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WDH/COMMERZBANK IM FOKUS: Der große Wurf bleibt aus

26.09.2019 | 08:36

(Im drittletzten Absatz, vorletzter Satz wurde eine Doppelung beseitigt.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Stellenabbau, Filialschließungen und noch mehr Digitalisierung: Zwischen Ultra-Niedrigzinsen und der harten Konkurrenz durch Sparkassen und Volksbanken sucht die Commerzbank nach ihrem Zukunftsmodell. Am 27. September will Vorstandschef Martin Zielke seinen Plan für die nächsten Jahre vorstellen. Die Eckpunkte sind bereits bekannt - und lösten bei Experten kaum Begeisterung aus. Was bei der Commerzbank los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

DAS IST LOS BEI COMMERZBANK:

Seit die Fusionsgespräche mit der Deutschen Bank im April geplatzt sind und die niederländische Bank ING und die italienische HVB-Mutter Unicredit abgewinkt haben, scheint klar: Die Commerzbank muss sich in der schwierigen Lage der deutschen Geldinstitute weiterhin allein behaupten. Wer dachte, dass das für die Mitarbeiter eine gute Nachricht ist, ist seit vergangenem Freitag schlauer. Zielke will jede fünfte der rund 1000 Filialen schließen, 4300 Vollzeitstellen stehen auf der Streichliste. Zwar sollen an anderer Stelle 2000 Jobs hinzukommen - doch diese passen nicht unbedingt zu den Beschäftigten, deren Arbeitsplätze wegfallen.

Eigentlich wollte Zielke sein Strategieprogramm erst eine Woche später der Öffentlichkeit vorstellen. Schließlich soll der Aufsichtsrat erst an diesem Donnerstag am Ende einer zweitägigen Strategietagung darüber entscheiden. Doch nachdem durchgesickert war, dass Zielke die polnische Tochter mBank verkaufen will, entschied das Management, den Plan früher zu verkünden.

Die Commerzbank, deren größter Anteilseigner seit der Finanzkrise vor zehn Jahren der deutsche Staat ist, hat ihre Belegschaft bereits erheblich reduziert. Die Zahl der Vollzeitkräfte sank von 43 300 auf 40 700 Ende Juni 2019. Bis Ende 2020 sollten es etwa 38 000 sein. Die Kosten für Stellenabbau und Filialschließungen bezifferte die Commerzbank auf 850 Millionen Euro. Mittelfristig rechnet das Management mit sinkenden Kosten: 2023 sollen sie rund 600 Millionen Euro unter denen des laufenden Jahres liegen.

Auf der anderen Seite will die Bank 750 Millionen Euro vor allem in digitale Angebote stecken. Das Geld für diese Investitionen soll maßgeblich aus dem Verkauf der mBank kommen. Die vergleichsweise profitable mBank ist an der Warschauer Börse derzeit mit rund 3,1 Milliarden Euro bewertet. Die Commerzbank hält 69,3 Prozent an dem Institut.

Dagegen will die Commerzbank ihre Online-Tochter Comdirect mit Sitz in Quickborn, an der sie gut 82 Prozent hält, ganz übernehmen. Denn durch die fortschreitende Digitalisierung glichen sich die Geschäftsmodelle von Commerzbank und Comdirect immer stärker an, hieß es zur Begründung.

Für das Jahr 2023 peilt die Commerzbank-Führung nun eine Kostenbasis von höchstens 5,5 Milliarden Euro an. Die Eigenkapitalrendite soll mittelfristig mehr als vier Prozent erreichen. Dies soll auch die Zahlung regelmäßiger Dividenden ermöglichen.

