CECONOMY AG Q2/H1 2017/2018 01

HALBJAHRESFINANZBERICHT

Q2/H1 2024/25



AUSGEWÄHLTE KENNZAHLEN

Q2 2024/25

+1,3%





10 Mio. €





Umsatz1leicht gegenüber Vorjahr gesteigert Bereinigtes EBIT2über Vorjahr

1Währungs- und portfoliobereinigter Umsatz, vor IAS 29

2Bereinigtes EBIT vor nicht regelmäßig wiederkehrenden Effekten, nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen, vor IAS 29 und Portfolioveränderungen

AUSGEWÄHLTE KENNZAHLEN

H1 2024/25

+5,9%

289 Mio. €



Umsatzplus1, Trend im zweiten Quartal abgeschwächt Bereinigtes EBIT2 36 Mio. € über Vorjahreswert

62 Mio. €

60





Free Cash Flow geringer als im Vorjahr, im Wesentlichen bedingt durch schwächere Entwicklung des Nettobetriebsvermögens Net Promoter Score (NPS) im ersten Halbjahr um +3 Punkte gesteigert

1Währungs- und portfoliobereinigter Umsatz, vor IAS 29

2Bereinigtes EBIT vor nicht regelmäßig wiederkehrenden Effekten, nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen, vor IAS 29 und Portfolioveränderungen

DAS ERSTE HALBJAHR IM RÜCKBLICK



Dr. Karsten Wildberger,

Vorstandsvorsitzender bis 5. Mai 2025

»

Zum neunten Mal in Folge wachsen wir nachhaltig und verbessern unsere Profitabilität - ein Beleg, dass unsere Strategie erfolgreich ist und konsequent umgesetzt wird.

Unsere Wachstumsfelder entwickeln sich stark. Wir schaffen maßgeschneiderte Angebote, die unseren Kundinnen und Kunden spürbar Mehrwert bieten.

Alles mit dem Ziel, die Kundenzufriedenheit weiter zu steigern. Dabei spielt die Nutzung von Daten eine immer wichtigere Rolle -sie ermöglicht uns individuelle Angebote und eine noch präzisere Kundenansprache. Das ist die Zukunft des Handels, und wir sind bestens positioniert, um sie aktiv zu gestalten.

«



Dr. Kai-Ulrich Deissner,

Finanzvorstand

»

Alle strategischen Wachstumsfelder legen weiterhin zu und treiben damit die Verbesserung unserer Bruttomarge voran.

Wir setzen auf strikte Kostendisziplin und passen uns schnell an Marktveränderungen an. So können wir gezielt in Zukunftsthemen investieren und bleiben gleichzeitig wirtschaftlich stabil.

«

‌Inhalt

06 Finanzdaten auf einen Blick 07 Konzernzwischenlagebericht

07 Strategie

07 Geschäftsmodell

09 Ausblick

10 Nachhaltigkeit

12 CECONOMY am Kapitalmarkt

13 Ereignisse nach dem Quartalsstichtag

14 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

16 Ergebnisse im Detail

22 Finanz- und Vermögenslage

24 Chancen und Risiken

26 Verkürzter Konzernzwischenabschluss

  1. Gewinn- und Verlustrechnung

  2. Überleitung vom Perioden- zum Gesamtergebnis

  3. Bilanz

  4. Verkürzte Eigenkapitalentwicklung

  5. Kapitalflussrechnung

  6. Ausgewählte Konzernanhangangaben

31 Segmentberichterstattung

32 Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des verkürzten Konzernzwischenabschlusses

34 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

37 Erläuterungen zur Bilanz

42 Sonstige Erläuterungen

  1. Ereignisse nach dem Quartalsstichtag

  2. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

  3. Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

  4. Finanzkalender und Impressum

Dieses Dokument ist ein Halbjahresfinanzbericht gemäß § 115 WpHG.

CECONOMY wird grundsätzlich mit Leistungskennzahlen - ermittelt entsprechend den Vorgaben der IFRS (International Financial Reporting Standards) - gesteuert. Darüber hinaus finden folgende bedeutsamste Leistungskennzahlen Anwendung: ein um Währungseffekte und Portfolioveränderungen bereinigtes Gesamtumsatzwachstum und ein um nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte, Portfolioveränderungen sowie um Ergebniseffekte aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen bereinigtes EBIT. Für die prognoserelevanten Kennzahlen erfolgt für die Vorjahreswerte entsprechend eine Bereinigung.

Die nicht regelmäßig wiederkehrenden Effekte beziehen sich im Geschäftsjahr 2024/25 im Wesentlichen auf die Wertberichtigung von Vermögenswerten in Polen, einen Schadensfall in den Niederlanden, die Vereinfachung und Digitalisierung von Zentralstrukturen und Prozessen sowie Bilanzierungseffekte aus der Anwendung des IAS 29 im hyperinflationären Land Türkei.

Nähere Ausführungen zu den steuerungsrelevanten Leistungskennzahlen befinden sich im CECONOMY-Geschäftsbericht 2023/24 im Kapitel "Steuerungssystem". Der ebenfalls enthaltene Prognosebericht für das Geschäftsjahr 2024/25 enthält weitere Angaben zur Bereinigung des EBIT um nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte im laufenden Geschäftsjahr.

Ab dem Geschäftsjahr 2024/25 bezieht sich die Berichterstattung auf den so genannten "Operational Services & Solutions-Umsatz" als Teil des Services & Solutions-Umsatzes. In der nunmehr berichteten Kennzahl Operational Services & Solutions-Umsatz sind im Vergleich zur bisher berichteten Kennzahl Services & Solutions-Umsatz im Wesentlichen Umsätze mit Retail Media, Kundenbelieferungen aus dem Store sowie erhaltene Provisionen und Gebühren aus dem Marketplace-Ge-schäft nicht mehr enthalten.

Die Ermittlung des ausgewiesenen Steueraufwands erfolgt nach den Vorschriften zur Zwischenberichterstattung unter Anwendung des sogenannten integralen Ansatzes. Die im vorliegenden Halbjahresfinanzbericht dargestellten Zahlen wurden kaufmännisch gerundet. Dies kann dazu führen, dass sich einzelne Werte nicht zu dargestellten Summen addieren lassen.

‌FINANZDATEN AUF EINEN BLICK

Umsatz und Ergebnis

Mio. € Q2 2023/24 Q2 2024/25 Veränderung H1 2023/24 H1 2024/25 Veränderung

Umsatz

5.334

5.246

-1,6%

12.318

12.816

4,0%

davon IAS 29 (Hochinflation Türkei)

45

-43

-

26

-28

-

Entwicklung währungs- und portfoliobereinigter Umsatz

6,5%

1,3%

-

4,8%

5,9%

-

Umsatzentwicklung flächenbereinigt

5,1%

0,8%

-

3,9%

4,7%

-

Bruttomarge

17,6%

18,2%

0,6%p.

17,3%

17,5%

0,2%p.

Bereinigte Bruttomarge

17,8%

18,4%

0,5%p.

17,7%

17,7%

0,0%p.

EBIT

44

14

-68,8%

263

243

-7,6%

Bereinigtes EBIT

5

10

80,8%

253

289

14,3%

Bereinigte EBIT-Marge

0,1%

0,2%

0,1%p.

2,1%

2,3%

0,2%p.

Finanzergebnis

-26

-47

-84,9%

-66

-104

-58,4%

Steuerquote

k.A.

k.A.

k.A. -18,4%

20,4%

38,8%p.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Periodenergebnis

0

0

-

2

0

-84,9%

Nettoergebnis

84

-38

-

231

110

-52,5%

Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €)

0,17

-0,08

-0,25

0,48

0,23

-0,25

Weitere operative Kennzahlen

Mio. € Q2 2023/24 Q2 2024/25 Veränderung H1 2023/24 H1 2024/25 Veränderung

Online-Umsatz

1.187

1.250

5,3%

2.989

3.328

11,3%

Operational Services & Solutions-Umsatz1

288

303

5,0%

598

682

14,0%

Ergebnisanteil aus operativen nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen

43

26

-39,7%

43

19

-55,5%

Free Cashflow

-

-

-

229

62

-73,0%

Investitionen laut Segmentbericht

221

132

-39,9%

343

277

-19,1%

Bilanz

Mio. € 31.03.2024 31.03.2025 Veränderung

Nettobetriebsvermögen 576

-495

81

Nettoliquidität (+)/Nettoverschuldung (-) -1.711

-1.763

-52

1Definitionsänderung und Vorjahresanpassung, siehe Erläuterungen zu Grundlagen und Methoden des verkürzten Konzernzwischenabschlusses

‌KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT

‌Strategie Strategischer Rahmen: "Experience Electronics"

CECONOMY reagiert auf veränderte Kundenbedürfnisse. Als übergeordnetes Leitbild dient dafür unser Purpose:

"We create Experience Electronics to enrich people's life."

Dieser Purpose greift die beiden wesentlichen Elemente der Strategie auf: den klaren Fokus auf die Kundenbedürfnisse und den Anspruch, mehr zu bieten als den reinen Verkauf. Ziel ist es, langfristige und wertvolle Kundenbeziehungen aufzubauen - ein entscheidender Erfolgsfaktor für das Unternehmen.

"Experience Electronics" wird in vier zentralen Bereichen verwirklicht. Der Anspruch ist es, sich in jedem dieser Felder mit erstklassigen Angeboten klar vom Wettbewerb abzuheben.

  • Employee Experience: Unsere Mitarbeitenden sind das wertvollste Kapital unseres Unternehmens. Sie sorgen auf allen Kanälen für individuellen Service. Mit persönlicher Beratung schaffen sie echten Mehrwert für unsere Kundinnen und Kunden und rücken dabei die menschliche Kompetenz bewusst in den Mittelpunkt.

  • Shopping Experience: Wir vereinen das Einkaufserlebnis in unseren modernisierten Märkten mit innovativen digitalen Lösungen und bieten ein sorgfältig kuratiertes, relevantes Produktsortiment.

  • Usage Experience: Wir bieten ein kundenzentriertes Service-Angebot, um Kunden entlang des gesamten Lebenszyklus zu unterstützen.

  • Impact Experience: Wir bieten ein umfassendes Angebot an nachhaltigen Produkten und Services der Kreislaufwirtschaft.

    ‌Geschäftsmodell: Omnichannel-Service-Plattform

    Der Einzelhandel bleibt unser Kerngeschäft, doch wir entwickeln uns zur Omnichannel-Serviceplattform weiter. Auf Basis unserer starken Kundenbeziehungen haben wir wachstumsstarke, zunehmend eigenständige Geschäftsfelder skaliert und erkunden neue Marktpotenziale.

