Die französischen Banken stürzten am Freitag an der Börse ab, da sie sich Sorgen über die politische Situation in Frankreich und die Kreditkosten des Landes machten, die seit der Entscheidung von Präsident Emmanuel Macron, vorgezogene Parlamentswahlen einzuberufen, in die Höhe geschossen sind.

Um 08.32 Uhr GMT gaben Société Générale BNP Paribas und Crédit Agricole an der Pariser Börse mehr als 3% ab und gehörten damit zu den größten Verlierern im CAC 40, der 1,5% nachgab.

Der europäische Bankensektor >SX7E> fällt um 1,94%.

Neben den Banken fielen auch Bau- und Konzessionswerte wie Saint-Gobain, Thales und Veolia.

Die Märkte sind besonders besorgt über den Ausgang der bevorstehenden Parlamentswahlen in Frankreich am 30. Juni und 7. Juli, insbesondere nach den Kommentaren des Wirtschaftsministers Bruno Le Maire über die Finanzierung der französischen Schulden, wenn die Pläne der Rassemblement National (RN) oder des Bündnisses der Linksparteien umgesetzt werden.

Bruno le Maire sagte am Freitag auf franceinfo, dass mit den Projekten der extremen Linken und der extremen Rechten die Schulden Frankreichs nicht finanziert werden könnten.

Diese Kommentare führten am Freitag zu einem weiteren Rückgang der französischen Aktien, die bereits seit Anfang der Woche nach der unerwarteten Ankündigung vorgezogener Wahlen unter Druck geraten waren.

Der Abstand zwischen den Renditen 10-jähriger französischer und deutscher Anleihen hat sich seither vergrößert. (verfasst von Diana Mandiá)