DAS MACHT DIE AKTIE:

Die Entwicklung der Commerzbank-Aktie bleibt für Anleger dennoch ein Trauerspiel. Einem kurzen Zwischenhoch im Frühjahr infolge der Übernahmespekulationen mit Kursen über 8 Euro folgte ein wochenlanger Sturzflug, bis sie Mitte August mit 4,658 Euro den tiefsten Stand ihrer Geschichte erreichte. Nach einer leichten Erholung ging es nach der Verkündung des vorläufigen Strategieprogramms deutlich abwärts. Am Montag und Dienstag verlor die Aktie mehr als acht Prozent an Wert. Mit rund 5,20 Euro lag der Kurs zuletzt wieder nahe des Tiefs von 5,157 Euro aus dem Finanzkrisen-Jahr 2008.

Von ihren einstigen Höhen bleibt die Aktie weit entfernt. Das rechnerische - um viele Kapitalerhöhungen und Aktienzusammenlegungen bereinigte - Rekordhoch datiert aus dem Jahr 2000 und liegt bei 288,64 Euro. Kurz vor Ausbruch der Finanzkrise und dem Einstieg des Staates lag der Kurs umgerechnet bei mehr als 200 Euro. Seitdem summiert sich das Minus auf rund 97 Prozent. So viel hat fast keine andere Aktie eines deutschen Standardwerts verloren.

Logische Folge des Kurssturzes war vor rund einem Jahr der Abstieg der Bank aus dem Dax in den MDax. Und mit einem Börsenwert von gerade noch rund 6,5 Milliarden Euro liegt die Commerzbank selbst in dem Index der mittelgroßen Werte nur noch im Mittelfeld. Die ebenfalls gebeutelte Deutsche Bank kommt derzeit auf einen Börsenwert von rund 14 Milliarden Euro.

Angesichts des niedrigen Aktienkurses der Commerzbank scheint auch der Ausstieg des Staats, der immer noch 15,6 Prozent der Anteile hält, in weiter Ferne. Der staatliche Anteil ist derzeit gerade noch rund eine Milliarde Euro wert. Der Bund müsste aber rund fünf Milliarden erlösen, um bei der Commerzbank ohne Verluste auszusteigen.

DAS SAGEN ANALYSTEN:

Für Branchenexperten ist die Commerzbank-Aktie derzeit größtenteils weder Fisch noch Fleisch. Von den 16 im dpa-AFX Analyser erfassten Analysten, die ihre Einschätzung seit den geplatzten Fusionsgesprächen mit der Deutschen Bank aktualisiert haben, plädieren 14 dafür, die Papiere zu halten. Je 2 Experten raten zu Kauf oder Verkauf. Im Schnitt sehen sie den Aktienkurs auf dem Weg zu fast 7 Euro. Damit hätte er derzeit ein Drittel Luft nach oben.

Eigentlich spräche dies für eine größere Zahl an Kaufempfehlungen. Doch die Verunsicherung ist groß. Die Anleger steckten im europäischen Bankensektor in einem Dilemma, schrieb Analyst Kian Abouhossein von der US-Investmentbank JPMorgan Mitte September. Einerseits lägen die Aktienkurse nahe historischer Tiefpunkte, andererseits stecke die Branche weiterhin in strukturellen Problemen. So liegt Abouhossein mit seiner "Halten"-Empfehlung und einem Kursziel von 6,50 Euro im Mittelfeld der Experten. Besonders pessimistisch ist sein Kollege Andrew Stimpson von der Bank of America, der sein Kursziel schon im August von 7 auf 4,90 Euro gesenkt hatte.

Den HSBC-Analysten Johannes Thormann warfen auch die Eckpunkte des neuen Strategieprogramms nicht vom Hocker. Als einer der optimistischeren Experten senkte er sein Kursziel von 9,00 auf 8,40 Euro. Mit einem Verkauf der polnischen mBank verliere der Konzern seinen profitabelsten Geschäftsteil. Die vom Management angepeilte Eigenkapitalrendite von mehr als vier Prozent hält er zwar für realistisch. Allerdings sei das Ziel noch zu weit entfernt./stw/men/he/

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© dpa-AFX 2019
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