    Unsere Plattformgeschäfte steigern Kundenrelevanz und Profitabilität



    Unser "Retail Core" aus Consumer Electronics und verwandten Produktkategorien bildet das Fundament. Durch Fokussierung auf margenstarke Wachstumsbereiche und neue Kategorien wie Mobilität und Refurbished-Produkte stärken wir unsere Profitabilität. Nachhaltigkeit ist dabei zentral - erkennbar am MediaMarktSaturn-Label "BetterWay".

  • Der Geschäftsbereich Services & Solutions umfasst ein wachsendes Dienstleistungsportfolio, darunter Finanzierung, Versicherung, Reparaturen und Installationen. So decken wir zentrale Kundenbedürfnisse ab: Erschwinglichkeit, sor-genfreie Nutzung, Notfallhilfe und bewussten Konsum. Services sind für uns ein wichtiger Profitabilitätstreiber mit geringer Bilanzbelastung durch Partnerkooperationen. Zudem fördern Abo-Modelle wiederkehrende Zahlungs-ströme.

  • Der MediaMarktSaturn-Marketplace erweitert das Sortiment über den eigenen Einzelhandel hinaus. Kunden erhalten Zugang zu vollständigen Herstellerangeboten ("Long-Tail") und ergänzenden Drittanbieter-Produkten unter anderem aus den Bereichen Haustierpflege, Spielzeug, Do-it-Yourself, Sport&Fitness oder Mobilität. CECONOMY profitiert von Kommissionen ohne Bestandsrisiko.

  • Unsere Eigenmarken Koenic, ISY, Peaq und ok. bieten attraktive Preis-Leistungs-Alternativen. Durch sorgfältige Sor-timentsgestaltung und Marketing kann CECONOMY die Margen steigern, indem wir als Händler und Lieferant agieren.

  • CECONOMY bietet Partnern mit Space-as-a-Service Zugang zu Fläche und Einzelhandelsinfrastruktur. Durch Shop-in-Shop-Konzepte, Branded Elements und Events profitieren sie von unserer Reichweite, während wir Flächenwert und Einnahmen steigern.

  • Retail Media bietet Herstellern und Werbetreibenden gezielte Platzierung auf MediaMarktSaturn-Kanälen. Durch anonymisierte Daten steigern Sponsored Ads und In-Store Ads die Sichtbarkeit, während das skalierbare, datenge-triebene Modell relevantere Angebote für Kunden schafft. Die Ziele der einzelnen Geschäftsmodelle für das Geschäftsjahr 2025/26 sind klar definiert, und die Kapitalmärkte werden in regelmäßigen Abständen über den Fortschritt in voller Transparenz informiert.

Ziele für das Geschäftsjahr 2025/26



1Operativer Services & Solutions Ertrag, anteilig in % am Gesamtumsatz (exklusive beispielsweise Retail Media, Marketplace-Kommissionen und -Gebühren, Lieferungen).

‌Ausblick

Die Consumer-Electronics-Branche befindet sich nach wie vor in einem herausfordernden Umfeld, das von starker Volatilität geprägt ist. Ungünstige Wirtschaftsindikatoren im Arbeitsmarkt und Industriesektor, politische Ungewiss-heiten und deutlich weniger optimistische Konjunkturprognosen, insbesondere in Deutschland, beeinflussen die Verbraucherstimmung. Dazu trägt auch die weiterhin angespannte geopolitische Lage bei. Dies wirkt sich wiederum auf den Umsatz im Bereich Consumer Electronics aus.

CECONOMY wird auch zukünftig aktiv auf die Unsicherheiten reagieren, indem das Unternehmen seine Handlungen konsequent an den Kundenbedürfnissen und seiner Strategie ausrichtet. Die Transformation hin zu einer kundenori-entierten Service-Plattform schreitet spürbar voran. CECONOMY hat bereits Maßnahmen ergriffen, um auch unter schwierigen Bedingungen erfolgreich zu sein. Die Entwicklung der Wachstumsfelder sowie der positive Abschluss des Geschäftsjahres 2023/24 mit einer disziplinierten Finanzstrategie bestätigen, dass das Unternehmen die richtigen Schritte unternimmt.

Für das Geschäftsjahr 2024/25 erwarten wir einen moderaten Anstieg des währungsbereinigten Gesamtumsatzes. Dazu sollen alle Segmente beitragen.

Außerdem erwarten wir eine deutliche Verbesserung des bereinigten EBIT. Dazu sollen die Segmente DACH und West-/Südeuropa beitragen. Für das Segment Osteuropa gehen wir aufgrund der anhaltend herausfordernden Rahmenbedingungen in der Branche von einer rückläufigen Entwicklung aus.

Die Prognose erfolgt vor Portfolioveränderungen und ohne Berücksichtigung von Ergebniseffekten aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen (Fnac Darty S.A. und Power Retail Sweden AB). Ebenfalls unberücksichtigt sind Bilanzierungseffekte aus der Anwendung des IAS 29 im hyperinflationären Land Türkei. Nicht enthalten sind unregelmäßig wiederkehrende Sachverhalte beispielsweise im Zusammenhang mit der Vereinfachung und Digitalisierung von Zentralstrukturen und Prozessen sowie der Änderung von rechtlichen Rahmenbedingungen.

‌Nachhaltigkeit

Als Europas führendes Handelsunternehmen im Bereich Consumer Electronics übernehmen wir eine große Verantwortung für Menschen, Umwelt und Gesellschaft. Nachhaltigkeit ist für uns nicht verhandelbar - sie ist ein integraler Teil der Unternehmensidentität von CECONOMY und MediaMarktSaturn und zählt zu den Grundpfeilern unserer strategischen Entwicklung zu einer kundenfokussierten Omnichannelserviceplattform. Unsere Ansatzpunkte: die umweltbewusste Gestaltung unserer eigenen Arbeitsweise, die Förderung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Sachen Nachhaltigkeit sowie die Unterstützung unserer Kundinnen und Kunden bei einem nachhaltigeren Lebensstil.

Unser Angebot

In den ersten beiden Quartalen des Geschäftsjahres 2024/25 konzentrierte sich CECONOMY weiter auf die Verbesserung der nachhaltigen Customer Journey - online und stationär. Der Umsatzanteil der BetterWay-Produkte im Sortiment stieg auf 25,4 Prozent im ersten Halbjahr 2024/25 (H1 2023/24: 13,7 Prozent).

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024/25 trieb CECONOMY die Kreislaufwirtschaft weiter voran. Im Hinblick auf das Angebot und den Verkauf von wiederaufbereiteten Produkten verfolgt CECONOMY erfolgreich das Ziel, den Kunden eine größere Auswahl an wiederaufbereiteten und preislich attraktiven Produkten anzubieten. In den ersten beiden Quartalen stieg die Zahl der von Dritten wiederaufbereiteten und verkauften Produkte von 26.187 im ersten Halbjahr 2023/24 auf 81.601 im ersten Halbjahr 2024/25 (+212 Prozent). Das Trade-In Volumen ist ähnlich zum Vorjahr (222.322 angekaufte Geräte in H1 2024/25 im Vergleich zu 217.370 in H1 2023/24).

Anzahl von wiederaufbereiteten Produkten und Trade-Ins (in Tsd.):





Die Abwicklung von 1,5 Millionen Reparaturen im ersten Halbjahr 2024/25 unterstreicht den Weg von CECONOMY zum Pionier der Kreislaufwirtschaft im Handel weiter. CECONOMY übernimmt Verantwortung für die Emissionen, die direkt oder indirekt durch die eigene Geschäftstätigkeit oder entlang der Wertschöpfungskette entstehen und strebt an, ein klimaneutrales Unternehmen zu werden. CECONOMY hat sich klare kurz- und mittelfristige Ziele für die Reduktion von Treibhausgasemissionen gesetzt.

Zu den kurzfristigen Zielen gehören eine Reduktion der CO2-Emissionen in Scope 1 und 2 um 58,8 Prozent bis 2033 im Vergleich zum Basisjahr 2019 zu erreichen. Um das Netto-Null Ziel auch für das Geschäftsjahr 2024/25 zu erreichen, werden Ausgleichszahlungen getätigt. Darüber hinaus strebt CECONOMY an, die CO2-Emissionen in den Bereichen Scope 3 für Eigenmarkenprodukte, Fremdmarkenprodukte sowie Transport- und Vertriebsaktivitäten bis 2033 um 32,5 Prozent zu reduzieren. Ein weiteres kurzfristiges Ziel ist die Verpflichtung von 80 Prozent der Einzelhandels-lieferanten, ihre eigenen Klimaziele bis 2028 in Übereinstimmung mit dem Rahmen der Science Based Target Initiative festzulegen.

Das für 2030 gesetzte Ziel, 100 Prozent direkt bezogenen Grünstrom in den Filialen, Verwaltungsgebäuden, zentralen Logistikzentren und Lagern zu verwenden, wurde bereits vorzeitig im Geschäftsjahr 2023/24 erreicht. Darüber hinaus ist CECONOMY in der Lage, in 120 Städten eine emissionsfreie Lieferung anzubieten.

ESG-Ratings

CECONOMY arbeitet kontinuierlich an einer klaren und transparenten Kommunikation aller nachhaltigkeitsrelevanten Themen. Infolgedessen konnte das Unternehmen seine ESG-Ratings im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024/25 steigern. CECONOMY verbesserte im zweiten Jahr in Folge sein Carbon Disclosure Project (CDP) Rating von B- für das Geschäftsjahr 2022/23 auf B für das Geschäftsjahr 2023/24 sowie von B für das Geschäftsjahr 2023/24 auf A- für das Geschäftsjahr 2024/25. MSCI stufte CECONOMY im April 2025 weiterhin in die Kategorie AA ein. Auch das

Sustainalytics ESG Risk Rating von CECONOMY verbesserte sich im Geschäftsjahr 2024/25 weiterhin von 14,7 auf 13,3 und wurde als "Low ESG Risk" eingestuft.

Rating-Unternehmen

2023/24

Aktualisierung

2024/25

MSCI

AA

April 2025

AA

CDP

B

Februar 2025

A-

Sustainalytics ESG Risk Rating

14,7

Mai 2024

13,3

‌CECONOMY am Kapitalmarkt

120%

110%

100%

90%

80%

70%

30.09.2024 31.10.2024 30.11.2024 31.12.2024 31.01.2025 28.02.2025 31.03.2025

CECONOMY
Fnac Darty
Currys
SDAX
CXPR

Quelle: Bloomberg

Die Aktie der CECONOMY AG startete verhalten in das Geschäftsjahr 2024/25, belastet durch ein anhaltend schwaches Konsumklima in weiten Teilen Europas, das die frei verfügbaren Ausgaben der Haushalte beeinträchtigte.

