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DEUTSCHE LUFTHANSA AG

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Lufthansa-Vorstand mahnt weitere Kostensenkung an - Aktie sackt ab

26.10.2020 | 09:58

FRANKFURT (awp international) - Die Lufthansa will wegen global verschärfter Reisebeschränkungen erneut viele Flugzeuge stilllegen und noch stärker an der Kostenschraube drehen. Im Winterflugbetrieb 2020/21 könnten die Airlines der Gruppe maximal ein Viertel ihrer Vorjahreskapazität anbieten, heisst es in einem Brief des Lufthansa-Vorstandes an die Mitarbeiter. Die Zahl der Fluggäste werde voraussichtlich bei weniger als einem Fünftel des Vorjahreswertes liegen und damit noch einmal deutlich unter der angebotenen Kapazität. "Wir müssen daher unsere bisherigen Anstrengungen, die Kosten weiter herunterzubringen, noch einmal verstärken", heisst es in dem Schreiben vom Sonntag.

An der Börse wurden die Nachrichten negativ aufgenommen. Kurz nach Handelsbeginn am Montagmorgen ging es für die Lufthansa-Aktie um mehr als sechs Prozent abwärts unter die Marke von 8 Euro. Wenig später lag sie noch mit 3,03 Prozent im Minus bei 8,236 Euro, gehörte damit aber weiterhin zu den schwächsten Werten im MDax .

Der weitgehende Geschäftsausfall infolge der Corona-Krise hat den Konzern wie andere Airlines in einen Existenzkampf versetzt. Nur milliardenschwere Staatshilfen retteten die Lufthansa im Sommer vor dem Aus. Dennoch hat die Aktie seit dem Jahreswechsel rund die Hälfte an Wert eingebüsst.

Nach Einschätzung eines Aktienhändlers wirken die Aussagen des Vorstands negativ, auch wenn die Kapazitätskürzung schon bekannt gewesen sei. Den Branchenexperten des Analysehauses Mainfirst zufolge reflektiert der Brief die jüngste Entwicklung der Ticketbuchungen. Sie schreiben der Lufthansa-Aktie ein Kursziel von gerade mal 2 Euro zu und raten weiterhin zum Verkauf der Titel.

Auch andere Airlines wie Ryanair und die Gesellschaften des IAG -Konzerns wie British Airways und Iberia haben ihre ohnehin verkleinerten Flugpläne für den Winter wegen der Pandemie noch stärker zusammengestrichen. IAG etwa rechnet daher nicht mehr damit, dass der Konzern den Mittelabfluss im laufenden Geschäft im vierten Quartal stoppen kann, was er zunächst geplant hatte.

IAG und Ryanair haben sich wegen der Krise Kredite und frisches Geld von Anlegern in Milliardenhöhe besorgt. Die Regierungen von Deutschland, Österreich, Schweiz und Belgien bewahrten den Lufthansa-Konzern mit insgesamt neun Milliarden Euro vor der Pleite. Der deutsche Staat wurde in diesem Zuge zum Grossaktionär der Lufthansa. Bei den Airlines stehen zigtausende Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Angesichts der Verschärfung der Lage reichen die bisherigen Massnahmen zur Kostensenkung aus Sicht der Lufthansa-Führung aber nicht aus. Zwar sei es gelungen, den Mittelabfluss von einer Million Euro pro Stunde zu Beginn der Pandemie auf "nur noch" eine Million alle zwei Stunden zu senken, schrieb der Vorstand um Lufthansa-Chef Carsten Spohr. An der Dramatik habe sich aber nichts geändert.

Daher sei es "unumgänglich, den Geschäftsbetrieb im Winter 2020/21 noch weiter herunterzufahren und möglichst viele Bereiche ab Mitte Dezember in einen 'Wintermodus' zu versetzen". Unter anderem sollen 125 Flugzeuge erneut stillgelegt werden, die für den Einsatz im Winterflugplan vorgesehen gewesen seien. "Unseren ursprünglichen Plan, zum Jahresende wieder auf 50 Prozent der angebotenen Kapazität zu kommen, können wir nicht mehr einhalten", heisst es.

In den ersten neun Monaten hatte die Lufthansa einen operativen Verlust von fast 4,2 Milliarden Euro erlitten. "Dieser Fehlbetrag wird sich im vierten Quartal noch deutlich erhöhen", schrieb der Vorstand. Eine verlässliche Aussage über die Entwicklung der Branche sei schwieriger denn je. Dennoch sei der Vorstand "fest entschlossen, mindestens 100 000 der heute 130 000 Arbeitsplätze der Lufthansa Group zu erhalten".

Ende September verfügte der MDax-Konzern nach eigenen Angaben über flüssige Mittel von 10,1 Milliarden Euro. Darin seien 6,3 Milliarden aus den Hilfen enthalten, die Lufthansa-Gesellschaften von den Heimatstaaten Deutschland, Österreich, Schweiz und Belgien bekommen haben. Einschliesslich Eigenkapitalmassnahmen waren 9 Milliarden Euro bereit gestellt worden./stw/sl/ceb/eas/stk


© AWP 2020
Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
DEUTSCHE LUFTHANSA AG -0.54%10.095 verzögerte Kurse.-38.48%
INTERNATIONAL CONSOLIDATED AIRLINES GROUP, S.A. -0.26%169.55 verzögerte Kurse.-60.35%
MDAX 0.79%29517.75 verzögerte Kurse.4.26%
RYANAIR HOLDINGS PLC 5.15%17.06 verzögerte Kurse.16.61%
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Nettoergebnis 2020 -5 832 Mio -7 069 Mio -
Nettoverschuldung 2020 11 919 Mio 14 446 Mio -
KGV 2020 -0,89x
Dividendenrendite 2020 0,02%
Marktkapitalisierung 6 034 Mio 7 323 Mio -
Marktkap. / Umsatz 2020 1,25x
Marktkap. / Umsatz 2021 0,79x
Mitarbeiterzahl 124 534
Streubesitz 81,5%
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Anzahl Analysten 22
Mittleres Kursziel 6,34 €
Letzter Schlusskurs 10,10 €
Abstand / Höchstes Kursziel 39,7%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel -37,2%
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Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Carsten Spohr Chairman-Executive Board & CEO
Karl-Ludwig Kley Chairman-Supervisory Board
Roland Schütze Chief Information Officer
Christine Behle Deputy Chairman-Supervisory Board
Christina Weber Member-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkapitalisierung (M$)
DEUTSCHE LUFTHANSA AG-38.48%7 372
DELTA AIR LINES, INC.-26.56%27 279
RYANAIR HOLDINGS PLC10.90%22 211
AIR CHINA LIMITED-15.55%16 730
UNITED CONTINENTAL HOLDINGS, INC.-44.10%14 523
CHINA SOUTHERN AIRLINES COMPANY LIMITED-2.29%13 936