Von Andrea Figueras

BASEL (Dow Jones)--Der Schweizer Luxuskonzern Richemont hat nach eigenen Angaben keine finanziellen Verpflichtungen gegenüber Farfetch, der britischen Online-Plattform für Luxusmode. Wie die Compagnie Financiere Richemont mitteilte, plant sie ebenfalls nicht, Kredite an Farfetch zu vergeben oder in Farfetch zu investieren. Beide Unternehmen hatten 2022 eine stärkere Zusammenarbeit vereinbart, im Rahmen derer Richemont einen Anteil seiner Online-Luxus-Plattform Yoox Net-A-Porter an Farfetch verkauft und Richemont im Gegenzug einen Minderheitsanteil an Farfetch erworben hat.

Richemont teilte weiter mit, das Unternehmen beobachte die Situation und prüfe seine Optionen in Bezug auf die Vereinbarungen mit Farfetch, die weiterhin bestimmten Bedingungen unterlägen. Das betreffe auch den Verkauf der Beteiligung an Yoox Net-A-Porter.

Farfetch hatte am Dienstagabend mitgeteilt, dass das Unternehmen am Mittwoch nicht wie geplant die Ergebnisse für das dritte Quartal veröffentlichen werde. Des weiteren werde das Unternehmen zum jetzigen Zeitpunkt keine Prognosen abgeben, und frühere Prognosen hätten keine Gültigkeit mehr. Das Unternehmen werde zu gegebener Zeit einen "Market Update" veröffentlichen.

Am Dienstag hatte die britische Zeitung Telegraph berichtet, dass Farfetch-Gründer Jose Neves Gespräche mit den Hauptaktionären führe, um das Unternehmen von der Börse zu nehmen. Der Zeitung zufolge könnte der Schritt von großen Geldgebern wie dem chinesischen E-Commerce-Riesen Alibaba und Richemont unterstützt werden.

Farfetch lehnte eine Stellungnahme ab.

Farfetch ist seit 2018 an der New York Stock Exchange börsennotiert.

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November 29, 2023 03:17 ET (08:17 GMT)