SpringWorks, spezialisiert auf schwere Erkrankungen und insbesondere seltene Krebserkrankungen, verfügt über zwei Hauptprodukte:

  • Ogsiveo, zugelassen für desmoide Tumoren, mit einem Umsatz von 172 Millionen US-Dollar im Jahr 2024,

  • Gomekli, seit Februar zur Behandlung der NF1-PN (Neurofibromatose Typ 1 mit plexiformen Neurofibromen) zugelassen.

„Mit SpringWorks haben wir die einmalige Gelegenheit, eine führende Position im Bereich seltener Tumoren aufzubauen und eine solide Basis für weitere Investitionen in diesem Feld zu schaffen“, erklärte Peter Guenter, Mitglied des Vorstands und CEO der Gesundheitsdivision von Merck.

Dank seines globalen Netzwerks plant Merck, die Marktdurchdringung von SpringWorks auf neue Regionen auszuweiten.

Eine ambitionierte Akquisitionsstrategie

Diese Übernahme reiht sich in eine klare Wachstumsstrategie ein, die beim Investorentag im Oktober 2024 vorgestellt wurde. Es handelt sich um die erste Transaktion des Jahres, nach einer intensiven M&A-Aktivität im Jahr 2024, die unter anderem folgende Übernahmen umfasste:

  • Harpoon (Onkologie, USA)

  • Elanco’s Aqua (Tiergesundheit, USA)

  • Eyebio (Ophthalmologie, Großbritannien)

  • Mirus Bio (Biotechnologie, USA)

  • Unity-SC (Künstliche Intelligenz, Frankreich)

  • Hub Organoids (Biotechnologie, Niederlande)

Mit dieser Serie von Akquisitionen unterstreicht Merck KGaA seinen wachsenden Einfluss auf dem US-Pharmamarkt, der bereits 25,7 % des Konzernumsatzes ausmacht. Das Unternehmen kündigte an, sein Portfolio weiterhin durch gezielte Zukäufe zu erweitern – gestützt auf eine solide Finanzlage: Der freie Cashflow hat sich zwischen 2023 und 2024 auf 18,62 Milliarden US-Dollar verdoppelt.

Eine mittelfristig gewinnsteigernde Transaktion

Die Finanzierung der Übernahme erfolgt durch vorhandene Barmittel sowie durch neue Kredite. Merck bekräftigte das Ziel, seine Kreditwürdigkeit zu erhalten, und zerstreute damit bestehende Zweifel. Die Transaktion soll ab 2027 den Gewinn pro Aktie steigern und wird sofort zum Umsatz beitragen.

Mit diesem weiteren Schritt bekräftigt Merck seine Ambition, ein weltweit führendes Unternehmen im Bereich Wissenschaft und Technologie zu werden – gestützt auf eine doppelte Diversifikation sowohl geografisch als auch sektoral.