Der Spielzeughersteller Hasbro hat im Zuge seiner jüngsten Sparmaßnahmen rund 3 % seiner globalen Belegschaft entlassen. Grund sind die gestiegenen US-Zölle auf Spielwaren aus China.
Von den Stellenstreichungen sind etwa 150 Mitarbeiter betroffen. Laut dem Jahresbericht für das Geschäftsjahr 2024 beschäftigte das Unternehmen weltweit rund 4.985 Mitarbeiter.
,,Wir passen unsere Unternehmensstruktur an unsere langfristigen Ziele an", erklärte Hasbro-Sprecherin Abby Hodes gegenüber Reuters.
Hasbro bezieht etwa die Hälfte seiner in den USA verkauften Spielzeuge und Spiele aus China. Der Spielwarenhersteller beschleunigt derzeit seine Bemühungen, die Beschaffungsquellen zu diversifizieren und die Abhängigkeit von China zu verringern.
Die anhaltenden Sorgen um einen globalen Handelskrieg nach den von US-Präsident Donald Trump verhängten Zöllen auf Handelspartner setzen die ohnehin mit schwacher Nachfrage kämpfende Spielwarenbranche zusätzlich unter Druck.
,,Letztlich führen Zölle zu höheren Verbraucherpreisen, möglichen Arbeitsplatzverlusten, da wir uns an die gestiegenen Kosten anpassen müssen, und zu geringeren Gewinnen für unsere Aktionäre", sagte Hasbro-CEO Chris Cocks während einer Telefonkonferenz zu den Quartalsergebnissen im April.
Das Unternehmen kündigte zudem an, in der besagten Telefonkonferenz auch die Logistikwege und die Produktion neu zu bewerten.
Bereits im Dezember 2023 hatte Hasbro angekündigt, weltweit 900 Stellen zu streichen - fast ein Jahr, nachdem das Unternehmen angekündigt hatte, aufgrund schwacher Verkaufszahlen 15 % seiner Belegschaft abzubauen.
Das ,,Wall Street Journal" berichtete am Dienstag erstmals über die aktuellen Stellenstreichungen. Dem Bericht zufolge sind die Entlassungen Teil einer mehrjährigen Umstrukturierung bei Hasbro. Der Play-Doh-Hersteller äußerte sich nicht zur genauen Anzahl der betroffenen Arbeitsplätze.
Im April konnte Hasbro die Erwartungen für das Quartalsergebnis übertreffen. Grund dafür war die strategische Ausrichtung auf digitale und lizenzierte Spiele, die es dem Unternehmen ermöglichte, jüngere Kunden anzusprechen - nachdem die Nachfrage im klassischen Spielwarengeschäft bereits seit etwa drei Jahren schwächelte.



















