Der US-Senat hat am Mittwoch mit 53 zu 43 Stimmen Bryan Bedford, den langjährigen CEO von Republic Airways, als neuen Leiter der Federal Aviation Administration (FAA) bestätigt.

Bedford, der ehemalige Chef der Regionalfluggesellschaft, die täglich fast 1.000 Flüge für große Airlines durchführt, trat letzte Woche nach mehr als 25 Jahren an der Spitze des Unternehmens zurück. Seine Nominierung erfolgte durch Präsident Donald Trump.

Bedford wurde für eine fünfjährige Amtszeit bestätigt und wird die Verantwortung für die Verwaltung von 12,5 Milliarden US-Dollar übernehmen. Diese Mittel wurden vom Kongress letzte Woche bereitgestellt, um das veraltete US-Flugsicherungssystem grundlegend zu modernisieren.

Bedford, der sich in der Vergangenheit kritisch zur Kultur und Führung der FAA geäußert hat, versprach zudem eine strenge Kontrolle über Boeing. Der Flugzeughersteller stand zuletzt nach einem Zwischenfall mit einer Alaska Airlines 737 MAX 9, bei dem vier entscheidende Bolzen fehlten, im Fokus starker Kritik durch das National Transportation Safety Board (NTSB).

Demokraten bemängelten, dass Bedford sich weigerte, sich eindeutig zur Beibehaltung der 1.500-Stunden-Ausbildungsregel für Co-Piloten zu bekennen.

Bedfords Vorgänger, Mike Whitaker, der von Präsident Joe Biden nominiert und im Oktober 2023 einstimmig bestätigt wurde, trat im Januar zurück, als Trump das Amt übernahm.

Die Trump-Regierung plant eine umfassende Reform des Flugsicherungssystems der FAA, nachdem es am 29. Januar zu einer Kollision zwischen einem US-Armee-Hubschrauber und einem Jet von American Airlines in der Nähe des Washington Reagan National Airport kam. Bei dem Unglück kamen alle 67 Menschen an Bord ums Leben.

Die FAA gab letzten Monat bekannt, dass das Gebiet rund um den Reagan Washington National Airport, in dem Hubschrauber operieren dürfen, verkleinert wird.

Im März verhängte die FAA dauerhafte Beschränkungen für nicht notwendige Hubschraubereinsätze rund um den Reagan-Flughafen, um gemischten Verkehr von Hubschraubern und Passagierjets auszuschließen. Dazu gehörte die dauerhafte Schließung einer wichtigen Route, nachdem das NTSB nach der Kollision vom 29. Januar zwei dringende Sicherheitsempfehlungen ausgesprochen hatte.

Die Probleme im Netzwerk der Flugverkehrskontrolle der FAA bestehen seit Jahren. Doch eine Reihe spektakulärer Zwischenfälle, Beinahe-Kollisionen und der katastrophale Unfall im Januar haben die Öffentlichkeit alarmiert und neue Forderungen nach Reformen laut werden lassen.

Bedford wird auch entscheiden müssen, wann die Produktionsobergrenze von 38 Boeing 737 MAX pro Monat aufgehoben wird, die nach dem Zwischenfall im Januar 2024 verhängt wurde.

Die FAA erwägt derzeit nicht, ihre Politik zu ändern, nach der alle Boeing 737 MAX und 787 Dreamliner vor der Erteilung von Lufttüchtigkeitszeugnissen einzeln von der Behörde geprüft werden, anstatt diese Aufgaben an Boeing zu delegieren.