In diesem Umfeld bewegte sich der Aktienkurs im ersten Quartal bei etwa 3,00 €. Nach der Veröffentlichung der Geschäftsjahresergebnisse verstärkte sich der Abschwung und der Kurs erreichte den Tiefststand von 2,40 € Mitte Januar, woraufhin er in einen deutlichen Aufwärtstrend umkehrte. Der positive Umschwung wurde maßgeblich durch verbesserte makroökonomische Rahmenbedingungen und Vertrauen in robuste Q1-Ergebnisse getragen. Zudem wurde der Kursanstieg durch erneute Gerüchte über eine Beteiligung des chinesischen Anbieters JD.com an CECONOMY und durch die Anhebung der Kursziele von fünf Analysten verstärkt.

Die starke Volatilität der Kursentwicklung spiegelt die geopolitischen Unsicherheiten sowie die Sorgen der Anleger hinsichtlich der europäischen Verbrauchernachfrage wider. Zu Jahresbeginn wurden die Wirtschaftswachstumsprog-nosen für die Eurozone nach unten korrigiert. Die Aktie der CECONOMY AG ist im Zeitraum vom 30. September 2024 bis zum 31. März 2025 um rund 1,7 Prozent gestiegen. Gegenüber dem Vergleichsindex Germany Prime Retail (CXPR) und vergleichbaren Unternehmen hat sich die Aktie damit deutlich besser entwickelt.

‌Ereignisse nach dem Quartalsstichtag

Am 4. April 2025 hat der Vorstand der CECONOMY AG beschlossen, ihre nicht strategische Beteiligung an der METRO AG von rund einem Prozent im Rahmen eines öffentlichen Delisting-Erwerbsangebotes zu veräußern. Das Erwerbsan-gebot für diesen rund Ein-Prozent-Anteil beziffert sich auf 19 Mio. €. Zum 31. März 2025 lagen die Voraussetzungen für die Anwendung des IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäfts-bereiche" nicht vor, so dass die für Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente geltenden Bilanzierungs- und Be-wertungsregeln zur Anwendung kamen. Hiernach wird der rund Ein-Prozent-Anteil an der METRO AG zum

31. März 2025 mit 19 Mio. € unter den Finanzanlagen bilanziert.

Am 28. April 2025 verkündete die CECONOMY AG, dass CEO Dr. Karsten Wildberger als Minister das neue Ressort Digitalisierung und Staatsmodernisierung in der neuen Bundesregierung unter Friedrich Merz übernehmen soll. Dazu hat Dr. Karsten Wildberger den Aufsichtsrat der CECONOMY AG um eine einvernehmliche kurzfristige Entbindung von seinen Aufgaben im Unternehmen zum 5. Mai 2025 gebeten.

Der Aufsichtsrat der CECONOMY AG hat einen strukturierten Suchprozess für die langfristige Nachfolge des Vorstands-vorsitzenden eingeleitet und eine Interimslösung für die Unternehmensführung beschlossen. Dr. Kai-Ulrich Deissner übernimmt als Interims-Vorstandsvorsitzender und Remko Rijnders als Interims-Finanzvorstand die Leitung des Unternehmens.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen1

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024/25 war das globale Wirtschaftsumfeld weiterhin von vielfältigen Herausforderungen geprägt. Geopolitische Spannungen - insbesondere der fortdauernde russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, die instabile Lage im Nahen Osten sowie zunehmende wirtschaftspolitische Auseinandersetzungen zwischen den USA und China - beeinflussten die internationale Konjunkturentwicklung weiterhin spürbar. Einen möglichen Dämpfer für die Weltwirtschaft stellte die Ankündigung neuer umfassender US-Zölle durch Präsident Donald Trump dar. Diese Entwicklung birgt das Risiko eskalierender Handelskonflikte mit direkten Auswirkungen auf globale Lieferketten und Exportmärkte - insbesondere für exportorientierte Industrien in Europa. Dennoch zeigte sich die Weltwirtschaft insgesamt widerstandsfähig.

Das globale BIP-Wachstum lag im Jahr 2024 bei 3,2 Prozent. Für 2025 wird mit einem leichten Anstieg auf 3,3 Prozent gerechnet. Die makroökonomischen Rahmenbedingungen bleiben dabei komplex: Zwar hat sich die globale Inflati-onsdynamik abgeschwächt, das Preisniveau liegt jedoch nach wie vor über dem Vorkrisenniveau. 2024 lag die weltweite Inflationsrate bei 7,0 Prozent und wird sich 2025 voraussichtlich auf 4,8 Prozent verringern. Gleichzeitig führen hohe Zinsen und eine anhaltend restriktive Geldpolitik zu einer gedämpften Investitionsbereitschaft und schwacher Konsumnachfrage in vielen Industriestaaten.

Die wirtschaftliche Lage in der DACH-Region bleibt angespannt. Im Jahr 2024 verzeichnete das Bruttoinlandsprodukt (BIP) einen Rückgang, und auch für 2025 deutet sich lediglich eine verhaltene Erholung an. In Deutschland wird ein leichtes Wachstum von +0,3 Prozent erwartet, getragen vor allem durch eine moderate Belebung des privaten Konsums. In Österreich prognostizieren Wirtschaftsinstitute hingegen einen leichten Rückgang des BIP um -0,2 Prozent. Die Schweiz gilt als stabiler und dürfte 2025 ein solides Wachstum von +1,2 Prozent erreichen. Auch in Ungarn wird mit einem Anstieg des BIP um +1,3 Prozent gerechnet.

In West- und Südeuropa setzte bereits 2024 eine Erholung der wirtschaftlichen Aktivität ein, die 2025 voraussichtlich anhält. Für Belgien wird mit einem Wachstum von +0,8 Prozent gerechnet, während die Niederlande mit einer Zunahme von +1,4 Prozent eine dynamischere Entwicklung aufweisen dürften. Positiv fällt der Ausblick auch in zwei für unser Unternehmen besonders relevanten Märkten aus: Italien erwartet ein moderates Wachstum von +0,5 Prozent, während Spanien mit einem BIP-Wachstum von +2,2 Prozent einen deutlich stärkeren Aufschwung erlebt.

Auch in Osteuropa zeigt der Trend nach oben. Polen dürfte mit einem Wirtschaftswachstum von +3,6 Prozent über dem Vorjahresniveau liegen. Die konjunkturelle Lage in der Türkei bleibt trotz eines Rückgangs der Inflation schwierig. Preissteigerungen sind noch immer auf hohem Niveau und zusätzlich erschweren politische Unsicherheiten sowie eine anhaltend hohe Arbeitslosigkeit die wirtschaftlichen Aussichten. Das BIP wird 2025 um +2,9 Prozent steigen, was eine etwas geringere Dynamik im Vergleich zum Vorjahr bedeutet.

Branchenentwicklung im Consumer-Electronics-Fachhandel im ersten Halbjahr

Im ersten Halbjahr 2024/25 entwickelte sich der Umsatz des Consumer-Electronics-Fachhandels trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds positiv. Während die stationären Umsätze nur ein geringes Wachstum aufwiesen, zeigte der Online-Sektor einen deutlichen Anstieg. Insbesondere Kleingeräte und der Informationstechnologiesektor verzeichneten ein dynamisches Wachstum, während Produkte aus dem Bereich Telekom im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang aufwiesen.

DACH

Im ersten Halbjahr 2024/25 verzeichnete der deutsche Consumer-Electronics-Fachhandel einen positiven Umsatz-trend. Von den umsatzstarken Produktkategorien erwiesen sich vor allem die Bereiche Informationstechnologie, getrieben unter anderem durch den einsetzenden Replacement Cycle der Geräte die zu Beginn der COVID-19 Krise abgesetzt wurden, Braune Ware und Elektro-Kleingeräte als Wachstumsfaktoren. Der Online-Handel fungierte erneut als Umsatzstütze für das laufende Geschäftsjahr, während die Ausgaben im stationären Bereich rückläufig waren. Sowohl Österreich als auch Ungarn zeigten im ersten Halbjahr eine positive Entwicklung, während die Schweiz, getrieben von deutlichen Umsatzrückgängen im stationären Handel, sinkende Umsätze verzeichnete.

WEST-/SÜDEUROPA

Die Umsätze des spanischen Consumer-Electronics-Fachhandels lagen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024/25 über dem Vorjahresniveau. Italien verzeichnete nach einer negativen Entwicklung im Vorjahr im ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres ein Umsatzwachstum auf niedrigem Niveau. Der niederländische Markt wies im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024/25 eine positive Umsatzentwicklung auf. Der belgische Markt zeigt im aktuellen Geschäftsjahr 2024/25, gestützt durch ein dynamisches Wachstum des Onlinemarktes, ein positives Wachstum.

‌1Die in diesem Kapitel genannten Zahlen zur BIP-Entwicklung beziehen sich jeweils auf die Kalenderjahre 2024 und 2025. Dementsprechend handelt es sich bei den 2025er-Werten um Prognosen. Die qualitativen Aussagen im Text beziehen sich hingegen, soweit nicht anders angegeben, auf den Berichtszeitraum. Als Quellen für die Angaben in diesem Text wurden aktuelle Veröffentlichungen von Standard & Poor`s und dem Marktforschungsinstitut GfK - an NIQ Company herangezogen.

OSTEUROPA

Die Türkei konnte das dynamische Wachstum des Vorjahres inflationsbedingt weiter fortsetzen. Auch der polnische Markt entwickelte sich im aktuellen Geschäftsjahr durch eine dynamische Entwicklung im Onlinehandel weiterhin positiv.

