (BY: 2019/2020)
Reduzierung der Scope 3 Emmissonen4 (Wertschöpfungskette ohne FLAG5) um 25 % bis 2030 (BY: 2021/22)
Reduzierung der Scope 3 Emissionen (Wertschöpfungskette FLAG) um 30,3 % bis 2030 (BY: 2021/2022)
Darüber hinaus strebt METRO bis 2050 im Bereich der Emissionen eine Netto-Null6 an.
Methodik und Berichtsgrenzen
Die Basis für unsere Berichterstattung sind der Corporate Accounting and Reporting Standard und der Corporate Value Chain Accounting and Reporting Standard des Greenhouse Gas Protocol. Mithilfe des 2011 eingeführten gruppenweiten Carbon Accounting Prozesses erfassen wir die konzernweiten Verbrauchsdaten für die genannten Emissionsquellen. Wir berichten die Gesamtwirkung aller Treibhausgasemissionen in Form von CO2-Äquivalenten, um neben CO2 auch die Auswirkungen der anderen Treibhausgase zu bewerten. Seit 2011 wird die Klimabilanz einer betriebswirtschaftlichen Prüfung durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unterzogen.
Im Jahr 2025 haben wir den Fokus der CO2-Berichterstattung im Bereich der Scope 3 Elemente erweitert. Eine dominante Rolle dabei spielt der Carbon Footprint unseres verkauften Sortiments, PCF = Product Carbon Footprint.
Hierbei berücksichtigen wir anhand der verkauften Produkte die Verkaufsmengen in Kilogramm, stellen diesen Produktgruppen individuelle Emissionsfaktoren gegenüber und errechnen einen CO2 Wert.
Als Ǫuelle für die Emissionsfaktoren beziehen wir uns auf diverse etablierte sekundäre Datenbanken. Aufgrund dieses erweiterten Ansatzes können wir eine umfassende Berichterstattung erreicht gewährleisten.
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Metro AG published this content on June 17, 2025, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on June 17, 2025 at 08:31 UTC.
















