Zu jener Zeit hatte Bumble etwas mehr als eine Million zahlende Nutzer. Diese Zahl dürfte sich bald verdreifachen - die Marke von drei Millionen wird voraussichtlich in Kürze überschritten - und zusammen mit Badoo erreichte die Anzahl der zahlenden Nutzer insgesamt 4,1 Millionen, verglichen mit 3,7 Millionen am Ende des letzten Jahres.

Das Problem liegt in einem Wachstum, das anscheinend seine gläserne Decke erreicht hat. Das Wachstum von Bumble ist mühsam und das von Badoo steht still. Der Markt für Online-Dating ist komplett gesättigt und nicht unendlich ausdehnbar; währenddessen erodiert der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer auf 23 Dollar im Jahr 2024.

Die konkurrierenden Plattformen Tinder und Hinge, die zu Match gehören, stehen vor denselben Herausforderungen. Letzten Sommer schrieben wir in diesen Spalten, dass wir die Börsenbewertung des weltweiten Marktführers im Dating sehr attraktiv fanden - insbesondere nachdem die gefürchteten Aktivisten von Elliott ihren Anteil erhöht hatten.

Mit weniger als dem Dreifachen des Betriebsgewinns vor Abschreibungen, oder EBITDA, ist die Bewertung von Bumble ebenfalls nicht zu verachten. Sie ist sogar außergewöhnlich niedrig - ein deutliches Zeichen dafür, dass die Anleger ihre beiden Plattformen Bumble und Badoo auf dem immer sehr bewegten Dating-Markt quasi abgeschrieben haben.

Kontrolliert von dem nicht weniger gefürchteten Blackstone, der ein Viertel des Kapitals hält, folgt Bumble im Übrigen dem gleichen Weg wie Match: drastische Reduzierung der Vergütungen in Aktienoptionen und ein starker Fokus auf Aktienrückkäufe - zu einer, wie gesagt, a priori sehr attraktiven Bewertung.

Die Rentabilität hat sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert und die Gruppe gab in ihrer letzten Pressemitteilung an, eine Nettoverschuldung von 413 Millionen Dollar zu tragen, was weniger als zwei Jahres-EBITDAs entspricht. Es sei denn, es kommt zu einem plötzlichen und drastischen Rückgang seiner Nutzerbasis, ist die Solvenz des Unternehmens also nicht unmittelbar gefährdet.