‌Ergebnisse im Detail Ertragslage

Währungs- und Flächenbereinigter

Wechselkurs-

portfolio-

Umsatz

effekte bereinigter Umsatz (lokale Währung)

Quartal Umsatz (Mio. €) Veränderung

Q2 2023/24 Q2 2024/25 Q2 2024/25 Q2 2024/25 Q2 2024/25 Q2 2024/25

Gesamt

5.334

5.246

-1,6%

-1,3%

1,3%

0,8%

DACH

2.839

2.738

-3,6%

-0,1%

-3,4%

-3,7%

West-/Südeuropa

1.681

1.680

-0,1%

0,0%

-0,1%

-0,1%

Osteuropa

810

824

1,7%

-10,2%

23,6%

20,7%

Sonstige

4

4

6,1%

-0,2%

6,3%

-

Währungs- und Flächenbereinigter

Wechselkurs-

portfolio-

Umsatz

effekte bereinigter Umsatz (lokale Währung)

Halbjahr Umsatz (Mio. €) Veränderung

H1 2023/24 H1 2024/25 H1 2024/25 H1 2024/25 H1 2024/25 H1 2024/25

Gesamt

12.318

12.816

4,0%

-1,4%

5,9%

4,7%

DACH

6.677

6.800

1,8%

-0,1%

2,0%

1,5%

West-/Südeuropa

3.927

4.098

4,3%

0,0%

4,3%

2,9%

Osteuropa

1.705

1.908

11,9%

-11,8%

27,1%

23,6%

Sonstige

9

10

18,8%

-0,2%

19,1%

-

GESAMTUMSATZ WÄHRUNGS- UND PORTFOLIOBEREINIGT WEITERHIN ÜBER VORJAHRESNIVEAU

Im ersten Halbjahr 2024/25 erzielte CECONOMY einen Konzernumsatz von 12,8 Mrd. €, ein Anstieg von 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Währungs- und portfoliobereinigt lag der Umsatz um 5,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Flächenbereinigt verzeichnete der Konzernumsatz einen Anstieg um 4,7 Prozent.

Im zweiten Quartal 2024/25 fiel der Konzernumsatz um 1,6 Prozent und erreichte insgesamt 5,2 Mrd. €. Hierin enthalten sind Effekte aus der Anwendung des IAS 29 (Hyperinflation Türkei) in Höhe von -43 Mio. € (Q2 2023/24: 45 Mio. €). Bereinigt um diesen Effekt und um Währungseffekte sowie Portfolioveränderungen wuchs der Umsatz um 1,3 Prozent. Flächenbereinigt verzeichnete der Konzernumsatz einen Anstieg von 0,8 Prozent gegenüber der Vorjah-resvergleichsperiode. Das zweite Quartal setzte auf Konzernebene den Trend des währungs- und portfoliobereinigten Umsatzes oberhalb des Vorjahreswertes fort. Die Regionen entwickelten sich jedoch unterschiedlich.

UMSATZERLÄUTERUNG SEGMENT DACH

Das Segment DACH verzeichnete im ersten Halbjahr 2024/25 einen Umsatz von 6,8 Mrd. €, was einem Anstieg von 1,8 Prozent entsprach. Bereinigt um Währungseffekte und Portfolioveränderungen lag der Umsatz um 2,0 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Im zweiten Quartal 2024/25 ging der Umsatz im Segment DACH um 3,6 Prozent zurück und lag insgesamt bei 2,7 Mrd. €. Währungs- und portfoliobereinigt ergab sich ein Rückgang um 3,4 Prozent. Dabei waren die Länder Deutschland und Österreich rückläufig, während die Schweiz und Ungarn einen Umsatzanstieg verzeichnen konnten. In der Schweiz wirkten die zugegangenen ehemaligen melectronics-Standorte deutlich positiv auf das Gesamtumsatzwachstum. In Ungarn stieg insbesondere der Online-Umsatz klar an, aber auch das stationäre Geschäft konnte zulegen. In Deutschland waren in einem anhaltend preissensiblen Marktumfeld Umsatzeinbußen zu verzeichnen. In Österreich lag insbesondere der stationäre Umsatz unterhalb des Vorjahres und konnte durch die Steigerung des Online-Umsatzes nicht kompensiert werden.

UMSATZERLÄUTERUNG SEGMENT WEST-/SÜDEUROPA

Das Segment West-/Südeuropa wies im ersten Halbjahr 2024/25 einen Umsatz von 4,1 Mrd. € aus, was einem Anstieg von 4,3 Prozent entspricht. Währungs- und portfoliobereinigt lag das Umsatzwachstum ebenfalls bei 4,3 Prozent.

Im zweiten Quartal 2024/25 fiel der Umsatz des Segments West-/Südeuropa leicht um 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 1,7 Mrd. €. Währungs- und portfoliobereinigt lag der Umsatz ebenfalls um 0,1 Prozent unterhalb des Vorjahreswerts. Einzig Spanien konnte einen Umsatzanstieg aufweisen, die anderen Länder blieben hinter den

Vorjahreswerten zurück. In den Niederlanden lag insbesondere der Online-Umsatz unterhalb des Vorjahreswerts, während der stationäre Umsatz das Vorjahr übertreffen konnte.

UMSATZERLÄUTERUNG SEGMENT OSTEUROPA

Im ersten Halbjahr 2024/25 stieg der Umsatz im Segment Osteuropa um 11,9 Prozent auf 1,9 Mrd. €. Der Effekt aus der Anwendung des IAS 29 (Hyperinflation Türkei) beträgt im ersten Halbjahr 2024/25 -28 Mio. € (H1 2023/24: 26 Mio. €). Bereinigt um Währungs- und Portfolioveränderungen lag der Umsatz mit 27,1 Prozent ebenfalls deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Im zweiten Quartal 2024/25 verzeichnete das Segment Osteuropa einen Umsatzanstieg von 1,7 Prozent auf 0,8 Mrd. €. Hierin enthalten sind Effekte aus der Anwendung des IAS 29 (Hyperinflation Türkei) in Höhe von -43 Mio. € (Q2 2023/24: 45 Mio. €). Bereinigt um diesen Effekt und um Währungseffekte sowie Portfolioveränderungen stieg der Umsatz um 23,6 Prozent. Zu diesem Anstieg trug jedoch erneut nur die anhaltend positive Entwicklung in der Türkei bei, wenngleich sich der Trend erwartungsgemäß gegenüber dem ersten Quartal abschwächte. Der Umsatz in Polen blieb bei einer weiterhin hohen Wettbewerbsintensität wie bereits im ersten Quartal sowohl im Online-Geschäft als auch im stationären Geschäft hinter den Vorjahreswerten zurück.

UMSATZERLÄUTERUNG SEGMENT SONSTIGE

Im ersten Halbjahr 2024/25 stieg der Umsatz im Segment Sonstige gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18,8 Prozent auf 10 Mio. €. Auf währungs- und portfoliobereinigter Basis lag der Umsatz um 19,1 Prozent über dem Vorjahreswert. Für die hier ausgewiesenen Umsätze ist im Wesentlichen die Eigenmarkengesellschaft Imtron verantwortlich.

Im zweiten Quartal 2024/25 ergab sich im Segment Sonstige ein Umsatzanstieg von 6,1 Prozent auf 4 Mio. €. Wäh-rungs- und portfoliobereinigt stieg der Umsatz um 6,3 Prozent.

Online- und Operational Services & Solutions-Umsatz im Konzern

Mio. € Q2 2023/24 Q2 2024/25 Veränderung H1 2023/24 H1 2024/25 Veränderung

Online-Umsatz

1.187

1.250

5,3%

2.989

3.328

11,3%

Operational Services & Solutions-Umsatz1

2881

303

5,0%

5981

682

14,0%

Sonstiger Services & Solutions-Umsatz1

621

1451

Services & Solutions-Umsatz gemäß alter Definition

351

742

1Definitionsänderung und Vorjahresanpassung, siehe hierzu die Erläuterungen zum Operational Services & Solutions-Umsatz

ONLINE-ANTEIL AM GESAMTUMSATZ GEGENÜBER VORJAHR DEUTLICH GESTIEGEN

Der Online-Umsatz stieg im ersten Halbjahr 2024/25 um 11,3 Prozent auf 3,3 Mrd. €. Inklusive Net Merchandise Value (NMV) des Marketplace liegt der Online-Anteil am Gesamtumsatz bei 27,1 Prozent nach 24,9 Prozent im Vergleichszeitraum.

Im zweiten Quartal 2024/25 verzeichnete das Onlinegeschäft einen Anstieg um 5,3 Prozent auf einen Umsatz von 1,2 Mrd. €. Inklusive NMV des Marketplace liegt der Online-Anteil am Gesamtumsatz bei 25,0 Prozent nach 22,8 Prozent im Vergleichszeitraum.

OPERATIONAL SERVICES & SOLUTIONS-UMSATZ SETZT DEUTLICHES WACHSTUM FORT

Ab dem Geschäftsjahr 2024/25 bezieht sich die Berichterstattung auf den so genannten "Operational Services & Solutions-Umsatz" als Teil des Services & Solutions-Umsatzes. Hiermit harmonisiert CECONOMY die bisher leicht unterschiedlich definierten Services & Solutions-Umsatz-Kennzahlen, die in der bisherigen externen Berichterstattung als Kennzahl "Services & Solutions-Umsatz", beziehungsweise im Rahmen des Kapitalmarkttags als Kennzahl "Anteil des Operational Services & Solutions Einkommen am Umsatz", gezeigt wurden. In der nunmehr berichteten Kennzahl Operational Services & Solutions-Umsatz sind im Vergleich zur bisher berichteten Kennzahl Services & Solutions-Umsatz im Wesentlichen Umsätze mit Retail Media, Kundenbelieferungen aus dem Store sowie erhaltene Provisionen und Gebühren aus dem Marketplace-Geschäft nicht mehr enthalten. Diese werden als Sonstiger Services & Solutions-Umsatz zusammengefasst.

Im ersten Halbjahr 2024/25 stieg der Umsatz im Bereich Operational Services & Solutions um 14,0 Prozent auf 682 Mio. €.

Im zweiten Quartal 2024/25 verzeichnete das Geschäft mit Operational Services & Solutions einen Umsatzanstieg um 5,0 Prozent auf 303 Mio. €. Dabei lag der Umsatz in allen angebotenen Kategorien oberhalb des Vorjahres, insbesondere die Vermittlung von Garantieverlängerungen entwickelte sich sehr erfreulich.

