Die Deutsche Telekom hat am Montag ein futuristisches Smartphone-Konzept vorgestellt, das auf künstliche Intelligenz statt auf Anwendungen (Apps) setzt, um die spezifischen Bedürfnisse der Nutzer zu erfüllen.

Heutige Smartphones nutzen in der Regel Apps für alles, von Messaging und sozialen Medien bis hin zu Videospielen und Bankgeschäften.

Das deutsche Unternehmen erklärte, dass das Konzept, das es auf seinem "T-phone"-Gerät vorstellt, eine app-freie Benutzeroberfläche haben wird, die in Zusammenarbeit mit den Partnern Qualcomm und Brain entwickelt wurde.

"Ich kann Ihnen sagen, dass in 5-10 Jahren niemand mehr von uns Apps verwenden wird", sagte CEO Tim Hoettges in einer Keynote-Präsentation auf der MWC Tech-Konferenz in Barcelona.

Beispiele dafür, was das Telefon tun könnte, sind die Beantwortung von Aufforderungen und die Erstellung von maßgeschneiderten Empfehlungen für Reiseziele, der Kauf eines Produkts für seinen Besitzer oder das Senden von Bildern und Videos an Kontakte, sagte das Unternehmen in einer Präsentation.

"Das vorgestellte Produkt spiegelt die Überzeugung der Deutschen Telekom wider, dass multi- und crossmodale Large Language Models (LLMs) schon bald integraler Bestandteil von Geräten sein werden, die das Leben ihrer Kunden verbessern und vereinfachen", so die Deutsche Telekom weiter.

Technologie- und Telekommunikationsunternehmen stellen auf dem jährlichen Mobile World Congress (MWC) in Barcelona neue Produkte und Konzepte vor und hoffen, dass der Hype um KI ihre Geschäftsaussichten verbessert. Viele Experten sagen, dass die Technologie rechtliche und ethische Bedenken aufwerfen kann. (Berichterstattung von Olivier Sorgho, Bearbeitung von Mark Potter)