Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Mitglied werden
Kostenlose Anmeldung
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Xetra  >  Daimler AG    DAI   DE0007100000

DAIMLER AG

(DAI)
  Report
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
ÜbersichtAlle NachrichtenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchennachrichtenMarketScreener AnalysenAnalystenempfehlungen

Der nächste Schlag: Conti-Reifenproduktion in Aachen vor dem Ende (AF)

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
15.09.2020 | 16:45

AACHEN/HANNOVER (awp international) - Bei Continental steht eines der beiden grossen deutschen Reifenwerke vor dem Aus. Der Dax -Konzern plant, angesichts der Absatzkrise in der Autoindustrie die Produktion in Aachen - neben dem hessischen Korbach zentraler zweiter Reifenstandort im Inland - mit derzeit rund 1800 Jobs dichtzumachen. Der Aufsichtsrat müsse aber noch zustimmen. Man gehe von einem Zieldatum Ende 2021 aus, hiess es.

Die Pläne sind Teil des Anfang September angekündigten verschärften Sparkurses beim zweitgrössten Autozulieferer der Welt. Bisher waren viele Einzelheiten der Kürzungen bei Continental jedoch unklar. Nach und nach wird nun deutlich, dass mehr Standorte geschlossen werden dürften. Die Gewerkschaft IG BCE griff das Management an: Es sei komplett unverständlich, warum es das stabile Reifengeschäft treffe.

Insgesamt kämpft der Konzern aus Hannover mit hohen Verlusten. In einigen zukunftsträchtigen Sparten wie Elektronik und Software werden neue Jobs geschaffen, bei klassischer Technik für Verbrennungsmotoren oder Hydraulik gibt es allerdings auch erhebliche Einschnitte. Nach jüngstem Stand ging Conti davon aus, dass der Wandel zu E-Mobilität und Digitalisierung Folgen für 30 000 der über 232 000 Arbeitsplätze haben dürfte. Diese könnten "verändert, verlagert oder aufgegeben" werden. 13 000 der fraglichen Jobs sind in Deutschland angesiedelt.

Doch die Reifensparte ist bisher vergleichsweise profitabel. "Der Kahlschlag ist weder mit der Transformation der Autoindustrie zu begründen, noch mit der Corona-Krise", sagte Francesco Grioli, IG-BCE-Vorstand und Conti-Aufseher. "Das ist schlicht Streichen um des Streichens Willen." Die Vizechefin der IG Metall, Christiane Benner, kündigte Widerstand an: "Wir werden nicht zulassen, dass ein Traditionskonzern kaputtgespart wird." Betriebsräte hatten schon beim grundsätzlichen Sparkurs vor einem "folgenschweren Konflikt" gewarnt.

In Aachen fertigt Continental unter anderem Reifen für die bis zur Corona-Krise besonders stark nachgefragten SUVs. "Dieses Vorhaben trifft uns ohne jegliche Vorwarnung", so der örtliche Betriebsrat Udo Bohnhof zu Plänen einer Verlagerung an "Niedrigkosten-Standorte". Nach Konzernangaben arbeiten in Aachen auch rund 200 Beschäftigte der Maschinenbau-Sparte Contitech. Ihre Jobs sollen nicht betroffen sein.

Conti hängt mit Zulieferteilen nicht nur direkt von der Produktion der Autohersteller ab, sondern mit seinem Reifengeschäft auch von der Erstausstattung neuer Fahrzeuge. In Korbach arbeiten mehr als 3000 Beschäftigte. Am Stammsitz Hannover-Stöcken wird seit längerem nur noch geforscht und eine Wiederaufbereitung von Lkw-Reifen betrieben.

Im zweiten Quartal kam die Reifensparte verglichen mit Sensorik oder Bremssystemen glimpflicher davon. Sie verbuchte zwar einen Dämpfer mit einem Drittel weniger Umsatz, blieb aber noch in den schwarzen Zahlen. "Es war klar, dass es Gespräche über Kapazitätsanpassungen geben würde", hiess es dazu im Konzern. Das Geschäft sei langfristig instabil, die Kosten seien "enorm". Manche Betriebsräte vermuten indes, dass Continental die Pandemie und den Strukturwandel auch als Vorwand nutzen könnte, um ohnehin gefährdete Standorte zu schliessen.

Für das Werk Babenhausen in Hessen etwa war bereits 2019 angekündigt worden, die dortige Produktion von Pkw-Steuerungsinstrumenten bis 2025 zu beenden. Das Werk in Karben mit 1100 Beschäftigten steht nach Angaben der Arbeitnehmervertreter auf der Streichliste - entschieden war dort zuletzt aber noch nichts. Im thüringischen Mühlhausen ist die Schliessung des Werks bis Ende 2022 geplant. In Bayern trifft der Jobabbau nach IG-Metall-Angaben Regensburg, Nürnberg und Ingolstadt - in Roding soll 2024 die Produktion ganz eingestellt werden. Auch im Ausland stehen Werke zur Disposition, so etwa in Italien und den USA.