Ergebnisentwicklung im Konzern

Quartal

EBIT

wie berichtet

EBIT

wie berichtet

Veränderung zu

Vorjahr Bereinigtes EBIT Bereinigtes EBIT

Veränderung zu

Vorjahr

Mio. € Q2 2023/24 Q2 2024/25 Q2 2024/25 Q2 2023/24 Q2 2024/25 Q2 2024/25

Gesamt1

44

14

-31

5

10

4

DACH

-3

-7

-4

-4

-2

1

West-/Südeuropa

-17

-16

1

-17

-7

10

Osteuropa

22

3

-19

19

9

-9

Sonstige

44

34

-10

9

10

1

1Inklusive Konsolidierung

Halbjahr

EBIT

wie berichtet

EBIT

wie berichtet

Veränderung zu

Vorjahr Bereinigtes EBIT Bereinigtes EBIT

Veränderung zu

Vorjahr

Mio. € H1 2023/24 H1 2024/25 H1 2024/25 H1 2023/24 H1 2024/25 H1 2024/25

Gesamt1

263

243

-20

253

289

36

DACH

141

159

18

141

167

25

West-/Südeuropa

44

58

14

44

69

25

Osteuropa

42

-8

-50

64

35

-30

Sonstige

37

36

-1

5

22

17

1Inklusive Konsolidierung

BEREINIGTES KONZERN-EBIT WEITERHIN ÜBER VORJAHR

Im ersten Halbjahr 2024/25 sank das berichtete Konzern-EBIT um 20 Mio. € auf 243 Mio. € (H1 2023/24: 263 Mio. €). Darin enthalten sind nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte in Höhe von -65 Mio. €. Diese entstanden im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Wertberichtigung von Vermögenswerten in Polen, einem Schadensfall in den Niederlanden, der Vereinfachung und Digitalisierung von Zentralstrukturen und Prozessen sowie Bilanzierungseffekten aus der Anwendung des IAS 29 für das hyperinflationäre Land Türkei. Im Vorjahr waren nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte in Höhe von -29 Mio. € im berichteten Konzern-EBIT enthalten. Ergebniseffekte aus der nach der Equity-Me-thode bewerteten Unternehmen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 19 Mio. € (H1 2023/24: 43 Mio. €). Aufwendungen aus Portfolioveränderungen lagen im Vorjahr in geringem Umfang vor. Bereinigt um nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte, Ergebniseffekte aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen sowie Portfolioveränderungen stieg das Konzern-EBIT um 36 Mio. € auf 289 Mio. € (H1 2023/24: 253 Mio. €).

Im zweiten Quartal 2024/25 sank das berichtete Konzern-EBIT um 31 Mio. € auf 14 Mio. € (Q2 2023/24: 44 Mio. €). Darin enthalten sind nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte in Höhe von -22 Mio. €, im Wesentlichen im Zusammenhang mit einem Schadensfall in den Niederlanden sowie der Vereinfachung und Digitalisierung von Zentralstrukturen und Prozessen. Im Vorjahr waren nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte in Höhe von -1 Mio. € im berichteten Konzern-EBIT enthalten. Außerdem enthalten sind Ergebniseffekte aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen in Höhe von 26 Mio. € (Q2 2023/24: 43 Mio. €). Bereinigt um nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte, Ergebniseffekte aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen sowie Portfolioveränderungen ist das Konzern-EBIT um 4 Mio. € auf 10 Mio. € gestiegen (Q2 2023/24: 5 Mio. €).

Zur Steigerung des bereinigten Ergebnisses im zweiten Quartal 2024/25 trug insbesondere das Segment West-/Süd-europa bei. Auf Länderebene zeigte sich in Spanien die größte Ergebnisverbesserung. Der Anstieg des bereinigten Konzern-EBIT reflektierte dabei die gute Umsatzentwicklung und die verbesserte Bruttomarge bei anhaltender Kostendisziplin. Maßgeblich für die verbesserte Bruttomarge war insbesondere die gute Entwicklung in unseren Wachs-tumsfeldern Services & Solutions, Marketplace, Retail Media und der höhere Umsatzanteil unserer Eigenmarkenprodukte.

ERGEBNISERLÄUTERUNG SEGMENT DACH

Im ersten Halbjahr 2024/25 lag das EBIT im Segment DACH bei 159 Mio. € und stieg somit um 18 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr (H1 2023/24: 141 Mio. €). Hierin enthalten sind nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte in Höhe von

-7 Mio. € (H1 2023/24: -1 Mio. €). Bereinigt um diese Effekte ist das EBIT im Segment DACH um 25 Mio. € auf 167 Mio. € (H1 2023/24: 141 Mio. €) gestiegen.

Im zweiten Quartal 2024/25 fiel das EBIT im Segment DACH um 4 Mio. € auf -7 Mio. € (Q2 2023/24: -3 Mio. €). Hierin enthalten sind nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte von -5 Mio. € (Q2 2023/24: 0 Mio. €). Bereinigt um diese Effekte ist das EBIT im Segment DACH um 1 Mio. € auf -2 Mio. € (Q2 2023/24: -4 Mio. €) gestiegen.

ERGEBNISERLÄUTERUNG SEGMENT WEST-/SÜDEUROPA

Im ersten Halbjahr 2024/25 erreichte das Segment West-/Südeuropa ein EBIT von 58 Mio. € und lag somit 14 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (H1 2023/24: 44 Mio. €). Hierin enthalten sind nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte in Höhe von -12 Mio. € (H1 2023/24: 0 Mio. €). Bereinigt um diese Ergebniseffekte ist das EBIT um 25 Mio. € auf 69 Mio. € gestiegen (H1 2023/24: 44 Mio. €).

Im zweiten Quartal 2024/25 erhöhte sich das EBIT im Segment West-/Südeuropa um 1 Mio. € auf -16 Mio. € (Q2 2023/24: -17 Mio. €). Hierin enthalten sind nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte in Höhe von -9 Mio. € (Q2 2023/24: 0 Mio. €), die im Wesentlichen im Zusammenhang mit einem Schadensfall in den Niederlanden stehen. Bereinigt um diese Ergebniseffekte lag das EBIT bei -7 Mio. € und somit um 10 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (Q2 2023/24: -17 Mio. €). Wesentlicher Treiber für den Ergebnisanstieg sind Spanien und die Niederlande.

ERGEBNISERLÄUTERUNG SEGMENT OSTEUROPA

Das EBIT lag im ersten Halbjahr 2024/25 im Segment Osteuropa mit -8 Mio. € um 50 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (H1 2023/24: 42 Mio. €). Hierin enthalten sind nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte in Höhe von

-42 Mio. € (H1 2023/24: -22 Mio. €). Diese betreffen im Wesentlichen die Wertberichtigung von Vermögenswerten einschließlich Geschäfts- oder Firmenwerte in Polen sowie Bilanzierungseffekte aus der Anwendung des IAS 29 im hyperinflationären Land Türkei. Das bereinigte EBIT im Segment Osteuropa sank um 30 Mio. € auf 35 Mio. € (H1 2023/24: 64 Mio. €)

Im zweiten Quartal 2024/25 fiel das EBIT im Segment Osteuropa um 19 Mio. € auf 3 Mio. € (Q2 2023/24: 22 Mio. €). Hierin sind nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte in Höhe von -6 Mio. € enthalten (Q2 2023/24: 4 Mio. €). Bereinigt um diese Effekte ist das EBIT im Segment Osteuropa um 9 Mio. € auf 9 Mio. € gesunken (Q2 2023/24: 19 Mio. €) und entsprach damit den Erwartungen einer rückläufigen Entwicklung aufgrund der anhaltend herausfordernden Rahmenbedingungen.

ERGEBNISERLÄUTERUNG SEGMENT SONSTIGE

Das Segment Sonstige umfasst insbesondere die Holdinggesellschaften, die Ergebniseffekte aus nach der Equity-Me-thode bewerteten Unternehmen sowie die Aktivitäten kleinerer Gesellschaften. Das EBIT im ersten Halbjahr 2024/25 sank gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1 Mio. € auf 36 Mio. € (H1 2023/24: 37 Mio. €). Hierin enthalten sind nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte in Höhe von -4 Mio. € (H1 2023/24: -7 Mio. €) sowie Ergebniseffekte aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen in Höhe von 19 Mio. € (H1 2023/24: 43 Mio. €). Bereinigt um nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte, Ergebniseffekte aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen sowie Portfolioveränderungen ist das EBIT um 17 Mio. € auf 22 Mio. € gestiegen (H1 2023/24: 5 Mio. €).

Im zweiten Quartal 2024/25 fiel das EBIT im Segment Sonstige gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10 Mio. € auf 34 Mio. € (Q2 2023/24: 44 Mio. €). Hierin enthalten sind nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte in Höhe von -2 Mio. € (Q2 2023/24: -5 Mio. €) sowie Ergebniseffekte aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen in Höhe von 26 Mio. €(Q2 2023/24: 43 Mio. €). Bereinigt um nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte, Ergebniseffekte aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen sowie Portfolioveränderungen lag das EBIT mit 10 Mio. € um 1 Mio. € über dem Vorjahreswert (Q2 2023/24: 9 Mio. €). Verantwortlich für den Ergebnisanstieg ist im Wesentlichen die Optimierung der Ergebnisstruktur bei den Holdinggesellschaften.

EBIT-Bereinigungen im Konzern

Q2 2023/24

nicht regelmäßig wiederkehrend

Ergebniseffekte aus

nach der Equity-

Methode

Vereinfachung und

einbezogenen

Digitalisierung von

Zentralstrukturen und

Unternehmen

und Portfolio-

Mio. €

EBIT wie berichtet

Prozessen

Sonstiges

veränderungen

Bereinigtes EBIT

Gesamt1

44

1

-1

40

5

DACH

-3

5

-5

0

-4

West-/Südeuropa

-17

0

0

0

-17

Osteuropa

22

0

4

0

19

Sonstige

44

-4

0

40

9

1Inklusive Konsolidierung

Q2 2024/25

nicht regelmäßig wiederkehrend

Mio. € EBIT wie berichtet

Vereinfachung und Digitalisierung von Zentralstrukturen und

Prozessen Sonstiges

Ergebniseffekte aus nach der Equity-

Methode einbezogenen Unternehmen und Portfolio-

veränderungen Bereinigtes EBIT

Gesamt1

14

-6

-16

26

10

DACH

-7

-3

-2

0

-2

West-/Südeuropa

-16

0

-9

0

-7

Osteuropa

3

0

-6

0

9

Sonstige

34

-2

0

26

10

1Inklusive Konsolidierung

H1 2023/24

nicht regelmäßig wiederkehrend

Ergebniseffekte aus

nach der Equity-

Vereinfachung und

Methode

einbezogenen

Digitalisierung von

Unternehmen

Zentralstrukturen und

und Portfolio-

Mio. €

EBIT wie berichtet

Prozessen

Sonstiges

veränderungen

Bereinigtes EBIT

Gesamt1

263

-1

-28

39

253

DACH

141

5

-6

0

141

West-/Südeuropa

44

0

0

0

44

Osteuropa

42

-1

-21

0

64

Sonstige

37

-6

-1

39

5

1Inklusive Konsolidierung

H1 2024/25

nicht regelmäßig wiederkehrend

Mio. € EBIT wie berichtet

Vereinfachung und Digitalisierung von Zentralstrukturen und

Prozessen Sonstiges

Ergebniseffekte aus nach der Equity-

Methode einbezogenen Unternehmen und Portfolio-

veränderungen Bereinigtes EBIT

Gesamt1

243

-8

-57

19

289

DACH

159

-4

-3

0

167

West-/Südeuropa

58

0

-12

0

69

Osteuropa

-8

0

-42

0

35

Sonstige

36

-4

0

19

22

1Inklusive Konsolidierung

EBITDA-Bereinigungen im Konzern

BEREINIGTES KONZERN-EBITDA IM ZWEITEN QUARTAL ÜBER VORJAHR

Das Konzern-EBITDA stieg im ersten Halbjahr 2024/25 um 11 Mio. € auf 606 Mio. €(H1 2023/24: 595 Mio. €). Bereinigt um nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte und Ergebniseffekte aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen stieg das Konzern-EBITDA um 39 Mio. € auf 616 Mio. € (H1 2023/24: 577 Mio. €).

