H&M musste in den vergangenen sechs Monaten fünfzig Filialen schließen und verzeichnete in nahezu allen Märkten stagnierende oder rückläufige Umsätze – mit Ausnahme von Osteuropa, wo ein zweistelliges Wachstum das Gesamtergebnis rettete.

Dennoch ist eine deutliche Verbesserung der Rentabilität zu beobachten, mit einem Anstieg der Bruttomarge um fast 400 Basispunkte, während die allgemeinen und Verwaltungskosten stabil blieben – eine beachtliche Leistung angesichts des starken Inflationsdrucks.

Dies spiegelt sich in einem Anstieg des Betriebsgewinns um 40% im Vergleich zum Vorjahr wider. Das Management betont, dass dieser positive Trend nun seit vier Quartalen anhält und bekräftigt sein Ziel, bis 2024 eine Betriebsmarge von 10% zu erreichen.

Dies wäre das erste Mal seit 2017 und ein echter Hoffnungsschimmer nach dem tiefen Einbruch im Jahr 2014, als die besagte Betriebsmarge kontinuierlich sank. Im Gegensatz dazu präsentierten sich Zara, Primark, Uniqlo oder Shein in strahlender Verfassung.

Siehe hierzu auch Inditex: Beeindruckende Gewinnentwicklung (Alphavalue) und Fast Retailing: Premium-Bewertung.

Der Markt hat diese positiven Entwicklungen bei H&M zur Kenntnis genommen. Dies zeigt sich in einer beeindruckenden Erholung der Bewertung in den letzten zwei Jahren, die nun – unserer Meinung nach – mit mehr als zwanzigfachem Gewinn in einem wenig attraktiven Bereich liegt.

Wie wir in unserer vorherigen Ergebnisanalyse bereits erwähnt haben, ist es auch wichtig, sich vor optischen Täuschungen in Acht zu nehmen: In Dollar- oder Euroäquivalenten stagniert der Umsatz des Unternehmens seit zehn Jahren – eine Zeit, in der die schwedische Krone kontinuierlich an Wert verloren hat.