Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde, die Financial Services Commission, hat den Vorsitzenden der K-Pop-Agentur HYBE, Bang Si-hyuk, zur staatsanwaltschaftlichen Untersuchung im Zusammenhang mit Aktivitäten während des Börsengangs des Unternehmens verwiesen. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap am Mittwoch.

Laut dem Bericht wirft die Kommission Bang Si-hyuk und drei weiteren Führungskräften vor, Investoren vor dem Börsengang im Jahr 2020 ,,getäuscht" zu haben. Sie sollen Anleger dazu gebracht haben, ihre Anteile an eine von ihnen kontrollierte Investmentfirma zu verkaufen und letztlich nach dem Listing von den Aktienverkäufen profitiert haben.

Die Financial Services Commission reagierte nicht auf telefonische Anfragen nach einer Stellungnahme.

HYBE erklärte in einer Stellungnahme gegenüber Reuters, man bedaure, dass die Erklärung des ,,größten Anteilseigners" - gemeint ist Bang - gegenüber den Finanzbehörden, ,,er habe keinen persönlichen Gewinn im Zusammenhang mit dem Börsengang angestrebt", nicht akzeptiert worden sei.

,,Wir respektieren die Entscheidung der Finanzaufsicht, werden aber unser Möglichstes tun, um alle diesbezüglichen Spekulationen im Rahmen der bevorstehenden Untersuchung proaktiv auszuräumen und so das Vertrauen des Marktes sowie unserer Stakeholder wiederherzustellen", hieß es weiter.

HYBE ist das Managementunternehmen der weltweit erfolgreichen Boygroup BTS.