Im zweiten Quartal 2024/25 sank das Konzern-EBITDA um 29 Mio. € auf 183 Mio. € (Q2 2023/24: 211 Mio. €). Bereinigt um nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte, Ergebniseffekte aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen sowie Portfolioveränderungen stieg das Konzern-EBITDA um 7 Mio. € auf 175 Mio. € (Q2 2023/24: 168 Mio. €).

Quartal

EBITDA

wie berichtet

EBITDA

wie berichtet

Veränderung zu

Vorjahr

Bereinigtes

EBITDA

Bereinigtes

EBITDA

Veränderung zu

Vorjahr

Mio. € Q2 2023/24 Q2 2024/25 Q2 2024/25 Q2 2023/24 Q2 2024/25 Q2 2024/25

Gesamt1

211

183

-29

168

175

7

DACH

88

82

-6

88

87

-1

West-/Südeuropa

34

37

3

34

45

11

Osteuropa

38

22

-16

30

25

-5

Sonstige

53

42

-11

18

18

0

1Inklusive Konsolidierung

EBITDA

wie berichtet

EBITDA

wie berichtet

Veränderung zu

Vorjahr

Bereinigtes

EBITDA

Bereinigtes

EBITDA

Veränderung zu

Vorjahr

Mio. € H1 2023/24 H1 2024/25 H1 2024/25 H1 2023/24 H1 2024/25 H1 2024/25

Gesamt1

595

606

11

577

616

39

DACH

323

337

15

323

344

21

West-/Südeuropa

148

163

15

148

174

26

Osteuropa

73

57

-15

87

64

-23

Sonstige

54

51

-2

21

37

15

1Inklusive Konsolidierung

‌Finanz- und Vermögenslage

CASHFLOW

Mio. € H1 2023/24 H1 2024/25 Veränderung

Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 344

195

-149

Cashflow aus Investitionstätigkeit 63

-93

-31

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 293

-329

-36

Veränderung des Nettobetriebsvermögens1 105

-341

-236

Free Cashflow 229

62

-167

1Ausweis Veränderung des Nettobetriebsvermögens dargestellt aus den dazugehörigen Bilanzpositionen, im Wesentlichen angepasst um Währungseffekte

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024/25 führte der Cashflow der betrieblichen Tätigkeit zu einem Mittelzufluss von 195 Mio. € nach einem Mittelzufluss von 344 Mio. € im Vorjahr. Der im Vorjahresvergleich geringere Mittelzufluss aus der betrieblichen Tätigkeit war dabei fast ausschließlich auf den deutlich höheren Mittelabfluss aus der Veränderung des Nettobetriebsvermögens zurückzuführen. Im aktuellen Jahr belastete der Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Ansprüche aufgrund des zuletzt niedrigeren Bestellniveaus insbesondere in Deutschland die Entwicklung des Nettobetriebsvermögens, während es hieraus im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch zu einem Mittelzufluss kam. Wie im Vorjahreszeitraum kam es zudem zu einem Vorratsaufbau. Gegenläufig konnten im ersten Halbjahr 2024/25 die Forderungen an Lieferanten deutlich reduziert werden, während es hieraus im Vorjahr noch zu einem Mittelabfluss kam. Demgegenüber lag das EBITDA mit 606 Mio. € oberhalb des Vorjahreswerts (H1 2023/24: 595 Mio. €). Haupttreiber waren Verbesserungen im operativen Geschäft, während der positive Ergebniseffekt aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen mit Umkehreffekt im sonstigen operativen Cashflow deutlich geringer ausfiel als im Vorjahreszeitraum. Zudem resultierte aus Steuererstattungen für Vorjahre ein Mittelzufluss, während es im Vergleichszeitraum des Vorjahres zu einem Mittelabfluss aus Zahlungen Er-tragssteuern kam. Im sonstigen operativen Cashflow war im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024/25 ein vergleichsweise geringerer Mittelabfluss in Höhe von 61 Mio. € (H1 2023/24: 78 Mio. €) zu verzeichnen. Der geringere Mittelabfluss ist hauptsächlich auf den Umkehreffekt des positiven Ergebnisbeitrages aus nach der Equity-Methode bewerteten Unternehmen zurückzuführen.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit zeigte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024/25 einen Mittelabfluss von 93 Mio. €. Dieser vergleicht sich zu einem Mittelabfluss von 63 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der im Vorjahresvergleich höhere Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit war dabei insbesondere auf geringere Zahlungsmittelzuflüsse aus Beteiligungserträgen sowie höhere zahlungswirksame Investitionen in Sachanlagen zurückzuführen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit wies für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2024/25 einen Mittelabfluss von 329 Mio. € auf, nach 293 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit ist sowohl im aktuellen Jahr als auch im Vorjahr im Wesentlichen auf die Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen zurückzuführen. Der im Vorjahresvergleich höhere Mittelabfluss im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist zum einen auf ausbleibende Mittelzuflüsse zurückzuführen, die im Vorjahr aus der Ziehung bilateraler Kreditlinien generiert wurden. Zum anderen wurden im aktuellen Jahr mit 112 Mio. € (H1 2023/24: 93 Mio. €) mehr Zinsen als im Vergleichszeitraum des Vorjahres gezahlt, was insbesondere höheren Zinszahlungen für Anleihen geschuldet ist. Gegenläufig kam es im Vorjahr zu Mittelabflüssen aus der Rückzahlung von Schuldscheindarlehen ohne vergleichbaren Mittelabfluss im aktuellen Jahr. Zudem führte die Netto-Emission von Commercial Paper, die zur Beschaffung kurzfristiger Finanzmittel begeben wurden, zu einem im Vorjahresvergleich leicht höheren Mittelzufluss.

Der Free Cashflow lag im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2024/25 bei 62 Mio. € und somit um167 Mio. € unter dem Vorjahreswert in Höhe von 229 Mio. €.

NETTOBETRIEBSVERMÖGEN AM 31. MÄRZ 2025 GEGENÜBER VORJAHR ERHÖHT

Das Nettobetriebsvermögen lag zum 31. März 2025 mit -495 Mio. € um 81 Mio. € über dem Vorjahreswert (31.03.2024: -576 Mio. €). Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war der rückläufige Umsatz als Folge einer zunehmend zurückhaltenden Verbraucherstimmung, die zu einem schwächeren Nettobetriebsvermögen führte. Der Anstieg der Vorräte resultierte darüber hinaus auch aus bewusster Sortimentsverbesserung und -erweiterung, gesteigerter Expansionstätigkeit, sowie zur Unterstützung der Erreichung der Wachstumsziele.

NETTOVERSCHULDUNG AM 31. MÄRZ 2025 GEGENÜBER VORJAHR LEICHT GESTIEGEN

Zum 31. März 2025 betrug die bilanzielle Nettoverschuldung -1.763 Mio. € nach -1.711 Mio. € im Vorjahr. Der Anstieg der Nettoverschuldung um 52 Mio. € war dabei auf geringere Zahlungsmittelbestände maßgeblich durch die

Entwicklung des Nettobetriebsvermögens zurückzuführen. Gegenläufig kam es zu einem Rückgang der Finanzschulden, welcher sich insbesondere aus niedrigeren Leasingverbindlichkeiten ergab. Bereinigt um Leasingverbindlichkeiten ergab sich zum 31. März 2025 eine Nettoverschuldung in Höhe von -134 Mio. € (31.03.2024: Nettoliquidität 43 Mio. €).

INVESTITIONEN UNTER VORJAHRESNIVEAU

Die Investitionen betrugen im ersten Halbjahr 2024/25 277 Mio. € und lagen 66 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (H1 2023/24: 343 Mio. €). Der deutliche Rückgang war dabei im Wesentlichen auf einen geringeren Zugang von Mietnutzungsrechten zurückzuführen. Maßgeblicher Treiber waren insbesondere im Vorjahr getätigte Investitionen im Zusammenhang mit dem Umbau bestehender Märkte in Deutschland und Österreich vom Core- zum Lighthouse-Format ohne vergleichbare Investitionen im ersten Halbjahr 2024/25. Zusätzlich führte die gesteigerte Expansionstätigkeit in den Niederlanden im Berichtszeitraum des Vorjahres zu einem im Vorjahresvergleich rückläufigen Zugang von Mietnutzungsrechten. Darüber hinaus fiel auch aus Mietvertragsverlängerungen und -anpassungen bestehender Märkte ein vergleichsweise geringerer Zugang von Mietnutzungsrechten an. Die über den Zugang von Mietnutzungsrechten hinausgehenden Investitionen in Expansions- und Modernisierungsaktivitäten lagen im ersten Halbjahr 2024/25 leicht über dem Vorjahresniveau.

Im zweiten Quartal 2024/25 beliefen sich die Investitionen auf 132 Mio. € und lagen 88 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres (Q2 2023/24: 221 Mio. €). Der Rückgang beruhte im Wesentlichen auf einem niedrigeren Zugang von Mietnutzungsrechten aus Mietvertragsverlängerungen und -anpassungen bestehender Märkte insbesondere in Deutschland und Spanien.

Das Standortnetz wurde in den ersten sechs Monaten 2024/25 um insgesamt 36 Standorte erweitert, wovon 2 Standorte auf das zweite Quartal 2024/25 entfielen. Es fanden sechs Neueröffnungen in Deutschland, vier Neueröffnungen in Italien, drei Neueröffnungen in der Türkei, zwei Neueröffnungen in Belgien sowie jeweils eine Neueröffnung in Österreich und Polen statt. Darüber hinaus hat die schweizerische Landesgesellschaft 19 melectronics-Märkte von der Handelskette Migros erworben und unter eigenem Namen wiedereröffnet. Dagegen wurden im Berichtszeitraum zwei Standorte in Polen sowie jeweils ein Standort in Deutschland, Niederlande, Spanien und der Türkei geschlossen. Zum

31. März 2025 lag die Gesamtanzahl der Standorte somit bei 1.060 Märkten (30.09.2024: 1.030 Märkte). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres wurden 19 Standorte eröffnet und ein Standort geschlossen (31.03.2024: 1.016 Märkte). Die durchschnittliche Verkaufsfläche pro Standort reduzierte sich gegenüber dem 30. September 2024 von 2.364 Quadratmeter um 3,5 Prozent auf 2.281 Quadratmeter zum 31. März 2025.

