Hensoldt hebt seine mittelfristigen Ziele deutlich an. Der deutsche Spezialist für Verteidigungselektronik strebt nun bis 2030 einen Umsatz von 6 Milliarden Euro an – eine Milliarde mehr als noch im Dezember 2024 angekündigt. Hintergrund ist der kräftige Anstieg der Rüstungsinvestitionen in Europa, ausgelöst durch die anhaltenden Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten. „Wir sind bereit, eine zentrale Rolle in zukünftigen Beschaffungsprogrammen Deutschlands und Europas zu übernehmen“, betont CEO Oliver Doerre.
Chloé Lemarie, Analystin bei Jefferies, stellt dennoch zwei entscheidende Fragen: Wie groß wird der tatsächliche Anteil sein, den Hensoldt aus diesen Verteidigungsbudgets sichern kann – und ab wann wird dieser Einfluss in den Zahlen spürbar sein?
Im ersten Quartal stiegen die Auftragseingänge um 5 % auf 701 Millionen Euro. Damit wuchs der Auftragsbestand auf knapp 7 Milliarden Euro an – ein solides Polster für die kommenden Jahre. Der Umsatz legte im gleichen Zeitraum um 20 % auf 395 Millionen Euro zu. Das EBITDA ging hingegen leicht auf 30 Millionen Euro zurück. Grund hierfür sind Investitionen in ein neues Logistikzentrum, das mittelfristig die Effizienz steigern soll.
Trotz der leichten Ergebnisdelle bestätigt der Konzern seine Jahresziele für 2025 – ein Signal der Zuversicht in einem zunehmend sicherheitsgetriebenen Umfeld.



















