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Credit Suisse : veröffentlicht den Bericht über die unabhängige externe Untersuchung zu Archegos Capital Management

29.07.2021 | 06:57
Credit Suisse Group veröffentlicht den Bericht über die unabhängige externe Untersuchung zu Archegos Capital Management
Die Credit Suisse Group AG hat heute den Bericht über die unabhängige externe Untersuchung zu Archegos Capital Management (Archegos) veröffentlicht, die vom Verwaltungsrat in Auftrag gegeben und von einem Sonderausschuss des Verwaltungsrats beaufsichtigt wurde.
Zürich
29.07.2021

Informationen für Investoren
Kinner Lakhani, Investor Relations, Credit Suisse
Telefon: +41 44 333 71 49
E-Mail: investor.relations@credit-suisse.com


Informationen für Medien
Dominik von Arx, Corporate Communications, Credit Suisse
Telefon: +41 844 33 88 44
E-Mail: media.relations@credit-suisse.com

In den vergangenen Monaten haben die Anwaltskanzlei Paul, Weiss, Rifkind, Wharton & Garrison LLP und ihre Expertenteams im Auftrag des Verwaltungsrats der Credit Suisse die Geschäftsbeziehung zwischen der Credit Suisse und Archegos umfassend überprüft. Auslöser dafür war der Kollaps des US-Hedge-Fonds am 25. März 2021. Im Rahmen der Überprüfung wurden mehr als 80 Interviews mit gegenwärtigen und ehemaligen Mitarbeitenden der Credit Suisse geführt sowie über zehn Millionen Dokumente und weitere Daten beschafft.

Die wesentlichen Erkenntnisse der Untersuchung ergaben unter anderem, dass im Prime-Services-Geschäft der Investment Bank Versäumnisse bei der effektiven Steuerung der Risiken durch die erste und die zweite Verteidigungslinie vorlagen und dass es eine fehlende Eskalation von Risiken gab. Zudem wurde im gleichen Geschäftsbereich festgestellt, dass die Kontrolle hinsichtlich Limitenüberschreitungen über beide Verteidigungslinien hinweg infolge der ungenügenden Erfüllung der Aufsichtspflichten in der Investment Bank und im Risk-Bereich unzureichend war und dass die Priorisierung von Risikominderungs- und Verbesserungsmassnahmen (wie dynamische Margenhinterlegung) nicht angemessen war.

Aus der Untersuchung ging jedoch auch hervor, dass es sich hierbei nicht um eine Situation handelte, in der sich das Personal aus den Geschäfts- und Risk-Bereichen betrügerisches oder rechtswidriges Vorgehen oder böswilliges Verhalten zuschulden kommen liess. Zudem wurden in Zusammenhang mit der Architektur der Risikokontrollen und -prozesse keine Mängel ermittelt und bei den bestehenden Risikosystemen keine Unzulänglichkeiten hinsichtlich der Ermittlung kritischer Risiken und damit verbundener Bedenken festgestellt.

António Horta-Osório, Verwaltungsratspräsident der Credit Suisse, sagte: «Die Bank hat bereits eine Reihe entschiedener Massnahmen getroffen, um das Risikorahmenwerk zu stärken. Wir sind entschlossen, die richtigen Lehren zu ziehen und unsere Kontrollfunktionen auszubauen, sodass wir künftig besser aufgestellt sind. Wir wollen eine von Verantwortung und Rechenschaftspflicht geprägte Unternehmenskultur entwickeln, in deren Rahmen die Mitarbeitenden grundsätzlich Risikomanager sind, klar wissen, was sie tun müssen, allfällige Bedenken eskalieren und für ihre Handlungen verantwortlich sind. Eine derartige Kultur ist von entscheidender Bedeutung - wenn wir dieses Ziel gemeinsam und konsequent verfolgen, können wir nachhaltige Veränderungen bewirken und Mehrwert für unsere Kundschaft und unsere Aktionärinnen und Aktionäre schaffen.»

Unter der Leitung des Tactical Crisis Committee des Verwaltungsrats - das sich aus dem Verwaltungsratspräsidenten, dem Vorsitzenden des Audit Committee, dem Vorsitzenden des Risk Committee und dem Vorsitzenden des Conduct and Financial Crime Control Committee zusammensetzt - und in enger Zusammenarbeit mit dem Group Chief Executive Officer und ausgewählten Mitgliedern des Senior Management, einschliesslich des interimistischen Chief Risk Officer (CRO), des Chief Financial Officer, des General Counsel, des interimistischen Chief Compliance Officer, des neuen CEO der Division Investment Bank und des Leiters Internal Audit hat die Bank bereits verschiedene wichtige Empfehlungen umgesetzt (siehe separate Zusammenfassung bereits getroffener Massnahmen).

