ZÜRICH (Dow Jones)--Der schweizerische Aktienmarkt hat am Dienstag den zweiten Tag in Folge mit Abgaben geschlossen. Die Schwäche des Euro zum Franken hielt zunächst an, doch im späten Geschäft erholte sich die Gemeinschaftswährung etwas. Marktteilnehmer sprachen von politischem Gegenwind in Europa - besonders im Bankensektor. Außerdem stehen am Mittwoch erstmals seit Juni 2020 neue US-Inflationsdaten und eine Sitzung der US-Notenbank am selben Tag auf dem Terminkalender. Allgemein wurde erwartet, dass die Fed die Leitzinsen unverändert belassen, sich aber falkenhaft äußern wird. Der SMI gab um 0,5 Prozent auf 12.073 Punkte nach. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 17 Kursverlierer und drei -gewinner gegenüber. Umgesetzt wurden 15,74 (zuvor: 17,85) Millionen Aktien.

Bankentitel zeigten sich europaweit schwach: "Den Banken bläst der politische Gegenwind ins Gesicht", so ein Marktteilnehmer. "Mit rechten Regierungen ist eine Kapitalmarkt- und Bankenunion kaum zu machen", sagte er. Grenzüberschreitende Fusionen würden ebenfalls unwahrscheinlich. UBS verbilligten sich um 1,0 Prozent. Die Bank erwartet den Abschluss der Integration der Credit Suisse weiterhin bis zum 1. Juli. Partners Group stiegen dagegen um 0,3 Prozent. Der Finanzkonzern hatte ein Programm im Bereich Private Equity erfolgreich geschlossen und das Ziel von 15 Milliarden US-Dollar übertroffen.

Daneben stand weiterhin die Gefahr eines Handelskriegs zwischen China, den USA und der EU im Raum. Dies belastete Aktien von Reedereien und Logistikgesellschaften. Händler verwiesen aber auch auf die klaren Entspannungssignale im Gaza-Krieg. Die Bedrohung durch Huthi-Rebellen im Roten Meer könnte dadurch sinken - und die Fachtraten ebenfalls. Für Kühne & Nagel ging es als SMI-Schlusslicht um 2,9 Prozent nach unten. Unter den Nebenwerten gerieten Medartis mit 4,7 Prozent unter Druck. CEO Christoph Brönnimann verlässt das Unternehmen, die Schlagzeile sorgte für Verunsicherung.

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June 11, 2024 11:42 ET (15:42 GMT)