Diese Situation hat jedoch die wirtschaftliche Leistung des weltweit führenden Beratungsunternehmens für Gewerbeimmobilien – das in allen Bereichen, von der Transaktionsberatung bis zum Immobilienmanagement, tätig ist – kaum berührt.
In den ersten neun Monaten des Jahres verzeichnet CBRE erneut ein Umsatzwachstum im zweistelligen Bereich, während der Betriebsgewinn sprunghaft ansteigt. Der Markt hatte diese guten Ergebnisse bereits vorweggenommen, wie die seit einigen Monaten steigende Bewertung der Gruppe zeigt. Ist das Schlimmste vorüber?
MarketScreener stellt fest, dass das Management außergewöhnlich opportunistisch und diszipliniert bei Aktienrückkäufen vorgegangen ist: Diese wurden größtenteils zwischen dem zweiten Halbjahr 2022 und dem ersten Halbjahr 2023 durchgeführt, als das Bewertungsmultiple auf etwa das Fünfzehnfache der Gewinne fiel – im Vergleich zu heute mehr als dem Vierzigfachen der Gewinne.
Diese Transaktionen fielen mit der extremen Besorgnis der Anleger über den Sektor der Gewerbeimmobilien zusammen, der durch die kombinierten Effekte des Zinsanstiegs, der Verbreitung von Homeoffice und maximalem Stress im amerikanischen Bankensektor stark beeinträchtigt wurde.
In den USA waren die Preise einiger Bürotürme tatsächlich um mehr als 60% im Vergleich zu den Höchstständen vor der Pandemie gefallen. Diese Krise hat glücklicherweise für CBRE und seine Maklerdienste schnell das Interesse von Anlegern geweckt, die auf „Distressed“-Investitionen spezialisiert sind.
Die in Dallas ansässige Gruppe gibt seit Anfang 2024 bekannt, dass sich die Gesamtsituation verbessert und bestätigt, dass das Schlimmste nun vorbei ist. Sie schließt jedenfalls einen außergewöhnlichen Jahrzehntzyklus ab, in dem ihr Umsatz und ihr Gewinn trotz der in den letzten Jahren beobachteten Verzerrungen verdreifacht wurden.
Die Konjunkturschwankungen bestätigen jedenfalls die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells. Wenn die jüngsten Turbulenzen dazu geführt haben, dass ihre Geschäftsführerin Darcy Stacom die Gruppe verlässt, liegt das sehr offensichtlich an strategischen Meinungsverschiedenheiten und internen Machtkämpfen und nicht an etwas anderem.


