FINANZIERUNG

Zur mittel- und langfristigen Finanzierung nutzt CECONOMY Emissionen am Kapitalmarkt. Zum 31. März 2025 waren drei Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von 72 Mio. € und Restlaufzeiten von bis zu drei Jahren ausstehend. Ferner hat die CECONOMY AG zwei nicht nachrangige, unbesicherte und festverzinsliche Anleihen mit einer Laufzeit von ursprünglich fünf Jahren und Restlaufzeiten bis zum 24. Juni 2026 (Nominalbetrag 144 Mio. €) beziehungsweise 15. Juli 2029 (Nominalbetrag 500 Mio. €) emittiert. Zusätzlich hat die CECONOMY AG im Rahmen der vollständigen Übernahme der Anteile an der Media-Saturn-Holding GmbH eine Wandelschuldverschreibung mit einer Fälligkeit im Juni 2027 über ein Nominalvolumen von 151 Mio. € ausstehend.

Für die Beschaffung von kurzfristigen Finanzmitteln steht CECONOMY ein Euro Commercial Paper Programm mit einem Maximalvolumen von 500 Mio. € zur Verfügung. Zum 31. März 2025 waren Commercial Paper in Höhe von 25 Mio. € ausstehend (31.03.2024: 35 Mio. €).

Zudem hat die CECONOMY AG am 31. März 2025 eine neue syndizierte, revolvierende Kreditlinie über 900 Mio. € abgeschlossen und die bisherigen Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von 1.060 Mio. €, die zu keinem Zeitpunkt in Anspruch genommen wurden, abgelöst. Der neue Konsortialkreditvertrag hat eine Laufzeit von drei Jahren und enthält zwei Verlängerungsoptionen um jeweils ein weiteres Jahr. Wie bereits zuvor ist ein Preismechanismus integriert, der an die Erreichung definierter Nachhaltigkeitsziele geknüpft ist und die Bedeutung der Nachhaltigkeitsstrategie von CECONOMY betont. Die Kreditlinie ist zum 31. März 2025 nicht in Anspruch genommen.

CECONOMY wird zum 31. März 2025 von den internationalen Ratingagenturen Fitch (BB, Ausblick "Stabil"), Standard & Poor's (BB-, Ausblick "Stabil") und Scope (BBB-, Ausblick "Stabil") bewertet. Mit Bericht vom 1. April 2025 hat Scope das bestehende langfristige Rating von BBB- und den Ausblick "Stabil" bestätigt.

‌Chancen und Risiken

Die wesentlichen Chancen und Risiken für CECONOMY sowie detaillierte Informationen zum Chancen- und Risikomanagement-System des Unternehmens sind im Geschäftsbericht 2023/24 der CECONOMY AG auf den Seiten 75 bis 81 dargestellt. Seit dem Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses am 10. Dezember 2024 haben sich zu den wesentlichen Chancen und Risiken und der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns nachfolgende Änderungen ergeben.

VERÄNDERUNGEN DER RISIKOSITUATION

Es ergeben sich keine signifikanten Veränderungen der Gesamtrisikosituation von CECONOMY zum 31. März 2025.

Gesamtwirtschaftliche Risiken haben sich aufgrund der aktuellen geopolitischen Krisen und Unsicherheiten erhöht. Dies resultiert allgemein in einer Verunsicherung und Konsumzurückhaltung der Verbraucher. Die Lage des Verbrau-chersentiments stagniert und ist weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Die Entwicklung ist über die verschiedenen Länder hinweg jedoch heterogen. Die spanische und auch ungarische Volkswirtschaft entwickelt sich im Vergleich zu weiteren Ländern Europas und des Euro-Raumes sehr positiv. Hingegen ist Italien weiterhin einer nur langsamen Erholung des Wirtschaftswachstums ausgesetzt. Die Türkei ist von einer angespannten innenpolitischen Lage, Wäh-rungsabwertung trotz aktueller Straffung der Geldpolitik und hoher Inflation betroffen; die Türkei profitiert aber weiterhin von der anhaltenden Konsumneigung. Die genannten Faktoren können perspektivisch zu einer Reduktion des Wachstums und somit des Konsums führen. Insbesondere ist auch in Deutschland das Wirtschaftswachstum weiterhin eingetrübt bzw. stagniert und trotz der (inflationsbedingten) Gehaltssteigerungen der vergangenen Jahre und einem bisher robusten Arbeitsmarkt, ist eine hohe Sparquote zu verzeichnen, welche sich in einer Zurückhaltung bei der Nachfrage über weite Bereiche der Branche spürbar macht. Die geopolitische Situation und die dadurch starke Verunsicherung der Verbraucher in Zeiten multipler Krisen, gepaart mit wenig Zuversicht in die wirtschaftliche Entwicklung (insbesondere in Deutschland) kann mittel- bis langfristig zu einem weiterhin gedämpften Konsumverhalten und Verwerfungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette führen. Die damit einhergehende mögliche Verschlechterung des Konsumklimas in den meisten Ländern, in denen CECONOMY tätig ist, stellt ein wesentliches Risiko dar. CECONOMY zeigt jedoch weiterhin eine hohe Resilienz und setzt konsequent auf neue Wachstumsmöglichkeiten durch Kun-denfokussierung und die Erschließung neuer Geschäftsfelder. Dies äußert sich in einer schnelleren Anpassung des Produkt- und Serviceportfolios. Dadurch kann CECONOMY seine Marktpositionen verteidigen und stärken. Die aktuellen geopolitischen Verwerfungen haben die hohe Abhängigkeit von intakten Supply Chain Abläufen verdeutlicht. Eine Verschärfung des China-Taiwan Konflikts, sowie mögliche Handelsrestriktionen (z.B. Ausfuhrbeschränkungen, potentielle Engpässe Halbleiterelektronik) und aktuelle Zollkonflikte stellen direkt und indirekt ebenfalls ein Risiko dar.

Im Vergleich zum Chancen- und Risikobericht aus 2023/24 ist das Risiko "Verschlechterung des Konsumklimas - Wirt-schaftskrise" gestiegen und wird aufgrund der unsicheren gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Lage weiterhin als hoch angesehen.

Ein wesentliches Geschäftsrisiko ist die anhaltend fortschreitende Verschärfung des Wettbewerbs im digitalen Wandel, vor allem durch global agierende, preisaggressive Online-Händler wie zum Beispiel Amazon, Alibaba oder Temu, sowie durch europäische oder nationale Online-Händler und Direktvertriebe, welche Expansionspläne umsetzen und weiterhin einen hart umkämpften Online-Markt bewirken. Der resultierende Preis- und somit auch Margendruck kann sich durch eine potenzielle zusätzliche Steigerung von Logistik- und Einkaufskosten weiter verschärfen. Grundsätzlich hat sich durch das veränderte Konsumentenverhalten die Verschiebung von Umsatzanteilen vom stationären Geschäft zum Online-Handel weiter erhöht. CECONOMY zeigt eine hohe Resilienz und kann seine Marktpositionen verteidigen. Durch neue Konzepte wird die Adaptionsfähigkeit von CECONOMY bestätigt und weiter vorangetrieben. Auch das stationäre Geschäft ist von einer zunehmenden Wettbewerbsintensität geprägt. Das Risiko ist daher deutlich gestiegen und wird weiterhin als hoch angesehen.

Darüber hinaus bleiben politische Entwicklungen in einzelnen Ländern, drohende Handelskriege und eine mögliche Verschärfung des Protektionismus unverändert Herausforderungen für das operative Geschäft von CECONOMY.

Unabhängig von den zuvor genannten Themen haben sich die folgenden Änderungen der Risikoeinschätzung seit dem

10. Dezember 2024 ergeben.

Die Digitalisierung und die damit einhergehende Vernetzung der IT-Systeme mit der Außenwelt bergen das Risiko von Angriffen auf die IT-Infrastruktur. Ausfälle der IT-Systeme können insbesondere im stetig zunehmenden Online-Handel signifikante Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung von CECONOMY haben. Erhebliche Umsatzeinbußen sowie Reputationsschäden können die Folge sein. Eine permanente, störungsfreie Erreichbarkeit ist im Online-Handel Grundvoraussetzung für den Geschäftsbetrieb. Kritische Netzwerkstrukturen und IT-Systeme werden daher fortlaufend

überprüft und angepasst, um Unterbrechungen wichtiger Geschäftsabläufe zu verhindern. Grundsätzlich lässt sich ein kontinuierlicher Anstieg von Hackerangriffen verzeichnen. Auch vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungen wird mit einer möglichen Intensivierung der Cyber-Bedrohungen gerechnet. CECONOMY investiert verstärkt in Cyber-Security, um alle notwendigen Vorkehrungen zu treffen und die Resilienz gegen Angriffe zu erhöhen. Auf dieser Basis hat sich das Risiko leicht verbessert, es wird von CECONOMY aber weiterhin als hoch eingestuft.

Operative Verluste insbesondere in margenschwachen Ländern, unter anderem aufgrund eines wettbewerbsintensi-ven Marktumfelds, können Wertminderungen bilanzierter Geschäfts- oder Firmenwerte sowie weiterer Vermögenswerte nach sich ziehen. Dadurch kann die Vermögens- und Ertragslage von CECONOMY negativ beeinträchtigt werden. CECONOMY schätzt das Risiko von Wertminderungen von Vermögenswerten, insbesondere wegen der Höhe einer etwaigen Wertberichtigung, als etwas geringer aber weiterhin als hoch ein. Um diesem Risiko nachhaltig zu begegnen, wurden zahlreiche strategische Initiativen definiert und eingeleitet. Diese unterstützen die Performance, insbesondere die der margenschwächeren Länder. Dazu zählen unter anderem der Ausbau des Services & Solutions-Geschäfts sowie die verstärkte Vermarktung von Eigenmarken, Kostenmanagement, aber auch die kontinuierliche Überwachung der Profitabilität des Standortportfolios.

Bestandsgefährdende Risiken existieren nicht und sind gegenwärtig auch für die Zukunft nicht erkennbar.

VERÄNDERUNGEN DER CHANCENSITUATION

In Bezug auf das Chancenportfolio von CECONOMY hat sich zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses am 10. Dezember 2024 nachfolgende Veränderung ergeben.

