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ENBW ENERGIE BADEN-WÜRTTEMBERG AG

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Habeck - Längere Laufzeit für süddeutsche AKW nach derzeitiger Lage

28.09.2022 | 07:05
ARCHIV: Das Kernkraftwerk Isar 2 am Fluss Isar in Eschenbach bei Landshut, Deutschland

Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung hält eine Laufzeit-Verlängerung der zwei süddeutschen AKW nach aktueller Lage für unvermeidbar.

"Stand heute halte ich das für notwendig", sagte Wirtschaftsminister Robert Habeck am Dienstagabend in Berlin. Er verwies auf die Lage in Frankreich, wo viele AKW wegen Wartungsarbeiten nicht laufen können. Dort habe sich die Situation mit Blick auf den Winter weiter verschlechtert. "Heute muss ich sagen, dass die Daten aus Frankreich dafür sprechen, dass wir die Reserve dann auch abrufen." Dann müssten die AKW Neckarwestheim 2 und Isar 2 über das geplante Aus zum Jahresende hinaus laufen. Die endgültige Entscheidung müsse spätestens im Dezember für Isar 2 aus technischen Gründen fallen, für Neckarwestheim sei dies auch Anfang des Jahres möglich. Längstens sollen die AKW bis Mitte April 2023 laufen.

Eigentlich sollten im Rahmen des Atomausstiegs die letzten drei AKW am Jahresende abgeschaltet werden. Für den Reaktor Lingen im Emsland soll dies laut Wirtschaftsministerium in jedem Fall weiter gelten. Vor allem für die Grünen ist das Thema Laufzeit-Verlängerung heikel. Sie hatten vehement für ein möglichst frühes Ende des Atomzeitalters in Deutschland gekämpft. In Niedersachsen sind zudem am 9. Oktober Landtagswahlen.

Habeck hatte angesichs der Energiekrise dennoch bereits einen Plan für eine sogenannte Einsatzreserve vorgestellt: Danach sollten die beiden Reaktoren zwar grundsätzlich zum Jahresende vom Netz gehen. Im Fall von Netz-Problemen im Süden sollten sie dann aber wieder hochgefahren werden. Grundlage für die Überlegungen war ein sogenannte Stresstest der Stromnetzbetreiber, der in verschiedenen Szenarien die Lage im Winter beleuchtete. Danach kann der AKW-Einsatz im Extremfall - den Habeck jetzt für wahrscheinlich hält - einen Beitrag zur Netzstabilität leisten. Jedoch werden in dem Szenario auch Abschaltungen etwa von Industriebetrieben genannt. Als kritisch wurde bereits damals die Lage in Frankreich eingestuft. Strom fließt daher in das Nachbarland ab - auch um das europäische Netz stabil zu halten. Habeck sprach von einer drohenden Überbeanspruchung der Exportkapazitäten.

HABECKS URSRPUNGSPLAN WAR NICHT MEHR UMZUSETZEN

Der Plan der Einsatzreserve hatte sich in den Einzelheiten aber bereits wegen eines Defekts an Isar 2 als nicht mehr umsetzbar erwiesen. Laut Betreiber PreussenElektra muss das AKW für die Reparatur noch im Oktober heruntergefahren werden, damit es dann wieder länger in Betrieb gehen kann. Ein weiterer Stopp danach sei nicht möglich. Bei Verzicht auf die Reparatur könne der Reaktor nur wie geplant bis Jahresende laufen und müsse dann endgültig stillgelegt werden.

Inzwischen haben sich das Ministerium sowie E.ON und der Neckarwestheim-Betreiber EnBW auf Umsetzung und Konditionen eines möglichen Einsatzes 2023 verständigt. Beide Konzerne erklärten, das Konzept zu unterstützen.

Wird die Reserve genutzt, würde das AKW Isar 2 seinen Betrieb bis Anfang März 2023 fortsetzen, erklärte das Ministerium. Dabei könnten zwischen anfänglich etwa 95 Prozent bis etwa 50 Prozent der Leistung zum Ende bereitgestellt und damit zwei Terawattstunden Strom produziert werden.

Neckarwestheim könne nach einem technisch notwendigen Stillstand Anfang Januar 2023 zwischen etwa 70 Prozent bis etwa 55 Prozent der Leistung zum Ende bereitstellen und insgesamt 1,7 Terawattstunden Strom erzeugen. Entsprechende Verträge über den Einsatz werde man mit den Betreibern noch schließen.

Unter dem Strich will der Staat garantieren, dass die Unternehmen mit der Reserve keine Verluste erleiden. Mögliche Gewinne auch angesichts der hohen Strompreise würden die Betreiber dann in die Energiewende investieren.

Parallel werde man bis Ende Oktober die gesetzlichen Regelungen abschließen. Dazu gehört vor allem eine Änderung des Atomgesetzes, das derzeit die Abschaltung aller Meiler bis zum 31.12.2022 vorschreibt. Eckpunkte zu den nötigen Gesetzes-Änderungen sollten nächste Woche im Kabinett beschlossen werden.

(Redigiert von Birgit Mittwollen.; Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

- von Markus Wacket


© Reuters 2022
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Marktwert / Umsatz 2021 0,78x
Mitarbeiterzahl 24 710
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