Wegen drastischer Folgen für Absatz und Lieferketten hatten andere Hersteller und Zulieferer ebenfalls schon den Rotstift angesetzt. So sollen bei Volkswagens Lkw-Tochter MAN weltweit bis zu 9500 Stellen wegfallen. Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler kündigte an, 4400 weitere Jobs bis Ende 2022 abzubauen - vorrangig in Deutschland. Dabei könnte der Standort Wuppertal komplett geschlossen werden. Der Conti-Konkurrent Bosch, grösster Autozulieferer der Welt, kappt in Schwäbisch Gmünd bis Ende 2026 rund 1850 Stellen. Hier gibt es eine Einigung, die betriebsbedingte Kündigungen vermeiden soll.

Auch bei Daimler stehen viele Jobs auf dem Spiel, Vorstandschef Ola Källenius will die Kosten deutlich drücken. Personalchef Wilfried Porth deutete an, dass 15 000 wegfallende Stellen von weltweit rund 300 000 nicht ausreichen werden. Der vereinbarte Kündigungsschutz soll aber Bestand haben, Daimler strebt Freiwilligenprogramme an./jap/DP/nas


Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
CONTINENTAL AG -0.39%101.7 verzögerte Kurse.-11.42%
DAIMLER AG -1.46%47.97 verzögerte Kurse.-1.40%
DAX -1.41%12557.64 verzögerte Kurse.-3.86%
GERRESHEIMER 0.17%87.95 verzögerte Kurse.27.25%
MAN SE -2.22%39.65 verzögerte Kurse.-6.13%
MAN SE 0.51%39.8 verzögerte Kurse.-4.35%
SCHAEFFLER -0.53%5.605 verzögerte Kurse.-41.47%
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
Alle Nachrichten auf DAIMLER AG
19:26Continental im dritten Quartal mit Milliardenbelastung - Verlust
DP
16:23'MM' : Uber bietet über eine Milliarde für Free Now - BMW bestätigt Gespräche
DP
10:30Warburg Research belässt VW-Vorzüge auf 'Buy' - Ziel 190 Euro
DP
08:02RBC hebt Ziel für Daimler auf 60 Euro - 'Outperform'
DP
07:39RBC hebt Ziel für Continental auf 92 Euro - 'Sector Perform'
DP
05:24Tesla bekommt grünes Licht für Einstieg bei Neuwieder Autozulieferer
DP
20.10.AUTOBAUER : Corona-Krisenhilfen für Ladestationen ausgeben
DP
20.10.DPA-AFX-ÜBERBLICK : UNTERNEHMEN vom 20.10.2020 - 15.15 Uhr
DP
20.10.Daimler-Chef Källenius sieht Handelsumfeld künftig weiter schwierig
DP
20.10.Independent Research belässt BMW auf 'Halten' - Ziel 66 Euro
DP
Weitere Nachrichten
News auf Englisch zu DAIMLER AG
14:26BMW : Uber offers more than one billion euros to buy Daimler/BMW's freenow - Man..
RE
08:19DAIMLER AG : RBC gives a Buy rating
MD
20.10.DAIMLER AG : quaterly earnings release
20.10.Daimler chief eyes China growth as trade tensions rise
RE
19.10.Tesla to export China-made Model 3 vehicles to Europe
RE
19.10.DAIMLER AG : Kepler Cheuvreux sticks Neutral
MD
19.10.DAIMLER : Mitsubishi Fuso premieres the new light-duty Canter truck in Japan
PU
16.10.Industrials Flat As Weak Factory Data Offsets Strong Retail Sales Data -- Ind..
DJ
16.10.EUROPA : Vaccine hopes, upbeat earnings power European shares
RE
16.10.DAIMLER : Preliminary results for the third quarter 2020 above market expectatio..
AQ
Weitere Nachrichten auf Englisch
Finanzkennziffern
Umsatz 2020 151 Mrd. 180 Mrd. -
Nettoergebnis 2020 1 290 Mio 1 531 Mio -
Nettoliquidität 2020 11 944 Mio 14 180 Mio -
KGV 2020 41,8x
Dividendenrendite 2020 1,04%
Marktkapitalisierung 52 080 Mio 61 808 Mio -
Marktkap. / Umsatz 2020 0,27x
Marktkap. / Umsatz 2021 0,23x
Mitarbeiterzahl 293 688
Streubesitz 79,4%
Chart DAIMLER AG
Dauer : Zeitraum :
Daimler AG : Chartanalyse Daimler AG | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse DAIMLER AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsAnsteigendAnsteigendNeutral
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 29
Mittleres Kursziel 52,74 €
Letzter Schlusskurs 48,68 €
Abstand / Höchstes Kursziel 56,1%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 8,34%
Abstand / Niedrigstes Ziel -47,3%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Ola Kaellenius Chairman-Management Board
Manfred Bischoff Chairman-Supervisory Board
Markus Schäfer Chief Operating Officer
Harald Wilhelm Chief Financial Officer
Clemens A. H. Börsig Member-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkapitalisierung (M$)
DAIMLER AG-1.40%61 604
TOYOTA MOTOR CORPORATION-9.14%182 661
VOLKSWAGEN AG-21.49%85 457
GENERAL MOTORS COMPANY-2.73%50 947
BMW AG-12.25%48 903
HONDA MOTOR CO., LTD.-15.73%41 967