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FRAPORT AG

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Fraport : Rede des Vorstandsvorsitzenden Dr. Stefan Schulte

19.01.2022 | 12:42

Hauptversammlung

der Fraport AG

virtuell durchgeführt am 01. Juni 2021

Redetext von Dr. Stefan Schulte,

Vorstandsvorsitzender der Fraport AG

Vorab veröffentlicht im Internet am 28. Mai 2021

Es gilt das gesprochene Wort am Tag der Hauptversammlung

  1. Einleitung

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren!

Auch ich begrüße Sie sehr herzlich zur Hauptversammlung der Fraport AG. Sie sehen uns hier erneut in einem Konferenzraum in unserer Unternehmenszentrale. Meine Kollegin und meine Kollegen aus dem Vorstand - Anke Giesen, Michael Müller, Dr. Pierre Dominique Prümm und Dr. Matthias Zieschang - verfolgen die Hauptversammlung online, ebenso wie die weiteren Aufsichtsratsmitglieder.

Vor einem Jahr haben wohl viele gehofft, dass wir uns in diesem Jahr wieder persönlich in der Frankfurter Jahrhunderthalle treffen können. Doch das Coronavirus wird uns noch länger begleiten und unseren Alltag prägen.

Und dennoch gibt es inzwischen auch Anlass zu Optimismus. Durch den enormen Fortschritt der Medizin und die Impfprogramme ist eine schrittweise Rückkehr zu einer gewissen Normalität absehbar. Wir sehen mittlerweile erste Lockerungen im Alltag, und wir können wieder Pläne machen - auch Urlaubspläne. Das ist eine gute Nachricht.

Eine Hauptversammlung ist aber immer auch ein Blick zurück. Ich möchte Ihnen heute berichten, vor welche Herausforderungen COVID-19 die Luftfahrt und insbesondere Ihr Unternehmen gestellt hat. Und, viel wichtiger: Wie wir gemeinsam auf diese Herausforderungen reagiert haben. Wie wir für Ihr Unternehmen - und damit für unsere Kunden, für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, aber auch für Sie, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre - den Weg in eine positive Zukunft gestalten.

Es steht außer Frage, dass dies die schwerste und längste Krise ist, die die moderne Luftfahrt jemals erlebt hat. Nur durch sehr schnelles und konsequentes Handeln konnten wir Ihr Unternehmen in dieser Phase im Gleichgewicht halten. Wir haben umfassende Sparmaßnahmen umgesetzt und unsere Liquidität massiv erhöht. Wir haben unsere Flughäfen im Eiltempo fit gemacht für einen Betrieb unter Pandemiebedingungen. Denn es war uns wichtig - und auch klare

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Erwartungshaltung der Politik - dass der Flughafen Frankfurt offen bleibt für die Rückkehrflüge, für die internationale Anbindung und die Versorgung Deutschlands mit Luftfracht. Denn das ist unsere Funktion als wichtiges Frachtdrehkreuz.

Für diesen enormen Einsatz möchte ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken. Unsere Beschäftigten haben unter teils deutlich erschwerten Bedingungen ihren Job gemacht - an Frachtmaschinen, an den Sicherheitskontrollen, in den Passagierbussen, in der Flughafenklinik und an anderer Stelle in unserem Unternehmen. Hier in Frankfurt genauso wie weltweit an unseren Flughafenstandorten. Mein Dank gilt auch all jenen, die in Kurzarbeit gegangen sind, ein Abfindungsangebot angenommen haben oder in Altersteilzeit gegangen sind. Sie alle haben einen Beitrag geleistet, um unser Unternehmen wirtschaftlich am Leben zu erhalten und damit letztlich auch möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern.

Heute können wir sagen: Diese Anstrengungen waren nicht vergebens. Im

Gegenteil: Sie bilden die Basis für eine weiterhin gute Zukunft Ihres Unternehmens. Denn die grundlegenden Nachfragetrends im Luftverkehr sind intakt. Der Flughafen Frankfurt bleibt eines der wichtigsten Drehkreuze in Europa. Und wir sind deutlich schlanker, effizienter und damit wettbewerbsfähiger aufgestellt als vor der Krise.

Trotz aller Sparmaßnahmen haben wir an zentralen Zukunftsprojekten festgehalten, so etwa am Bau von Terminal 3. Auch bei der Neuorganisation der Sicherheitskontrollen haben wir eine wichtige Vereinbarung erreicht. Und wir machen Fortschritte bei unserem Ziel, die CO2-Emissionen weiter zu reduzieren. Darauf gehe ich gleich detaillierter ein. Doch zunächst möchte ich noch einmal auf das vergangene Jahr zurückblicken.

  1. Rückblick Geschäftsjahr 2020

Im vergangenen Jahr hatten wir am Flughafen Frankfurt rund 18,8 Millionen Passagiere. Das sind so wenige wie zuletzt im Jahr 1984. Im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2019 ist das ein Rückgang um 73,4 Prozent. Dass wir überhaupt auf fast 20 Millionen Passagiere gekommen sind, lag vor allem an den ersten drei Monaten des Jahres. Ab Anfang April lag das Minus auf Wochenbasis dann bei bis zu 98 Prozent.