Die Anwendung von "Künstlicher Intelligenz (KI)" bietet im Einzelhandel zahlreiche Möglichkeiten zur Optimierung von Betriebsabläufen und Verbesserung des Kundenerlebnisses, zur Ermöglichung neuer Produkte und bietet entlang der Wertschöpfungskette eine Vielzahl von Optionen für CECONOMY. Die Nutzung des Potentials und der sich daraus ergebenden Effizienzhebel ist die aktuelle Herausforderung und Chance für CECONOMY und den gesamten Einzelhandel.

Weitere Chancen ergeben sich unverändert zum Beispiel aus der konsequenten Umsetzung der Transformation des Ge-schäftsmodells. Dies betrifft insbesondere Fokusthemen wie Category Management, Retail Media, Supply Chain sowie Services & Solutions und den internationalen Ausbau der erfolgreichen Marketplace-Aktivitäten. Die Erschließung neuer und innovativer Geschäftsfelder (z.B. Smart Home, KI unterstützte Produkte) und Services (z.B. Lieferung innerhalb von 90 Minuten) wird aktiv vorangetrieben, indem die Veränderungen der Kundenbedürfnisse beobachtet, neue Trends identifiziert und innovative Ideen entwickelt werden. Für die vollständige Implementierung eines digital getriebenen Omnichannel-Vertriebsmodells werden notwendige Prozesse und Strukturen weiter optimiert.

Das Thema Nachhaltigkeit ist elementarer Bestandteil unserer Strategie und wird basierend auf aktuellen gesellschaftlichen und regulatorischen Entwicklungen weiter an Bedeutung gewinnen. Um den Erwartungen von Kunden, Mitarbeitern, Investoren, der Politik und der Gesellschaft gerecht zu werden, wurde eine ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt und konsequent umgesetzt. CECONOMY sieht durch dieses Thema außerdem eine Vielzahl von Optionen für neue Geschäftsfelder. Hierzu zählen die Erweiterung eines nachhaltigeren Sortiments und Serviceange-bots im Bereich "Circular-Economy-Business-Modellen", hochwertige Kundenberatung und -aufklärung zum nachhaltigen Konsum und Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes der eigenen Geschäftstätigkeiten. CECONOMY versteht es als gesellschaftliche Verantwortung, einen relevanten Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten.

‌VERKÜRZTER

KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

‌Gewinn- und Verlustrechnung

Mio. € Q2 2023/24 Q2 2024/25 H1 2023/24 H1 2024/25

Umsatzerlöse

5.334

5.246

12.318

12.816

Umsatzkosten

-4.397

-4.291

-10.187

-10.579

Bruttoergebnis vom Umsatz

936

955

2.131

2.237

Sonstige betriebliche Erträge

54

39

109

105

Vertriebskosten

-825

-845

-1.694

-1.771

Allgemeine Verwaltungskosten

-161

-157

-317

-322

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-4

-1

-5

-16

Ergebnisanteil aus operativen nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen

43

26

43

19

Netto-Wertberichtigungen aus operativen finanziellen Vermögenswerten und Vertragsvermögenswerten

1

-4

-4

-8

Betriebliches Ergebnis (EBIT)

44

14

263

243

Sonstiges Beteiligungsergebnis

15

0

15

1

Zinsertrag

19

20

30

30

Zinsaufwand

-57

-59

-113

-125

Übriges Finanzergebnis

-3

-9

1

-10

Finanzergebnis

-26

-47

-66

-104

Ergebnis vor Steuern (EBT)

19

-33

197

138

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

66

-4

36

-28

Periodenergebnis

85

-38

233

110

Den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zuzurechnendes Periodenergebnis

0

0

2

0

Den Anteilseignern der CECONOMY AG zuzurechnendes Periodenergebnis

84

-38

231

110

Unverwässertes Ergebnis je Aktie in €

0,17

-0,08

0,48

0,23

Verwässertes Ergebnis je Aktie in €

0,17

-0,08

0,46

0,22

‌Überleitung vom Perioden- zum Gesamtergebnis

Mio. € Q2 2023/24 Q2 2024/25 H1 2023/24 H1 2024/25

Periodenergebnis

85

-38

233

110

Sonstiges Ergebnis

Komponenten des Sonstigen Ergebnisses, die künftig nicht aufwands- oder ertragswirksam werden

-5

11

-29

7

Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen

3

7

-20

6

Bewertungseffekte auf zum Fair Value erfolgsneutral bewertete Finanzinstrumente

-5

4

-5

2

Folgebewertung von assoziierten Unternehmen/Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden

-4

-1

-4

-1

Komponenten des Sonstigen Ergebnisses, die künftig aufwands- oder 5

ertragswirksam werden könnten

-2

0

6

Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe

5

-2

0

6

Sonstiges Ergebnis

-1

9

-29

13

Gesamtergebnis

84

-28

204

123

Den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zuzurechnendes Gesamtergebnis

0

0

2

0

Den Anteilseignern der CECONOMY AG zuzurechnendes Gesamtergebnis

84

-29

202

123

‌Bilanz

Aktiva

Mio. € 30.09.2024 31.03.2024 31.03.2025

Langfristige Vermögenswerte

3.680

3.746

3.578

Geschäfts- oder Firmenwerte

524

524

508

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

184

169

190

Sachanlagen

593

536

578

Nutzungsrechte

1.626

1.655

1.530

Finanzanlagen

108

116

110

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

275

295

293

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

2

2

6

Andere Vermögenswerte

12

7

11

Latente Steueransprüche

356

442

353

Kurzfristige Vermögenswerte

6.455

6.245

6.511

Vorräte

3.114

3.108

3.299

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Ansprüche

560

522

577

Forderungen an Lieferanten

1.292

1.245

1.165

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

140

130

130

Andere Vermögenswerte

181

193

451

Ertragsteuererstattungsansprüche

158

150

88

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

1.010

897

801

10.135

9.990

10.089

Passiva

Mio. € 30.09.2024 31.03.2024 31.03.2025

Eigenkapital

515

663

634

Gezeichnetes Kapital

1.240

1.240

1.240

Kapitalrücklage

389

389

389

Gewinnrücklagen

-1.113

-969

-994

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

-1

3

-1

Langfristige Schulden

2.548

2.472

2.427

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

328

333

314

Sonstige Rückstellungen

88

91

82

Finanzschulden

2.095

1.975

2.013

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

13

11

13

Andere Verbindlichkeiten

9

4

3

Latente Steuerschulden

15

59

2

Kurzfristige Schulden

7.072

6.855

7.028

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ähnliche Verbindlichkeiten

5.824

5.451

5.537

Rückstellungen

93

74

91

Finanzschulden

535

633

551

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

364

343

294

Andere Verbindlichkeiten

220

304

511

Ertragsteuerschulden

35

50

45

10.135

9.990

10.089

‌Verkürzte Eigenkapitalentwicklung

Eigenkapital vor

Anteilen nicht

beherrschender

Anteile nicht

Gezeichnetes

Gesellschafter

beherrschender

Eigenkapital

Mio. €

Kapital

Kapitalrücklage

Gewinnrücklagen

gesamt

Gesellschafter

gesamt

30.09./01.10.2023

1.240

389

-1.166

463

2

465

Periodenergebnis

0

0

231

231

2

233

Sonstiges Ergebnis

0

0

-29

-29

0

-29

Gesamtergebnis

0

0

202

202

2

204

Ausschüttungen

0

0

-5

-5

0

-5

Eigenkapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote ohne Erlangung/Abgabe von Beherrschung

0

0

0

0

0

0

Sonstige Veränderungen

0

0

-1

-1

0

-1

31.03.2024

1.240

389

-969

660

3

663

30.09./01.10.2024

1.240

389

-1.113

516

-1

515

Periodenergebnis

0

0

110

110

0

110

Sonstiges Ergebnis

0

0

13

13

0

13

Gesamtergebnis

0

0

123

123

0

123

Ausschüttungen

0

0

-1

-1

0

-1

Eigenkapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote ohne Erlangung/Abgabe von Beherrschung

0

0

-2

-2

0

-2

Sonstige Veränderungen

0

0

-1

-1

0

-1

31.03.2025

1.240

389

-994

635

-1

634

‌Kapitalflussrechnung

Mio. € H1 2023/24 H1 2024/25

EBIT

263

243

Planmäßige Abschreibungen, Wertminderungen und Zuschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen, Nutzungsrechte sowie Wertminderungen und Zuschreibungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

332

363

Veränderung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen

-20

-22

Veränderung des Nettobetriebsvermögens1

-105

-341

Zahlungen Ertragsteuern

-12

41

Umgliederung Gewinne (-)/Verluste (+) aus dem Abgang von Anlagevermögen

-1

0

Sonstiges

-78

-61

Gewinn oder Verlust aus der Nettoposition der monetären Posten

-35

-29

Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit

344

195

Investitionen in Sachanlagen

-91

-106

Sonstige Investitionen

-24

-27

Unternehmensveräußerungen

-3

0

Anlagenabgänge und andere Abgänge

12

12

Erhaltene Zinsen

28

27

Ergebnisübernahmen

15

1

Cashflow aus Investitionstätigkeit

-63

-93

Gewinnausschüttungen

-5

-1

davon an die Aktionäre der CECONOMY AG gezahlte Dividende

0

0

Eigenkapitaltransaktionen mit Änderung der Beteiligungsquote ohne Erlangung/Abgabe von Beherrschung

0

-2

Aufnahme von Finanzschulden

105

25

Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen

-236

-233

Tilgung von Finanzschulden (ohne Leasing)

-145

-5

Veränderung von sonstigen kurzfristigen Finanzschulden

85

4

Gezahlte Zinsen

-93

-112

Ergebnisübernahmen und sonstige Finanzierungstätigkeit

-4

-5

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

-293

-329

IAS 29-Effekte auf den Cashflow der betrieblichen Tätigkeit, der Investitions- und Finanzierungstätigkeit

-6

-7

Summe der Cashflows

-17

-235

Wechselkurs- und Inflationseffekte auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

-23

-10

Gesamtveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

-40

-245

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Oktober gesamt

937

1.046

Abzüglich des Effekts aus der Indexierung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

40

36

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Oktober gemäß Bilanz

897

1.010

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. März gemäß Bilanz

897

801

1Ausweis Veränderung des Nettobetriebsvermögens dargestellt aus den dazugehörigen Bilanzpositionen, im Wesentlichen angepasst um Währungseffekte

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CECONOMY AG published this content on May 15, 2025, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on May 15, 2025 at 05:08 UTC.