(Alliance News) - Ferrexpo PLC hat am Montag mitgeteilt, dass die kommerzielle Produktion im zweiten Quartal zurückgegangen ist. Grund dafür sei die Aussetzung der Mehrwertsteuerrückerstattungen, die das Unternehmen dazu zwang, den Betrieb herunterzufahren.

Das in Baar, Schweiz, ansässige Bergbauunternehmen mit Aktivitäten in der Ukraine erklärte, dass die gesamte kommerzielle Produktion im zweiten Quartal bis März bei 1,3 Millionen Tonnen lag - ein Rückgang um 40 % gegenüber den 2,1 Millionen Tonnen im ersten Quartal.

Das Ergebnis des ersten Quartals war das höchste seit Beginn der russischen Invasion in der Ukraine im Februar 2022.

Die gesamte Pelletproduktion sank im Quartalsvergleich um 39 % auf 821.882 Tonnen im zweiten Quartal, nach zuvor 1,3 Millionen Tonnen.

Ferner teilte das Unternehmen mit, dass Ende Juni 738 Mitarbeiter bei den ukrainischen Streitkräften dienten - der höchste Stand seit der Invasion im Februar 2022. Zudem begrüßte Ferrexpo 186 Kollegen als Veteranen zurück, von denen 98 wieder an ihren Arbeitsplatz zurückgekehrt sind.

Ferrexpo erklärte, dass niedrigere Eisenerzpreise und die geringere Produktion auf die Margen drücken, was durch gestiegene Preise für Rohstoffe wie Gas und Strom noch verschärft werde.

,,Formelle schriftliche Mitteilungen über Entscheidungen der ukrainischen Steuerbehörden, die Mehrwertsteuerrückerstattungen zu verweigern, werden monatlich, in der Regel zwei Monate nach dem Berichtsmonat, zugestellt. Von Januar bis April 2025 beläuft sich der verweigerte Rückerstattungsbetrag auf 31 Millionen US-Dollar", so Ferrexpo weiter.

,,Aufgrund der anhaltenden Aussetzung der Mehrwertsteuerrückerstattungen und der daraus resultierenden Verringerung der finanziellen Liquidität war der Konzern gezwungen, den Betrieb von zwei auf eine Pelletieranlage zu reduzieren und auch die Produktion von hochwertigem Konzentrat einzuschränken." Das Unternehmen habe ,,umfangreiche Maßnahmen zur Kostensenkung ergriffen, um finanziell überlebensfähig zu bleiben".

Interims-Vorstandsvorsitzender Lucio Genovese sagte: ,,Dazu gehört, dass etwa 37 % der Mitarbeiter auf Kurzarbeit oder in Zwangsurlaub geschickt wurden, Einsparungen beim Einkauf von Waren und Dienstleistungen vorgenommen und sämtliche nicht unbedingt notwendigen Investitionen, CSR- und humanitäre Ausgaben ausgesetzt wurden."

,,Parallel dazu laufen alle Bemühungen und Gespräche mit den zuständigen Behörden und Regierungsstellen in der Ukraine und international, um die Aussetzung der Mehrwertsteuerrückerstattung zu lösen. Ich danke allen unseren Kolleginnen und Kollegen für ihren Einsatz und ihre Beiträge in dieser herausfordernden Zeit."

Die Aktien von Ferrexpo stiegen am Montagmittag in London um 0,5 % auf 49,00 Pence.

Von Tom Budszus, Alliance News Slot Editor

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