Log-in
E-Mail
Passwort
Merken
Passwort vergessen?
Werden Sie kostenlos Mitglied
Anmelden
Anmelden
Mitglied werden
Kostenlose Anmeldung
Neukunde
Unser Angebot
Einstellungen
Einstellungen
Dynamische Kurse 
OFFON

MarketScreener Homepage  >  Aktien  >  Xetra  >  Daimler AG    DAI   DE0007100000

DAIMLER AG

(DAI)
  Report
ÜbersichtKurseChartsNewsRatingsTermineUnternehmenFinanzenAnalystenschätzungenRevisionenDerivate 
ÜbersichtAlle NachrichtenPressemitteilungenOffizielle PublikationenBranchennachrichtenMarketScreener AnalysenAnalystenempfehlungen

Chinesen bremsen Investitionen in Europa

share with twitter share with LinkedIn share with facebook
06.02.2020 | 13:47

(neu: Altmaier-Pläne, Kritik des BDI im 5. bis 9. Absatz)

STUTTGART/BERLIN (dpa-AFX) - Chinas Unternehmen haben ihre Firmenkäufe und -beteiligungen in Europa zurückgefahren: Investoren aus der Volksrepublik gaben im vergangenen Jahr gut 17 Milliarden Dollar (15,6 Mrd Euro) für Zukäufe und Beteiligungen an Unternehmen in Europa aus. Verglichen mit dem Vorjahr bedeutet das einen starken Rückgang von 45 Prozent. Das hat die Beratungsgesellschaft EY errechnet. Demnach zogen die Aktivitäten chinesischer Firmen im zweiten Halbjahr stark an, nachdem es in der ersten Jahreshälfte nur wenige Transaktionen gegeben hatte.

Europaweit größter chinesischer Firmenkauf war die Übernahme der britischen Brauereigruppe GREENE KING für 5,5 Milliarden Dollar durch eine Immobilien- und Investmentfirma des Hongkonger Multimilliardärs Li Ka-Shing. An zweiter Stelle kam die Fünf-Prozent-Beteiligung des chinesischen Staatskonzerns Beijing Automotive an Daimler für knapp 2,9 Milliarden Dollar, so die am Donnerstag veröffentlichte Studie.

In Deutschland nahm die Zahl der Firmenübernahmen und -beteiligungen durch Chinesen 2019 zwar leicht von 35 auf 39 zu, mehr als in jedem anderen europäischen Land. Doch da es sich abgesehen von der Daimler-Beteiligung zum Großteil um relativ kleine Transaktionen handelte, sanken die Investitionen von 10,6 auf 4,6 Milliarden. Bisheriges Rekordjahr in Deutschland war 2017, als chinesische Firmen über 13,6 Milliarden Dollar für Übernahmen in Deutschland ausgaben.

Die Beobachtungen der China-Fachleute bei EY decken sich mit dem "Global China Investment Tracker" des American Enterprise Institute, einer konservativen US-Denkfabrik, die chinesische Investitionen weltweit analysiert. Die Zahlen stehen vor dem Hintergrund wachsenden Misstrauens gegen chinesische Firmenkäufe in Europa, nicht zuletzt wegen des Ziels der Pekinger Führung, den Westen und Japan in sämtlichen Schlüsselbranchen technologisch zu überflügeln. So hatte die Bundesregierung bereits 2018 ihre Veto-Möglichkeiten gegen Firmenkäufe ausländischer Investoren ausgeweitet.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier will nun die Investitionsprüfung verschärfen. Konkret soll eine "voraussichtliche Beeinträchtigung" der öffentlichen Ordnung oder Sicherheit für einen Einspruch genügen

- bisher war eine "tatsächliche Gefährdung" maßgeblich. Damit soll

eine EU-Verordnung umgesetzt werden. Zudem will Altmaier (CDU) in der Außenwirtschaftsverordnung strengere Vorgaben für "kritische Technologien" festschreiben - dazu gehört die Künstliche Intelligenz.

Widerstand kommt von der deutschen Industrie. "Die Verschärfungen öffnen einer industriepolitischen Instrumentalisierung des Außenwirtschaftsrechts Tür und Tor und höhlen den Eigentumsschutz unnötig aus", sagte BDI-Präsident Dieter Kempf der dpa. "Für Investoren und Unternehmen entstehen große Unsicherheiten."

Deutschland profitiere sehr von Investitionen aus dem Ausland und leide unter dem internationalen Trend zu mehr Abschottung. "Umso mehr müssen wir uns klar als offenes Land präsentieren", sagte Kempf. Der Staat müsse erst aktiv werden und Auslandsinvestitionen in sicherheitssensiblen Bereichen verbieten können, wenn sie mit tatsächlichen schweren Gefährdungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit einhergingen.

Das Wirtschaftsministerium hält die Kritik des BDI für unbegründet. "Wir werden selbstverständlich den Eigentumsschutz nicht aushöhlen", sagte eine Sprecherin. "Wir aktualisieren unser Außenwirtschaftsrecht kontinuierlich und passen es aktuellen Gegebenheiten an - es wäre ein Stück weit nachlässig, dies nicht zu tun."

Die Kommunistische Partei in China nimmt das Misstrauen im Ausland sehr wohl wahr. So hat Peking nach Beobachtung europäischer Manager die Propaganda für die "Made in China 2025"-Kampagne weitgehend eingestellt, die große Besorgnis im Ausland ausgelöst hatte.

"Made in China 2025" ist das Motto des Plans, bis Mitte dieses Jahrzehnts in allen wichtigen Wirtschaftssektoren technologisch gleichzuziehen. Teils hat China Europa nach allgemeiner Einschätzung der Fachwelt bereits überholt, so in der Künstlichen Intelligenz.