Dazu zählen mehrere Führungswechsel in der Investment Bank, darunter auch im Prime-Services-Geschäft, und die Einleitung der Rekrutierung von zusätzlichen Mitarbeitenden für die Risk-Funktion. Zudem wurden in den letzten Monaten sämtliche grossen gruppenweiten Risikopositionen überprüft sowie die Kontrollen hinsichtlich Limitenüberschreitungen und die Eskalationsanforderungen überarbeitet. Darüber hinaus wurden mehrere Risiko-Governance-Gremien überprüft und verstärkt; zudem wurde die Risikobereitschaft in der gesamten Organisation gesenkt, wobei zusätzliche Anforderungen für die Genehmigung aller wesentlichen Transaktionen eingeführt wurden. Dadurch gelang es der Bank, die risikogewichteten Aktiven und die Leverage-Risikoposition im Prime-Services-Geschäft deutlich zu reduzieren und gleichzeitig die Margenanforderungen zu erhöhen; zudem wurden alle Hedge-Fonds-Kunden auf eine dynamische Margenhinterlegung umgestellt. Ausserdem hat die Bank eine Überprüfung von Rollen mit Doppelfunktionen in Auftrag gegeben.

Ein wesentlicher Aspekt der gesamten Überprüfung war die individuelle Rechenschaftspflicht; die anschliessend umgesetzten Massnahmen betrafen 23 Personen. Diese Massnahmen umfassten die Beendigung des Arbeitsverhältnisses (neun Personen) sowie hohe finanzielle Einbussen von insgesamt rund USD 70 Mio. mittels Massnahmen zur Anpassung der Vergütung, darunter die Anwendung eines Malus von bis zu 100 % (Streichung ausstehender aufgeschobener Ansprüche) und einige Rückforderungen (Rückzahlung von zuvor ausgeschütteten Beträgen). Die Bank wird die impliziten und expliziten Auswirkungen der Archegos-Angelegenheit auf die Vergütung nach Abschluss des Geschäftsjahres im Vergütungsbericht vollumfänglich darlegen.

Schliesslich hat die Bank in dieser Woche die Ernennung von David Wildermuth zum neuen CRO bekannt gegeben. Er war zuletzt bei Goldman Sachs tätig und verfügt über einen beachtlichen Erfahrungsschatz im Risikomanagement. Er wird seine neue Funktion Anfang 2022 übernehmen. Bis dahin und wie ursprünglich geplant und Anfang April 2021 mitgeteilt, wird Joachim Oechslin weiterhin die Funktion des CRO interimistisch wahrnehmen. In den vergangenen Monaten haben Joachim Oechslin und Richard Meddings, der interimistische Vorsitzende des Risk Committee, massgeblich bei der Leitung und Umsetzung der oben beschriebenen Massnahmen zur Verbesserung des Risikomanagements mitgewirkt.

Die Credit Suisse wird unermüdlich daran arbeiten, eine von klarer Rechenschaftspflicht und Verantwortlichkeit geprägte Unternehmenskultur zu etablieren - und gleichzeitig ihre eingehende Beurteilung zur Übertragbarkeit der Erkenntnisse («Read-Across») fortsetzen, um sicherzustellen, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen - und einen nachhaltigen Mehrwert für ihre Kundinnen und Kunden sowie ihre Aktionärinnen und Aktionäre zu schaffen.

Der vollständige Bericht der Anwaltskanzlei Paul, Weiss, Rifkind, Wharton & Garrison und die Zusammenfassung zu den getroffenen Massnahmen der Credit Suisse sind unter www.credit-suisse.com/archegos abrufbar.

Credit Suisse

Die Credit Suisse ist einer der weltweit führenden Finanzdienstleister. Unsere Strategie baut auf den Kernstärken der Credit Suisse auf: unserer Positionierung als eines der führenden Institute in der Vermögensverwaltung, unseren ausgeprägten Kompetenzen im Investment Banking und unserer starken Präsenz in unserem Heimmarkt Schweiz. Wir verfolgen bei der Vermögensverwaltung einen ausgewogenen Ansatz mit dem Ziel, sowohl von der grossen Vermögensbasis in den reifen Märkten als auch vom erheblichen Vermögenszuwachs in der Region Asien-Pazifik und anderen Schwellenmärkten zu profitieren, während wir gleichzeitig die wichtigsten entwickelten Märkte mit Schwerpunkt auf der Schweiz bedienen. Die Credit Suisse beschäftigt etwa 49'090 Mitarbeitende. Die Namenaktien (CSGN) der Credit Suisse Group AG, sind in der Schweiz sowie, in Form von American Depositary Shares (CS), in New York kotiert. Weitere Informationen über die Credit Suisse finden Sie unter www.credit-suisse.com

