Die französische Förderbank Bpifrance hat am Donnerstagabend bekanntgegeben, sämtliche ihrer Eutelsat-Anteile an die Agence des Participations de l'État (APE) verkauft zu haben. Bpifrance war seit 2009 Aktionär des Satellitenbetreibers.
Die Transaktion erfolgt im Rahmen des Projekts zur Kapitalerhöhung in Höhe von 1,35 Milliarden Euro, bei dem sich der französische Staat über die APE gemeinsam mit anderen strategischen Anteilseignern wie dem indischen Bharti und dem französischen Unternehmen CMA CGM engagiert hat.
Vor dem Verkauf ihrer Beteiligung hielt Bpifrance rund 13,6% des Kapitals des Satellitenbetreibers.
Zum Zeitpunkt des Einstiegs ins Aktionariat vor 16 Jahren notierte die Eutelsat-Aktie bei etwa 17,6 Euro. Heute Morgen lag der Kurs bei weniger als vier Euro.
Bpifrance betont dennoch, die Transformation des Konzerns von einem traditionellen geostationären Betreiber (GEO), der auf Video spezialisiert war, hin zu einem führenden Anbieter von Konnektivität mit Multi-Orbit-Kapazitäten (GEO und LEO), begleitet zu haben.
,,In einem Markt, der sich rasant wandelt, ist Eutelsat heute einer der wenigen Akteure mit einer Konstellation in niedriger Umlaufbahn und stellt eine strategische Infrastruktur für die europäische Souveränität dar", kommentierte Nicolas Dufourcq, Generaldirektor von Bpifrance.
,,Vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage gewinnt der Konzern an strategischer Bedeutung, und die Übernahme durch den Staat über die Agence des Participations de l'État als Referenzaktionär ist eine Fortsetzung der Geschichte von Eutelsat", fügte er hinzu.
Nach Abschluss der Kapitalerhöhungsmaßnahmen, die bis Ende des Jahres erwartet werden, dürfte der französische Staat einen Anteil von 29,99% halten.
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