Dycom Industries Inc. wurde 1969 im Bundesstaat Florida gegründet. Das Unternehmen bietet spezialisierte Dienstleistungen für Telekommunikationsinfrastruktur und Versorgungsunternehmen in den gesamten USA an. Dycom hat sein Geschäft sowohl organisch als auch durch Akquisitionen ausgebaut und umfasst heute 40 operative Gesellschaften, die eine vielfältige Kundenbasis bedienen.

Die Gruppe bietet Telekommunikationsanbietern ein umfassendes Portfolio an Spezialdienstleistungen, darunter Programmmanagement, Planung, Engineering und Design, oberirdischen, unterirdischen und drahtlosen Ausbau, Wartung sowie Fulfillment-Services.

Akquisitionen treiben Umsatzwachstum

Das Unternehmen erzielte im Quartal eine solide Entwicklung mit starkem Umsatzwachstum und Margenausweitung. Die gesamten Vertragsumsätze stiegen im Jahresvergleich um 10,2% auf 1.259 Mio. USD, was vor allem auf Umsatzwachstum durch akquirierte Geschäfte zurückzuführen ist. Organisch stiegen die Vertragsumsätze um 0,7%. Das bereinigte EBITDA wuchs um 14,9% auf 150,4 Mio. USD, wobei sich die Marge um 49 Basispunkte auf 11,9% verbesserte.

Im vergangenen Jahr verzeichnete das Unternehmen einen stetigen Anstieg des Auftragsbestands, der zum Ende des ersten Quartals 2026 bei 8,1 Mrd. USD lag (Vorjahr: 6,4 Mrd. USD). Der Auftragsbestand für die nächsten 12 Monate beläuft sich auf beeindruckende 4,7 Mrd. USD und signalisiert stabile Umsatzchancen. Die Mitarbeiterzahl stieg im gleichen Zeitraum leicht von 15.689 auf 15.708.

Positive Branchentrends stützen Ausblick

Die Branchenperspektiven für Dycom Industries sind vielversprechend, da zunehmend Kapital für den Betrieb von Hochleistungs-Telekommunikations- und Digitalinfrastrukturen eingesetzt wird. Der Fokus auf Glasfaseranschlüsse bis ins Haus sowie die steigende Nachfrage nach Glasfaserinfrastruktur zur Unterstützung KI-gestützter Rechenzentren dürften die Branchennachfrage weiter antreiben. In diesem Zusammenhang erhielt das Unternehmen einen mehrjährigen Auftrag eines Internetanbieters für sogenannte Middle-Mile-Netzwerke, dessen Umsetzung Ende des Geschäftsjahres 2026 beginnen und dessen Umsatz im Geschäftsjahr 2027 steigen soll.

Ermutigt durch den starken Jahresauftakt und die positive Nachfragesituation hat Dycom Industries seine Prognose für die Vertragsumsätze im Geschäftsjahr 2026 erhöht. Das Unternehmen rechnet nun mit Gesamtvertragsumsätzen zwischen 5,3 Mrd. und 5,4 Mrd. USD, was einem Wachstum von 12,5% bis 15,4% gegenüber dem Vorjahr entspricht (zuvor: 10% bis 13% Wachstum).

Im zweiten Quartal 2026 erwartet die Gruppe Vertragsumsätze zwischen 1,38 Mrd. und 1,43 Mrd. USD und ein bereinigtes EBITDA zwischen 185 Mio. und 200 Mio. USD.

Starke Entwicklung setzt sich fort

Dycom Industries erzielte im Zeitraum 2022 bis 2025 ein solides Umsatzwachstum mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 14,5% auf 4,7 Mrd. USD. Das EBITDA stieg mit einer CAGR von 32,4% auf 543 Mio. USD im Geschäftsjahr 2025, wobei die Marge um 4,1% auf 11,6% zulegte. Der Nettogewinn sprang im gleichen Zeitraum mit einer CAGR von 69% auf 233 Mio. USD.

Allerdings verzeichnete die Gruppe einen stetigen Rückgang der Barmittel von 311 Mio. USD zum Ende des Geschäftsjahres 2022 auf 92,7 Mio. USD zum Ende des Geschäftsjahres 2025, was auf erhöhte Investitionstätigkeiten zurückzuführen ist. Die Gesamtverschuldung stieg im selben Zeitraum von 902 Mio. USD auf 1,1 Mrd. USD, wobei sich der Verschuldungsgrad jedoch von 119% auf 85,2% verbesserte.

Zum Vergleich: Comfort Systems, ein lokaler Wettbewerber, erzielte mit einer CAGR von 32% in den letzten drei Jahren einen höheren Umsatz und erreichte 7 Mrd. USD im Geschäftsjahr 2024. Das EBITDA stieg mit einer CAGR von 52% auf 892 Mio. USD, die Marge verbesserte sich um 4,4% auf 12,7%.

Fundamentaldaten treiben Aktienrenditen

Die starke fundamentale Entwicklung spiegelt sich auch in der Aktienperformance des Unternehmens wider. In den vergangenen 12 Monaten erzielte die Aktie eine solide Rendite von rund 40%. Zum Vergleich: Comfort Systems erzielte eine Rendite von 58%.

Trotz des deutlichen Kursanstiegs wird das Unternehmen mit einem Abschlag gegenüber Comfort Systems gehandelt: Dycom Industries notiert aktuell bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 24,2 auf Basis des für 2026 geschätzten Gewinns je Aktie von 9,7 USD, was unter dem Wert von Comfort Systems (25,7) liegt. Allerdings liegt das KGV über dem eigenen 3-Jahres-Durchschnitt von 19,7.

Das Unternehmen wird derzeit mit einem EV/EBITDA-Multiplikator von 11,2 auf Basis des für 2026 geschätzten EBITDA von 681,4 Mio. USD bewertet, was unter der Bewertung von Comfort Systems (16,7) liegt. Allerdings liegt dieser Wert über dem eigenen 3-Jahres-Durchschnitt von 8,9.

Dycom Industries wird von neun Analysten positiv eingeschätzt, die alle eine Kaufempfehlung mit einem durchschnittlichen Kursziel von 260,9 USD aussprechen, was ein Aufwärtspotenzial von 11,4% impliziert. Ihre Einschätzungen werden durch eine erwartete EBITDA-CAGR von 12,2% für die Jahre 2025 bis 2028 auf 814,2 Mio. USD mit einer Marge von 12,6% im Jahr 2028 unterstützt. Zudem erwarten Analysten eine Nettogewinn-CAGR von 17,6% auf 379,9 Mio. USD mit einer Marge von 5,9% im Jahr 2028, wobei der Gewinn je Aktie von 7,9 USD (2025) auf 13,3 USD (2028) steigen soll. Für Comfort Systems schätzen Analysten eine EBITDA-CAGR von 7,8% und eine Nettogewinn-CAGR von 15,1%.

Insgesamt bleibt das Unternehmen gut für nachhaltiges Wachstum positioniert, gestützt durch einen Rekordauftragsbestand, solide Fundamentaldaten und einen positiven Ausblick. Allerdings ist Dycom Industries auch Risiken ausgesetzt, darunter Projektausführungsrisiken, hohe Verschuldung, Zollrisiken und eine konzentrierte Kundenbasis. Zudem weist das Unternehmen einen erheblichen Bestand an Forderungen und Vertragsvermögen in der Bilanz auf, was die Liquidität und den Cashflow belasten könnte.