Wichtige Informationen

Zu beachten ist, dass wir die für die Anlegergemeinschaft wichtigen Unternehmensinformationen (einschliesslich der vierteljährlichen Earnings Releases und Financial Reports sowie unseres jährlichen Nachhaltigkeitsberichts) auf folgenden Kanälen publizieren: in Medienmitteilungen, Ad-hoc-Berichten an die SEC und an Schweizer Aufsichtsbehörden, auf unserer Website sowie in öffentlichen Konferenzschaltungen und Web-Übertragungen. Darüber hinaus nutzen wir regelmässig unseren Twitter-Kanal @creditsuisse (https://twitter.com/creditsuisse), unseren LinkedIn-Kanal (https://www.linkedin.com/company/credit-suisse/), unsere Instagram-Kanäle (https://www.instagram.com/creditsuisse_careers/ und https://www.instagram.com/creditsuisse_ch/), unseren Facebook-Kanal (https://www.facebook.com/creditsuisse/) und andere Social-Media-Kanäle als zusätzliche Möglichkeiten zur Verbreitung öffentlicher Informationen, einschliesslich Schlüsselaussagen aus unseren Offenlegungen. Solche Mitteilungen oder deren Retweets können auch über einige unserer regionalen Kanäle gesendet werden, unter anderem auf Twitter unter @csschweiz (https://twitter.com/csschweiz) und @csapac (https://twitter.com/csapac). Solche Kurzmitteilungen sind stets als Auszüge zu verstehen und im Zusammenhang mit den entsprechenden vollständigen Offenlegungsinhalten zu berücksichtigen. Die von uns auf diesen Social-Media-Kanälen geteilten Inhalte sind nicht Bestandteil dieses Dokuments.

Informationen, auf die in diesem Dokument verwiesen wird und die über Website-Links oder auf andere Weise zugänglich sind, sind in diesem Dokument nicht enthalten.

Die englische Version dieser Medienmitteilung ist die massgebliche Version.

Cautionary statement regarding forward-looking information

This document contains statements that constitute forward-looking statements. In addition, in the future we, and others on our behalf, may make statements that constitute forward-looking statements. Such forward-looking statements may include, without limitation, statements relating to the following:

  • our plans, targets or goals;
  • our future economic performance or prospects;
  • the potential effect on our future performance of certain contingencies; and
  • assumptions underlying any such statements.

Words such as 'believes,' 'anticipates,' 'expects,' 'intends' and 'plans' and similar expressions are intended to identify forward-looking statements but are not the exclusive means of identifying such statements. We do not intend to update these forward-looking statements.

By their very nature, forward-looking statements involve inherent risks and uncertainties, both general and specific, and risks exist that predictions, forecasts, projections and other outcomes described or implied in forward-looking statements will not be achieved. We caution you that a number of important factors could cause results to differ materially from the plans, targets, goals, expectations, estimates and intentions expressed in such forward-looking statements and that the COVID-19 pandemic creates significantly greater uncertainty about forward-looking statements in addition to the factors that generally affect our business. These factors include:

  • the ability to maintain sufficient liquidity and access capital markets;
  • market volatility and interest rate fluctuations and developments affecting interest rate levels, including the persistence of a low or negative interest rate environment;
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  • the emergence of widespread health emergencies, infectious diseases or pandemics, such as COVID-19, and the actions that may be taken by governmental authorities to contain the outbreak or to counter its impact;
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  • the ability to increase market share and control expenses;
  • technological changes instituted by us, our counterparties or competitors;
  • the timely development and acceptance of our new products and services and the perceived overall value of these products and services by users;
  • acquisitions, including the ability to integrate acquired businesses successfully, and divestitures, including the ability to sell non-core assets; and
  • other unforeseen or unexpected events and our success at managing these and the risks involved in the foregoing.

We caution you that the foregoing list of important factors is not exclusive. When evaluating forward-looking statements, you should carefully consider the foregoing factors and other uncertainties and events, including the information set forth in 'Risk factors' in I - Information on the company in our Annual Report 2020 and in 'Risk factor' in I - Credit Suisse results - Credit Suisse in our 1Q21 Financial Report.

Disclaimer

This document was produced by and the opinions expressed are those of Credit Suisse as of the date of writing and are subject to change. It has been prepared solely for information purposes and for the use of the recipient. It does not constitute an offer or an invitation by or on behalf of Credit Suisse to any person to buy or sell any security. Any reference to past performance is not necessarily a guide to the future. The information and analysis contained in this publication have been compiled or arrived at from sources believed to be reliable but Credit Suisse does not make any representation as to their accuracy or completeness and does not accept liability for any loss arising from the use hereof.

Disclaimer

Credit Suisse Group AG published this content on 29 July 2021 and is solely responsible for the information contained therein. Distributed by Public, unedited and unaltered, on 29 July 2021 04:56:04 UTC.


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