Der Eigentümer der Marken Amstel, Desperados, Tiger, Edelweiss und Affligem verzeichnete ein begrenztes Wachstum von 0,9 %, das maßgeblich durch Preiserhöhungen unterstützt wurde. Die abgesetzten Biermengen – ein Schlüsselindikator zur Leistungsbeurteilung in der Branche – sind um 2,1 % zurückgegangen. Die dennoch positive Reaktion lässt sich dadurch erklären, dass die Anleger mit geringeren Volumina gerechnet hatten, zumal das erste Quartal durch einen Kalendertag weniger (2024 war ein Schaltjahr) und das große Osterfest, das in das zweite Quartal fiel, beeinträchtigt wurde.

Das Unternehmen verkaufte mehr von seinen teureren Marken – wie die namensgebende Marke Heineken. Dies ist ein gutes Zeichen für die Rentabilität, auch wenn der Konzern die Details seiner Gewinne nur noch halbjährlich und jährlich veröffentlicht.

Der CEO des Unternehmens äußerte sich: „Trotz der Volatilität der Konsumtrends und der geopolitischen Lage entsprechen unsere Ergebnisse unseren Erwartungen."

Nach einem guten Start ins Jahr hat der niederländische Konzern seine Erwartungen für das gesamte Geschäftsjahr bestätigt, nämlich ein Wachstum des Betriebsgewinns von 4 bis 8 %. Die Anleger hatten mit möglichen Anpassungen aufgrund der durch Donald Trump ausgelösten Eskalation der Handelsspannungen gerechnet. Tatsächlich erzielt der Konzern etwas mehr als ein Drittel seiner globalen Einnahmen in den Amerika-Regionen. Heineken produziert jedoch den überwiegenden Teil seiner Produkte lokal, was die Auswirkungen begrenzen könnte.

Dennoch sind die Analysten von Jefferies skeptisch: „Wir glauben, dass der Markt die Übererfüllung der Konsensuserwartungen und das leichte Volumendefizit im Vergleich zum Konsens ignorieren wird, zumal das erste Quartal nicht in der Lage war, einen großen Teil der durch den Handelskrieg verursachten Belastungen einzufangen.“ Es ist wahr, dass die Folgen eines Handelskrieges in den kommenden Quartalen in den Bilanzen deutlicher sichtbar werden könnten, da der US-Präsident eine dreimonatige Verschiebung aller angekündigten Zolltarife verordnet hat. Die Sichtbarkeit in dieser Angelegenheit ist also momentan sehr gering.

In der Zwischenzeit setzt der Konzern seine Initiativen zur Stützung seiner Margen fort. Bedeutende Kosteneinsparungen – 400 Millionen Euro pro Jahr – wurden bei der Bekanntgabe der Ergebnisse für 2024 für die kommenden Jahre angekündigt.

Mit nur 16,5-mal den Gewinnen für dieses Jahr und 15-mal denen von 2026 wird die Aktie zu Tiefstpreisen im Vergleich zum vergangenen Jahrzehnt gehandelt.