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Erfreulich hat sich hingegen das Cargo-Aufkommen entwickelt. Zunächst war auch hier das Volumen aufgrund der fehlenden Beiladefracht aus den Passagiermaschinen rückläufig. Dies konnte aber schnell aufgefangen werden. Seit Oktober liegen wir sogar über den jeweiligen Vorjahreswerten. Es war und ist eine starke Leistung unseres Teams und aller Beteiligten in der Fracht-Community, diese Frachtmengen abzuwickeln. Damit leisten wir bis zum heutigen Tag einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der deutschen Bevölkerung und stellen die Anbindung der deutschen Wirtschaft an die internationalen Märkte auch in Pandemiezeiten sicher.

An all unseren internationalen Konzernflughäfen lagen die Passagierzahlen im vergangenen Jahr ebenfalls deutlich unter den Vorjahreswerten, auch wenn sich die Entwicklung hier je nach Land differenzierter darstellt.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre: Nicht nur das Verkehrsaufkommen ist im vergangenen Jahr dramatisch eingebrochen. Auch der Umsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als halbiert auf knapp 1,7 Milliarden Euro. Trotz unserer schnellen und umfassenden Kostensenkungsmaßnahmen haben wir einen deutlichen Nettoverlust verzeichnet. Das Konzern-Ergebnis betrug minus 690 Millionen Euro. Dies ist der erste Jahresverlust seit 2002, also seit fast 20 Jahren.

Dass die eingeleiteten Sparmaßnahmen greifen, sehen wir am operativen Ergebnis: Das Konzern-EBITDA bewegte sich mit minus 251 Millionen Euro zwar deutlich im negativen Bereich. Dies lag aber im Wesentlichen an den Aufwendungen für personalwirtschaftliche Maßnahmen in Höhe von 299 Millionen Euro. Bereinigt um diese Sondereinflüsse haben wir ein positives Konzern-EBITDA von rund 48 Millionen Euro erreicht.

Neben den Maßnahmen auf der Ausgabenseite hatte die Sicherung der Liquidität für uns höchste Priorität. Bereits zu Beginn der Krise lag unsere verfügbare Liquidität bei knapp zwei Milliarden Euro. Diese haben wir nochmal deutlich erhöht: Seit Anfang 2020 haben wir zusätzliche liquide Mittel in Höhe von 4,8 Milliarden Euro gesichert. Zum 31. März 2021 lag unsere verfügbare Liquidität trotz der hohen Mittelabflüsse

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bei 4,4 Milliarden Euro und damit doppelt so hoch wie zum gleichen Stichtag des Vorjahres.

Unsere Netto-Finanzschulden lagen zum 31. März 2021 bei rund 6 Milliarden Euro. Setzt man dies ins Verhältnis zum Eigenkapital, so ergibt sich ein Verschuldungsgrad von rund 170 Prozent. Diese so genannte Gearing Ratio hatte zum 31. Dezember 2019 noch bei etwa 93 Prozent gelegen.

Sie sehen, dass die Corona-Krise unsere Bilanz strapaziert. Wir sind dennoch davon überzeugt, dass wir den Verschuldungsgrad längerfristig aus unserer Ertragskraft wieder auf ein normales Niveau zurückführen können. Dennoch müssen wir uns ein möglichst breites Spektrum an Finanzierungsoptionen offenhalten. Deshalb schlagen Vorstand und Aufsichtsrat Ihnen, verehrte Aktionärinnen und Aktionäre, heute die Schaffung von genehmigtem und bedingtem Kapital vor.

Derzeit, und das sage ich ganz deutlich, gibt es aber keine Pläne, diese Optionen tatsächlich zu nutzen. Im Gegenteil: Wir sehen aktuell deutliche Zeichen der Erholung und blicken optimistisch in die Zukunft.

Schauen wir auf die Aktienkursentwicklung, die uns natürlich nicht zufriedenstellt. Auf den Einbruch der Aktienmärkte zu Beginn der Corona-Krise folgte eine sehr schnelle und starke Erholung. Die marktbreiten Indizes liegen bereits wieder deutlich über dem Vorkrisenniveau. Unsere Aktie hat - genauso wie der gesamte Luftfahrt-Sektor

  • zwar auch wieder Boden gut gemacht. Dennoch bleibt die Kursentwicklung deutlich hinter dem Gesamtmarkt zurück. Wir gehören zweifelsohne zu den Branchen, die am längsten und am stärksten von der Pandemie betroffen sind. Deshalb haben wir die notwendigen Maßnahmen ergriffen, um die Wettbewerbsfähigkeit Ihres Unternehmens zu stärken und vom Wiederanlaufen des Luftverkehrs zu profitieren. Hierauf möchte ich im Folgenden eingehen.

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Um den Rest dieser Noodl zu lesen, rufen Sie bitte die Originalversion auf, und zwar hier.

Disclaimer

Fraport AG published this content on 19 January 2022 and is solely responsible for the information contained therein. Distributed by Public, unedited and unaltered, on 19 January 2022 11:41:12 UTC.


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Thesaurierung / Umsatz 2022 4,19x
Thesaurierung / Umsatz 2023 3,71x
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Streubesitz 39,5%
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