In der längerfristigen Betrachtung haben chinesische Unternehmen 2019 so wenig Geld in Europa investiert wie seit 2013 nicht mehr. Inwieweit das auf Order des Pekinger Regimes zurückzuführen ist, lässt sich von außen schwer beurteilen. Laut American Enterprise Institute haben insbesondere große chinesische Staatsfirmen 2019 weniger im Ausland investiert.

Doch abgesehen von politischen Faktoren wächst die chinesische Volkswirtschaft inzwischen langsamer als in früheren Jahren, die Devisenreserven sind geschrumpft, die Unternehmensverschuldung hat rasant zugenommen. Da reiche Chinesen ihr Geld bevorzugt ins Ausland schaffen, versucht die Pekinger Führung, die Kapitalflucht mittels scharfer Kontrollen einzudämmen.

Die China-Fachleute bei EY gehen aber davon aus, dass chinesische Firmenkäufer in diesem Jahr wieder aktiver werden und auch die Coronavirus-Epidemie keine längerfristigen Auswirkungen haben wird./cho/DP/jha

© dpa-AFX 2020

Im Artikel erwähnte Wertpapiere
%Kurs01.01.
DAIMLER AG 0.27%48.895 verzögerte Kurse.-1.13%
EURO / US DOLLAR (EUR/USD) 0.40%1.18193 verzögerte Kurse.4.49%
NIO LIMITED 0.10%27.655 verzögerte Kurse.587.31%
share with twitter share with LinkedIn share with facebook
Alle Nachrichten auf DAIMLER AG
13:13Daimler-Chef Källenius sieht Handelsumfeld künftig weiter schwierig
DP
12:32Independent Research belässt BMW auf 'Halten' - Ziel 66 Euro
DP
12:06DAIMLER-CHEF : Plugin-Hybride 'nicht kaputtreden' - Belohnung fürs Laden geplant
DP
12:06DAIMLER-CHEF KÄLLENIUS : Wetterlage in Handelsfragen ist rauer geworden
DP
11:55Aktien Frankfurt: Uneinheitliche Tendenz
AW
10:10Aktien Frankfurt Eröffnung: Dax bleibt unter Druck
AW
10:04BMW mit überraschend guter Kassenlage - Aktie kaum bewegt
DP
09:44Batteriehersteller Farasis bekommt weitere Aufträge
DP
08:45DAIMLER AG : Veröffentlichung des Quartalsergebnisses
08:13Aktien Frankfurt Ausblick: Dax gibt weiter Boden ab
AW
Weitere Nachrichten
News auf Englisch zu DAIMLER AG
15:15DAIMLER AG : quaterly earnings release
12:08Daimler chief eyes China growth as trade tensions rise
RE
19.10.Tesla to export China-made Model 3 vehicles to Europe
RE
19.10.DAIMLER AG : Kepler Cheuvreux sticks Neutral
MD
19.10.DAIMLER : Mitsubishi Fuso premieres the new light-duty Canter truck in Japan
PU
16.10.Industrials Flat As Weak Factory Data Offsets Strong Retail Sales Data -- Ind..
DJ
16.10.EUROPA : Vaccine hopes, upbeat earnings power European shares
RE
16.10.DAIMLER : Preliminary results for the third quarter 2020 above market expectatio..
AQ
16.10.GLOBAL MARKETS LIVE : Gilead, Daimler, Pfizer…
16.10.DAIMLER : Third-Quarter Acceleration May Be as Good as It Gets -- Heard on the S..
DJ
Weitere Nachrichten auf Englisch
Finanzkennziffern
Umsatz 2020 151 Mrd. 179 Mrd. -
Nettoergebnis 2020 1 146 Mio 1 354 Mio -
Nettoliquidität 2020 11 944 Mio 14 106 Mio -
KGV 2020 47,9x
Dividendenrendite 2020 1,00%
Marktkapitalisierung 52 219 Mio 61 513 Mio -
Marktkap. / Umsatz 2020 0,27x
Marktkap. / Umsatz 2021 0,23x
Mitarbeiterzahl 293 688
Streubesitz 79,4%
Chart DAIMLER AG
Dauer : Zeitraum :
Daimler AG : Chartanalyse Daimler AG | MarketScreener
Vollbild-Chart
Trends aus der Chartanalyse DAIMLER AG
KurzfristigMittelfristigLangfristig
TrendsAnsteigendAnsteigendNeutral
Ergebnisentwicklung
Analystenschätzung
Verkauf
Kaufen
Durchschnittl. Empfehlung AUFSTOCKEN
Anzahl Analysten 29
Mittleres Kursziel 52,59 €
Letzter Schlusskurs 48,81 €
Abstand / Höchstes Kursziel 55,7%
Abstand / Durchschnittliches Kursziel 7,74%
Abstand / Niedrigstes Ziel -47,4%
Revisionen zum Gewinn/Aktie
Unternehmensführung
NameTitel
Ola Kaellenius Chairman-Management Board
Manfred Bischoff Chairman-Supervisory Board
Markus Schäfer Chief Operating Officer
Harald Wilhelm Chief Financial Officer
Clemens A. H. Börsig Member-Supervisory Board
Branche und Wettbewerber
01.01.Marktkapitalisierung (M$)
DAIMLER AG-1.13%61 513
TOYOTA MOTOR CORPORATION-9.97%184 128
VOLKSWAGEN AG-20.97%85 071
BMW AG-13.02%48 362
GENERAL MOTORS COMPANY-8.88%47 727
HONDA MOTOR CO., LTD.-16.59%42 339