Die französische Rüstungsbranche zeigt sich am Montag im Aufwind, nachdem Präsident Emmanuel Macron angekündigt hat, das Militärbudget bereits bis 2027 zu verdoppeln - drei Jahre früher als ursprünglich vorgesehen.
Emmanuel Macron verkündete am Sonntag zusätzliche Mittel in Höhe von 3,5 Milliarden Euro für das Jahr 2026 und 3 Milliarden Euro für 2027 im Vergleich zum aktuellen Militärhaushaltsgesetz. Grund für diesen Schritt seien die ,,Umbrüche in der Welt", die ,,schneller als erwartet eintreten" und die Freiheit in Frankreich sowie Europa bedrohen.
Thales und Dassault Aviation, die von den Analysten bei Jefferies als die Hauptprofiteure dieses Budgetschubs eingestuft werden, legten gegen 11:08 Uhr GMT um 1,2 % beziehungsweise 1,9 % zu, während sowohl der CAC 40 als auch der SBF 120 im Minus notierten.
Der Broker weist darauf hin, dass 22 % des Umsatzes von Thales auf die französische Verteidigung entfallen, bei Dassault Aviation sind es sogar 32 %.
Auch Safran und Airbus dürften von den zusätzlichen Mitteln profitieren, wenn auch in geringerem Maße. Zudem sollten die Anteilseigner von MBDA (Airbus, BAE Systems und Leonardo) von dem verstärkten Fokus auf Präzisions- und Sättigungsmunition sowie auf Schlagkraft profitieren, so der Broker weiter.
Der Präsident betonte, dass die zusätzlichen Investitionen in den Verteidigungssektor nicht durch eine höhere Verschuldung finanziert werden sollen, sondern durch mehr wirtschaftliche Aktivität und gesteigerte Produktion.
(Verfasst von Diana Mandiá, bearbeitet von Augustin Turpin)



















