Ursprünglich 1994 ins Leben gerufen, um die damals ungewöhnlich aggressiven Methoden von KKR in den USA zu imitieren, hat sich EQT allmählich zu einer der besten Adressen unter den großen Namen des Private Equity entwickelt. Bemerkenswert ist, dass EQT genau auf der gleichen Basis bewertet wird wie seine amerikanischen Pendants, was seine europäischen Rivalen bei weitem nicht von sich behaupten können.
Im Gefolge von Blackstone, Apollo, KKR und anderen hat sich das von der hochadeligen Familie Wallenberg kontrollierte schwedische Unternehmen 2019 ebenfalls an die Börse gewagt. Damals verwaltete es Vermögenswerte von 36 Milliarden Euro. Heute sind es stolze 136 Milliarden Euro.
Sein Wachstum in den letzten fünf Jahren war geradezu meteorisch, und die Börsenkapitalisierung konnte mit dieser Entwicklung Schritt gehalten, indem sie sich im selben Zeitraum verdreifacht hat. Nicht oft kommt es vor, dass Minderheitsaktionäre in gleichem Maße von den Erfolgen einer Investmentgruppe profitieren.
Das Jahr 2024 markierte für EQT eine bemerkenswerte Erholung nach einem etwas turbulenten Vorjahr. In den letzten zwölf Monaten hat EQT 22 Milliarden Euro für neue Investitionen aufgewendet, verglichen mit 18 Milliarden Euro im Vorjahr; zudem hat es mehrere erfolgreiche Exits mit einer Gesamtsumme von 11 Milliarden Euro durchgeführt, gegenüber 6 Milliarden Euro im Jahr 2023.
Während seine Rivalen mit reifen Fonds und zu veräußernden Vermögenswerten überladen sind, präsentiert sich EQT mit einem vergleichsweise jungen Portfolio: Weniger als ein Fünftel seiner Investitionen sind älter als fünf Jahre, während es bei seinen Konkurrenten mehr als ein Drittel ist.
Sein größter Coup des Jahres war zweifellos der Börsengang des Dermatologiespezialisten Galderma an der Schweizer Börse. Die letzte vergleichbare Transaktion, der Börsengang der Kodiak Gas Services an der US-amerikanischen Börse, lieferte ebenfalls hervorragende Ergebnisse innerhalb von achtzehn Monaten.
Kurzum, EQTs Laufbahn ist auf allen Ebenen beeindruckend, ein Spiegelbild der guten Gesundheit des Sektors seit der großen Finanzkrise von 2008-2009. Die verwalteten Vermögenswerte haben sich in fünf Jahren fast vervierfacht, ebenso wie die Verwaltungsgebühren, die von 539 Millionen Euro auf 2,1 Milliarden Euro angestiegen sind. Hinzu kommen 8 Milliarden Euro an carried interest.
Bereits bekannt für seine Expertise in Technologie, Industrie und Infrastruktur, richtet EQT seinen nächsten Wachstumsplan auf Asien und das Vermögensmanagement aus. Zweifellos wird der dreißigjährige Erfolgsweg von EQT in Verbindung mit dem renommierten Namen Wallenberg in diesen neuen Märkten sehr positiv aufgenommen werden.


















